Comic - Marvel

Der böse Deadpool

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Der böse Deadpool
Der böse DeadpoolComic - Marvel | mit: Daniel Way (Autor) | Carlo Barberi (Zeichner) | Salva Espin (Zeichner)Bewertung:★★★★★ Autor Daniel Way ist für Deadpool-Fans kein Unbekannter, denn er schrieb von 2008 bis 2012 die Abenteuer des Söldners mit der großen Klappe. Danach machte er sich förmlich aus dem Staub und konnte nur mit viel Mühe und großer Überredungskunst für die Wade Wilson Hochzeit reaktiviert werden. Mit „Der böse Deadpool“ hat Way nun kein Deadpool-Comeback gegeben, sondern der Panini Verlag hat sechs US-Hefte aus den Jahren 2011 und 2012 ausgegraben. Handlung Deadpool will sich weiterhin das Leben nehmen. Es soll aber einfach nicht gelingen, denn sein Selbstheilungsfaktor ist einfach zu stark. Eine neue Verehrerin ist ein weiterer Grund, warum es mit dem Selbstmord nicht klappt. Wade gibt ihr eine knallharte Abfuhr nach der anderen, doch die gute Frau ist so in ihn verschossen, dass keine Wörter zu krass sein können, um ihre Liebe zu brechen. Zu allem Überfluss bewahrt sie im Gefrierschrank abgetrennte Gliedmaßen vom Titelhelden auf. Es kommt, wie es kommen muss und die Körperteile verbinden sich zu einem neuen Deadpool, einem Doppelgänger der den Ruf vom Original reichlich ramponiert. Das wiederum ruft Amerikas Topsoldaten Captain America auf den Plan. BewertungKöstlicher Deadpool Humor, der eiskalt und schamlos serviert wird. Bähm, voll auf die Fresse! Gleich auf der ersten Seite serviert Deadpool seine Verehrerin auf seine ganz typische Art und Weise ab. Lassen wir mal gesellschaftliche Gepflogenheiten beiseite, also so etwas wie Frauenrechte, und lassen uns ganz auf den Comic ein, so sehen wir quasi eine schällernde Absage... Ein weiteres Highlight (neben vielen) ist die Szene mit der Königin von England. Und irgendwie ahnt man nicht, dass das Comic schon einige Jahre auf dem Buckel hat, denn es trifft immer wieder den Zeitgeist, Stichwort Königshaus.

Auch die restliche Story kommt sehr erfrischend daher und wird nur noch von dem Doppelagenten übertrumpft. Ja, er sticht hervor, was daran liegt, dass er skrupelloser ist als der kanadische Söldner. Man mag es kaum glauben, aber es ist so! Das Ende hat mich nach den vielen Höhepunkten ebenso positiv überrascht, weil die Handlung nicht mit einem „Friede Freude Eierkuchen Finale“ aufhört, sondern mit einem kleinen Cliffhanger. Toll!

Weit weniger begeistert - daher auch keine fünf Sterne - bin ich von den Zeichnungen. Ja, sie sind klar und dynamisch, aber sie sind auch sehr einfach gestrickt. Mir ist klar, dass es sich um ein monatliches Heftformat handelt und da gibt es so etwas wie Zeitdruck die Ausgabe rechtzeitig fertig zu stellen, dennoch hätten die Panels einfach besser sein müssen, gerade wenn man die Wucht der Story im Hinterkopf hat. Fazit „Der böse Deadpool“ ist inhaltlich absolut stark. Der Humor stimmt, die Action floriert und die Handlung ist klasse. Abstriche muss der Fan allerdings in der optischen Gestaltung machen, da die Panels eher einfach gestrickt sind.
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