Comic - Drama
Der Mann meines Bruders Band 2: Ein gedeckter Tisch
Der Mann meines Bruders Band 2: Ein gedeckter TischComic - Drama | mit: Autor: Gengoroh Tagame; übersetzt von Sakura IlgertBewertung:★★★★★ Beim ersten Band von „Der Mann meines Bruders“ hat der Kanadier Mike das Leben von Yaichi und seiner Tochter Kana einmal ordentlich durchgemischt. Im zweiten Teil der Manga-Serie haben sich die beiden an das neue Familienmitglied gewöhnt, ruhiger ist ihr Leben aber trotzdem nicht geworden. Handlung Der zweite Band fängt dort an, wo der erste aufgehört hat: Kanas Mutter kommt überraschend zu Besuch. Mike ist total perplex, da er dachte, sie wäre tot. Das ist aber nicht die einzige Überraschung, die Mike, Yaichi und Kana bevorsteht. Denn Kana versteht es noch nicht, aber es gibt Menschen in ihrer Umgebung, die Mike nicht als liebenswerten Onkel sehen, sondern als „schlechten Einfluss“ für die Kinder. Aber nicht alle, denn für einen Jungen ist Mike seine Rettung.BewertungAuch im zweiten Band von „Der Mann meines Bruders“ gibt es hin und wieder witzige, aber auch berührende Momente, in denen die verschiedenen Kulturen zusammenprallen. Aber Yaichi und Mike haben sich besser kennengelernt, sodass es keine allzu peinlichen Momente mehr gibt. Man merkt, vor allem wie Yaichi sich der neuen Situation immer weiter öffnet. Dies geht damit einher, dass er sich immer mehr Gedanken darüber macht, wie er sich damals seinem Zwillingsbruder Ryoji gegenüber verhalten hat. Aber er merkt schnell, dass längst nicht alle in seinem Umfeld Mike mit offenen Armen empfangen wollen. Und dass auch er im tiefsten Inneren immer noch die Intoleranz ablegen konnte.
Aber genau deswegen gefällt mir seine Charakterentwicklung bis jetzt. Der Autor Gengoroh Tagame zeigt mit der Figur, dass man sich immer wieder seine eigenen Vorurteile vor Augen führen und daran arbeiten sollte, diese abzubauen. Denn obwohl Yaichi mittlerweile rational die Homosexualität seines verstorbenen Bruders akzeptiert hat, ist der Gedanke an den „schlechten Einfluss“ Mikes auf seine Tochter in seinem Unterbewusstsein noch immer vorhanden.
Was mir aber besonders am zweiten Band von „Der Mann meines Bruders“ gefällt ist, dass Tagame sein Fokus erweitert und auf andere Aspekte der japanischen Gesellschaft eingeht, wie z.B. ihre Einstellung zu Tattoos. Nachdem Yaichi Kana zum Schwimmunterricht gebracht hat, geht er gemeinsam mit Mike ins Fitnessstudio (endlich wird gezeigt, warum Yaichi so ein Muskelpaket ist!). Als sie fertig sind, treffen sie zwei Männer, die versuchen, ins Fitnesstudio zu kommen. Kana versteht nicht, warum sie nicht reindürfen. Da erklärt Yaichi ihr, dass es in Japan vielerorts Besuchsverbote für Menschen gibt, die Tattoos haben.
Was den Zeichenstil angeht, bleibt der zweite Teil der Manga-Reihe konstant. Mir gefällt es immer noch, dass es keine allzu übertriebenen Manga-typischen Momente gibt, man aber trotzdem merkt, dass man einen Manga liest. Dramatische Momente werden durch die Mimik der Figuren, aber auch durch Veränderungen im Hintergrund untermalt.
Fazit Ich bin echt begeistert vom zweiten Band von „Der Mann meines Bruders“. Der Autor Gengoroh Tagame schaff es, die Geschichte sehr gut fortzusetzen und neue Ebenen einzuführen. Die Beziehung zwischen Mike und Yaichi entwickelt sich auf eine natürliche Art und Weise. Teil 3 und 4 können nicht schnell genug kommen!
ZURÜCK INS ARCHIV
Aber genau deswegen gefällt mir seine Charakterentwicklung bis jetzt. Der Autor Gengoroh Tagame zeigt mit der Figur, dass man sich immer wieder seine eigenen Vorurteile vor Augen führen und daran arbeiten sollte, diese abzubauen. Denn obwohl Yaichi mittlerweile rational die Homosexualität seines verstorbenen Bruders akzeptiert hat, ist der Gedanke an den „schlechten Einfluss“ Mikes auf seine Tochter in seinem Unterbewusstsein noch immer vorhanden.
Was mir aber besonders am zweiten Band von „Der Mann meines Bruders“ gefällt ist, dass Tagame sein Fokus erweitert und auf andere Aspekte der japanischen Gesellschaft eingeht, wie z.B. ihre Einstellung zu Tattoos. Nachdem Yaichi Kana zum Schwimmunterricht gebracht hat, geht er gemeinsam mit Mike ins Fitnessstudio (endlich wird gezeigt, warum Yaichi so ein Muskelpaket ist!). Als sie fertig sind, treffen sie zwei Männer, die versuchen, ins Fitnesstudio zu kommen. Kana versteht nicht, warum sie nicht reindürfen. Da erklärt Yaichi ihr, dass es in Japan vielerorts Besuchsverbote für Menschen gibt, die Tattoos haben.
Was den Zeichenstil angeht, bleibt der zweite Teil der Manga-Reihe konstant. Mir gefällt es immer noch, dass es keine allzu übertriebenen Manga-typischen Momente gibt, man aber trotzdem merkt, dass man einen Manga liest. Dramatische Momente werden durch die Mimik der Figuren, aber auch durch Veränderungen im Hintergrund untermalt.
Fazit Ich bin echt begeistert vom zweiten Band von „Der Mann meines Bruders“. Der Autor Gengoroh Tagame schaff es, die Geschichte sehr gut fortzusetzen und neue Ebenen einzuführen. Die Beziehung zwischen Mike und Yaichi entwickelt sich auf eine natürliche Art und Weise. Teil 3 und 4 können nicht schnell genug kommen!