Comic - Thriller

Der Passagier der Polarlys

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Der Passagier der Polarlys
Der Passagier der PolarlysComic - Thriller | mit: Georges Simenon (Autor), José-Louis Bocquet (Autor), Christian Cailleaux (Illustrator), Christoph Haas (Übersetzer)Bewertung:★★★★★ Bis jetzt habe ich noch kein Werk von Star-Autor Georges Simenon gelesen. Was ich dem Grunde nach bis heute nicht gemacht habe, weil ich schließlich "nur" die Comic-Adaption in meinen Händen gehalten habe. Von daher stehe ich immer noch am Anfang. Nachdem ich aber das Panelwerk von Autor José-Louis Bocquet (ebenfalls bei „Carlsen“: „Black und Mortimer“, „Die Abenteuer von Helge“) und Zeichner Christian Cailleaux ("Blake und Mortimer Spezial 2: Der brennende Pfeil") durchgearbeitet habe, verspüre ich auch nicht mehr den Drang mir das Buch zu kaufen, ich warte eher auf die nächste Comice-Adaption! Warum mir "Der Passagier der Polarlys" so gut gefallen hat, erfahrt ihr ein Stück weiter unten.

„Der Passagier der Polarlys“ erscheint am 28. Januar 2025 beim „Carlsen“ Verlag, kommt auf 80 Seiten, hat eine Leseempfehlung von 12 Jahren und hat die Hardcovergröße 237 x 317mm. Handlung Kapitän Petersen spürt den "bösen Blick" noch bevor sein Schiff "Polarlys" den Hamburger Hafen verlassen hat. Petersens Schiff soll bis nach Norwegen fahren, doch er hat das Gefühl, ein Unglück stehe bevor. Als ein Polizist, der unter falschem Namen an Bord gegangen ist, tot aufgefunden wird, bestätigen sich seine Ahnungen und er muss selbst die Ermittlungen übernehmen. Hat ein anderer Passagier oder doch ein Besatzungsmitglied ein Motiv? Je weiter die Polarlys gen Norden fährt, desto größer wird Petersens Unruhe und die Spannung an Bord steht kurz davor sich zu entladen.BewertungZunächst für Fans: Das Ursprungswerk erschien bereits im Jahr 1932 und ist ein sogenannter „Non-Maigret“, also eine Handlung ohne die berühmte Hauptfigur Maigret. Ansonsten können wir uns auf eine zeitgenössische Krimigeschichte freuen, die bereits ihre Spuren bei der Optik hinterlässt. Gemeint sind die Zeichnungen, die uns sofort in vergangene Tage befördern. Wir spielen zeitlich hinter dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg. Europa hat gerade eine Friedensphase und keiner hat ein Handy in der Hand. Bedeutet, die Leute treffen sich in Bars und Clubs und genießen ihr Leben. Und in diesem Nachtleben passiert der erste Mord - oder war es nur ein Unfall!?

Alles irgendwie aufregend. Und dann geht es ohne Lösung aber direkt aufs Schiff, wo wir uns gleich mit einer neuen, rauen Umgebung zurechtfinden müssen. Und hier werden wir dann in einen Strudel voller Spannung geworfen. Bis zum Schluss hält diese an und ich dachte mir die ganze Zeit beim Lesen, endlich mal wieder ein guter Krimi. Es hat auf jeder Seite Spaß gemacht.

Was natürlich auch an der guten Ausarbeitung der Charaktere lag. Hier wird das Publikum gekonnt von Autor José-Louis Bocquet abgeholt. Auch, wenn nicht sofort alles von jeder Figur preis gegeben wird, wir können uns in die Hauptcharaktere hineinversetzen und so mitfühlen und sind schlussendlich mit auf dem Schiff.

Im Anhang gibt es noch ganz viele Informationen, auch über das Schiff selbst, was unheimlich interessant ist. Ich habe also das Nachwort gleichermaßen verschlungen, wie die Haupthandlung. Fazit "Der Passagier der Polarlys" ist das was es sein möchte: Eine supertolle Kriminalgeschichte, die dann auch noch stilecht im Zeitalter zwischen den Weltkriegen spielt.
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