Buch - Drama

Der populistische Planet - BERICHTE AUS EINER WELT IN AUFRUHR

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Der populistische Planet - BERICHTE AUS EINER WELT IN AUFRUHR
Der populistische Planet - BERICHTE AUS EINER WELT IN AUFRUHRBuch - Drama | mit: onas Lüscher, Michael Zichy, Maria Stepanova, Youssef Rakha, Yvonne Owuor, Carol Pires, Naren Bedide und Ágnes HellerBewertung:★★★★★ Wir kennen sie alle. Mit alle meine ich Menschen wie Trump, den Typen in Nordkorea oder einfach nur den rechten Spinner von der nächsten Seitenstraße. Sie sind überall, sie sind unter uns, sie machen die Welt verrückt, sie zünden sie regelrecht an. Friede, Freude und Eierkuchen sind für sie nichts. Sie schurren lieber Hass aus dem bekanntlich Krieg, Leid und Zerstörung entsteht. In der Vergangenheit und im aktuellen Tagesgeschehen gibt es schon genug, die es geschafft haben. Es wird Zeit über sie zu sprechen und sie aufzuhalten.
Handlung Hat die "Elite" tatsächlich den Kontakt zum "Volk" verloren? Was bedeutet es wirklich, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen? Was verbirgt sich hinter der Floskel "Das muss man doch noch sagen dürfen"? Eine internationale Gruppe von Denkerinnen und Denkern stellt die gängigen Erzählungen der Populisten in unterschiedlichen Ländern zur Debatte.

Rechte und linke Populisten auf der ganzen Welt eint dieselbe Erzählung: Der Staat befinde sich in der Hand einer abgehobenen, globalistisch denkenden, meist urbanen Elite, die den Kontakt zu den "normalen" Bürgerinnen und Bürgern längst verloren habe und die alltäglichen Sorgen des "Volkes" gar nicht mehr nachvollziehen könne. Sie aber, die Populisten, gehörten nicht zu dieser Elite und sie würden daher als einzige die Ängste der Bürgerinnen und Bürger verstehen, offen artikulieren und ernst nehmen. Der Schriftsteller Jonas Lüscher und der Philosoph Michael Zichy haben eine diverse Gruppe zusammengestellt, um den Gemeinsamkeiten, aber auch den Unterschieden zwischen den vielen Erscheinungsformen des Populismus unter den Vorzeichen unterschiedlicher gesellschaftlicher, ökonomischer und religiöser Bedingungen nachzuspüren. In globalen Gesprächen zwischen Budapest, Kairo, Brasilia, Nairobi, Moskau, Salzburg und Zürich ist so ein Buch über einen populistisch infizierten Planeten entstanden. Es zeigt, warum sich die Welt vielerorts in Aufruhr befindet – und was es konkret bedeutet, in einem bestimmten Land unter einer populistischen Regierung leben zu müssen. Mit Beiträgen von Jonas Lüscher, Michael Zichy, Maria Stepanova, Youssef Rakha, Yvonne Owuor, Carol Pires, Naren Bedide und Ágnes Heller.
BewertungWir haben irgendwie eine sehr westliche Betrachtungsweise über die Welt. Demokratie überall und wenn dann noch alle arbeiten, gibt es ja auch keine Armut mehr. Eigentlich doch ganz einfach und überhaupt, ein Politiker der nur fürs Volk entscheidet, das ist doch Ehrensache und doch gar nicht so schwer. Kann doch jeder. Alles ist gut oder böse. Es ist schwarz oder weiß. Dass es eben doch nicht so ist, erklärt sich von selbst. Ein jedes Kind versteht es. Das ein so großes Thema nicht aus einer westlichen Arroganz-Abrechnung stammen sollte, hat "Der populistische Planet" verstanden und so sind die Autoren aus unterschiedlichen Ländern zusammengekommen, um ihre Sichtweise der Dinge nahezubringen. Dabei geraten leider einige Passagen etwas zu kurz, andere hingegen wirken wie eine zornerfüllte Abrechnung, was bei dem Thema auch angebracht ist, keine Frage.

Bei einigen Stellen kommt man dann in die Diskussion. Der Leser kommt einfach nicht drum rum. Es werden Thesen aufgestellt, die einfach sind. Die aber zu einfach sind. Offene Fragen sind die Schlussfolge. Die Autoren kritisieren sich gegenseitig und geben auch ganz offen zu, dass sie mehr Fragen, als Antworten haben. Ehrlich und sympathisch. Und das bringt die Sache schon auf den Punkt. "Der populistische Planet" ist ein Austausch, er bietet an, dass wir uns gegenseitig zuhören und mehr über die Sichtweisen anderer erfahren. Sehr schön, wie ich finde, denn nichts kann einen Dialog besser fördern, als ein warmherziger Austausch.
Fazit "Der populistische Planet" ist ein lebhafter Austausch über verschiedene Sichtweisen zum Thema Populismus.
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