Comic - Marvel
Der Spektakuläre Spider-Man 2
Der Spektakuläre Spider-Man 2Comic - Marvel | mit: Autor: Chip Zdarsky, Zeichner: Adam Kubert, Chris Bachalo, Chip ZdarskyBewertung:★★★★★ Der Marvel-Neustart bei Panini zu „Der spektakuläre Spider-Man“ geht mit Band 2 nun weiter. Schon in der Review zu Band 1 habe ich die etwas konfuse Auswahl der Geschichten unter dem Label „Neustart“ angesprochen. Mit Blick auf Band 2 stellt sich also vor allem die Frage: Welche Storyline wird nun überhaupt weitergeführt? Handlung Die in Band 1 angefangene Storyline über die durch den „Tinkerer“ hervorgerufene Alien-Invasion könnte mit Blick auf beide Bände als „Hauptstory“ bezeichnet werden, da sie hier weitergeführt und zum Abschluss gebracht wird. Spiderman, seine neugewonnene Schwester Teresa, J. Jonah Jameson und einige der Avengers tun sich zusammen, um das Unheil abzuwenden. Darauf folgt eine kurze Abhandlung über den im Sterben liegenden Sandman, sowie eine Darstellung über einen Dokumentarfilm, der die verschiedenen Sichtweisen der normalen Bevölkerung auf Spiderman zeigt. BewertungWie bereits in der Handlungsbeschreibung zu erkennen, beschränkt sich auch dieser Band, wie schon Teil 1, nicht konsequent auf eine fortlaufenden Storyline. Zwar sind fortlaufende US-Hefte enthalten, jedoch machen diese thematisch große Sprünge. Genauer handelt es sich um die Bände „The Spectacular Spider-Man“ #306 bis #310. In der amerikanischen Abfolge der Ereignisse mögen sich dadurch einige Lücken schließen, sollten weitere der vorangegangenen Hefte bekannt sein. Diese Auswahl aber in der deutschen Ausgabe als „Neustart“ zu bezeichnen finde ich etwas irreführend.
Vor allem bezieht sich dieses Problem auf die Geschichten. Der zweite Storyabschnitt bezieht sich auf den Sandman, einen Gegenspieler Spider-Mans, der sich vollständig in Sand verwandeln kann. Er liegt im Sterben, was vor allem seine emotionale Auseinandersetzung mit seinen vergangenen, einem Neueinsteiger nicht bekannten Taten beinhaltet. Spider-Man begleitet ihn bei diesem Weg und dabei gehen die Verbindungen der beide und die Lasten, die Sandman auf der Seele hat, für einen so kurzen Abschnitt, viel zu tief. An sich wäre die Geschichte um den beinahe geläuterten Bösewicht durchaus spannend, aber sie kommt hier einfach viel zu unvermittelt und plötzlich. Auch unterscheidet sich dieser Part optisch enorm von den anderen und unterstreicht nur noch mehr den meiner Meinung nach fehlenden Zusammenhang der Stories.
Ähnliches gilt leider auch für die Hauptstory um die Alieninvasion der Vendomi, die Spider-Man stoppen muss. Dieser Teil des Bandes wird in den ersten zwei enthaltenen Heften recht abrupt zum Abschluss gebracht und trotz der Lektüre des Vorgängerbandes wurde ich das Gefühl nicht los, Wissenslücken in Bezug auf diese Geschichte zu haben.
Die letzte sich in diesem Band befindende Geschichte beschreibt einen Dokumentarfilm der verschiedene Menschen New Yorks mit ihren Gedanken zu Spider-Man zu Wort kommen lässt. Einige sehen ihn als Helden, einige finden es nicht richtig, dass er am quasi Gesetz vorbei Selbstjustiz übt. Einige der Aussagen, die in Portraits der Personen dargestellt werden, werden mit kurzen Geschichten zu den Hintergründen dieser Meinungen und zu den Begegnungen mit Spider-Man untermalt. Das Spektrum reicht von dem Hot-Dog-Verkäufer, bei dem Spidey Gratis-Hot-Dogs bekommt, bis hier zur emotionalen Geschichte einer Mutter und ihrem Sohn, den Spider-Man aus dem Drogengeschäft heraus geholt hat, der letztlich aber umgebracht wurde, als die zwei beteiligten Gangster Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wurden. Hier werden sehr eindrucksvoll emotional auch die Schattenseiten gezeigt, die Spider-Mans eingreifen in den Alltag der New Yorker Bevölkerung haben kann. Einen solchen Überblick hätte ich ganz an den Anfang eines „Neustarts“ gestellt. Fazit Die Tinkerer-Story hätte sich mit Blick auf beide Bände von „Der Spektakuläre Spider-Man“ meiner Meinung nach besser in einem Sonderband zusammenfassen lassen. Die kurzen, nicht mit der Hauptgeschichte in Verbindung stehenden Plots haben für mich keinen Mehrwehrt im Zusammenhang der Bände. Zwar sind diese an sich nicht schlecht, aber nach wie vor verwundert das Label „Neustart“ mit Blick auf die Zusammenstellung einzig nach fortlaufenden US-Nummern etwas.
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Vor allem bezieht sich dieses Problem auf die Geschichten. Der zweite Storyabschnitt bezieht sich auf den Sandman, einen Gegenspieler Spider-Mans, der sich vollständig in Sand verwandeln kann. Er liegt im Sterben, was vor allem seine emotionale Auseinandersetzung mit seinen vergangenen, einem Neueinsteiger nicht bekannten Taten beinhaltet. Spider-Man begleitet ihn bei diesem Weg und dabei gehen die Verbindungen der beide und die Lasten, die Sandman auf der Seele hat, für einen so kurzen Abschnitt, viel zu tief. An sich wäre die Geschichte um den beinahe geläuterten Bösewicht durchaus spannend, aber sie kommt hier einfach viel zu unvermittelt und plötzlich. Auch unterscheidet sich dieser Part optisch enorm von den anderen und unterstreicht nur noch mehr den meiner Meinung nach fehlenden Zusammenhang der Stories.
Ähnliches gilt leider auch für die Hauptstory um die Alieninvasion der Vendomi, die Spider-Man stoppen muss. Dieser Teil des Bandes wird in den ersten zwei enthaltenen Heften recht abrupt zum Abschluss gebracht und trotz der Lektüre des Vorgängerbandes wurde ich das Gefühl nicht los, Wissenslücken in Bezug auf diese Geschichte zu haben.
Die letzte sich in diesem Band befindende Geschichte beschreibt einen Dokumentarfilm der verschiedene Menschen New Yorks mit ihren Gedanken zu Spider-Man zu Wort kommen lässt. Einige sehen ihn als Helden, einige finden es nicht richtig, dass er am quasi Gesetz vorbei Selbstjustiz übt. Einige der Aussagen, die in Portraits der Personen dargestellt werden, werden mit kurzen Geschichten zu den Hintergründen dieser Meinungen und zu den Begegnungen mit Spider-Man untermalt. Das Spektrum reicht von dem Hot-Dog-Verkäufer, bei dem Spidey Gratis-Hot-Dogs bekommt, bis hier zur emotionalen Geschichte einer Mutter und ihrem Sohn, den Spider-Man aus dem Drogengeschäft heraus geholt hat, der letztlich aber umgebracht wurde, als die zwei beteiligten Gangster Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wurden. Hier werden sehr eindrucksvoll emotional auch die Schattenseiten gezeigt, die Spider-Mans eingreifen in den Alltag der New Yorker Bevölkerung haben kann. Einen solchen Überblick hätte ich ganz an den Anfang eines „Neustarts“ gestellt. Fazit Die Tinkerer-Story hätte sich mit Blick auf beide Bände von „Der Spektakuläre Spider-Man“ meiner Meinung nach besser in einem Sonderband zusammenfassen lassen. Die kurzen, nicht mit der Hauptgeschichte in Verbindung stehenden Plots haben für mich keinen Mehrwehrt im Zusammenhang der Bände. Zwar sind diese an sich nicht schlecht, aber nach wie vor verwundert das Label „Neustart“ mit Blick auf die Zusammenstellung einzig nach fortlaufenden US-Nummern etwas.