Comic - Fantasy

Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac 3

Veröffentlicht am 03.02.2026
5/5
Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac 3
Band 3 von Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac: Time Odyssey habe ich relativ zügig gelesen. Nicht, weil er kurz ist, sondern weil er sich gut wegliest. Die ersten beiden Bände liegen bei mir noch nicht lange zurück, und genau so fühlt sich auch der Einstieg an: Man ist sofort wieder drin, ohne lange Erklärung, ohne Wiederholung.

Die Geschichte steht inzwischen auf eigenen Beinen. Figuren, Welt und Konflikte sind gesetzt, und Band 3 nutzt das. Es wird nichts neu erklärt, sondern einfach weitererzählt. Das hat mir gefallen, weil es Vertrauen in die Leser zeigt. Wer hier einsteigt, weiß in der Regel, worauf er sich einlässt.

Gelesen habe ich die limitierte Vorzugsausgabe, und schon beim ersten Durchblättern wird klar, dass das kein Standardband ist. Nicht übertrieben, nicht protzig – einfach ordentlich gemacht.

Handlung

Seit Anbeginn der Zeit kämpfen die Götter des Olymps um die Kontrolle über die Erde und die Göttin Athene steht ihnen mit Hilfe ihrer Saints gegenüber! Als ein neuer Gegner die Bühne betritt, ist die Zukunft der Saints selbst in Gefahr.

Auf seiner Suche nach der Uhr der Apokalypse ist Chronos einen großen Schritt weiter: Dank der Ketten von Andromeda konnte er Prometheus befreien. Der Titan enthüllt, dass das Feuer des Olymp in Blue Graad in der heiligen Höhle von Kitej eingeschlossen ist und nur Athena sie öffnen kann. Nun ist ausgerechnet Saori, die gerade mit ihren Rittern Poseidon besiegt hat, auf dem Weg nach Kitej, um die Urne, in der die Seele des Gottes der Ozeane gefangen ist, zu übergeben. Was alle nicht wissen: Das heilige Feuer ist instabil geworden.

Kritik

Beim Lesen hatte ich durchgehend das Gefühl, dass Band 3 genau weiß, was er erzählen will. Die Handlung wirkt geschlossen und nicht zusammengewürfelt. Action kommt dann, wenn sie Sinn ergibt, und nicht, um Seiten zu füllen. Dadurch bleibt die Geschichte gut nachvollziehbar und angenehm zu lesen.

Die Figuren funktionieren. Niemand wirkt fehl am Platz oder überflüssig. Auch Nebenrollen haben ihre Berechtigung und verschwinden nicht einfach wieder. Gerade in den ruhigeren Szenen zeigt sich, dass hier Wert auf Stimmung gelegt wurde und nicht nur auf große Momente.

Zeichnerisch ist der Band stark. Die Panels sind übersichtlich, Kämpfe gut lesbar und die Welt wirkt durchgehend stimmig. In der Vorzugsausgabe mit Hochglanzseiten kommt das besonders gut zur Geltung. Farben wirken kräftiger, Details fallen stärker auf, und man nimmt sich automatisch etwas mehr Zeit beim Lesen.

Das Bonusmaterial hat mich überrascht. Es ist umfangreich und fühlt sich sinnvoll an. Charakterbilder, Making-of-Texte, Hintergrundinfos zum Königreich und eine zusätzliche Geschichte sorgen dafür, dass man nach dem eigentlichen Ende noch weiterblättert. Das wirkt nicht wie Pflichtprogramm, sondern wie eine echte Ergänzung.

Ein kleiner Punkt: Band 3 setzt die vorherigen Teile voraus. Ohne dieses Vorwissen dürfte es schwer werden, alles einzuordnen. Innerhalb der Reihe ist das aber konsequent und kein wirklicher Nachteil.

Fazit

Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac 3: Limitierte Vorzugsausgabe ist ein solider, gut erzählter Band, der die Reihe sinnvoll weiterführt. Die Geschichte funktioniert, die Figuren tragen das Geschehen, und die Welt wird weiter ausgebaut, ohne sich zu verlieren.

Die Vorzugsausgabe passt gut dazu. Hochwertige Verarbeitung, viel Zusatzmaterial und ein stimmiger Gesamteindruck. Nach dem Lesen bleibt nicht das Gefühl von Überwältigung, sondern von Zufriedenheit – und genau das macht diesen Band für mich so rund.

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