Game - Strategie
Die Abenteuer des Robin Hood
Die Abenteuer des Robin HoodGame - Strategie | mit: Michael MenzelBewertung:★★★★★ Illustrator und Spielentwickler Michael Menzel sollte jedem bekannt sein. Wenn nicht, dass ist der Typ der das Kennerspiel des Jahres 2013 erschaffen hat, das rein zufällig auf den Namen „Die Legenden von Andor“ hört. Ein Epos, welches natürlich schwer zu toppen ist. Mit „Die Abenteuer des Robin Hood“ geht ein Spiel an den Start, dass von Menzel selbst entwickelt und gezeichnet wurde. Es hat sehr viel Potential für einen ähnlichen Legendenstatus wie „Andor“, kommt aber nicht ganz an den Meilenstein heran, muss sich aber definitiv nicht vor ihm verstecken. Handlung England 1193. Die Grafschaft Nottingham leidet unter dem Joch des bösen Prinz John und seiner Handlanger. Ihr schlüpft in die Rollen von Robin Hood und seiner Gefährten Little John, Maid Marian und Will Scarlet. Gemeinsam stellt ihr euch in diesem Spiel dem Unrecht entgegen und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auf dem großen Spielplan könnt ihr eure Figuren völlig frei bewegen, mit Dorfbewohnern sprechen und Gegenstände erkunden. Stets müsst ihr euch dabei vor den Schergen des Sheriffs von Nottingham in Sicherheit bringen.BewertungDer Einstieg bei „Die Legenden von Andor“ war schon relativ einfach, doch mit „Die Abenteuer des Robin Hood“ beweist Menzel, dass es noch einfacher geht. Ihr müsst zwei Seiten lesen, damit ihr die Grunddinge versteht und startet sofort in die Welt des Ritters mit der grünen Strumpfhose. Dabei wird wieder auf das Kooperative geachtet, ihr spielt also zusammen. Dabei wurde Wert gelegt, dass die Familientauglichkeit garantiert ist. Die Altersempfehlung von 10 Jahren kann ich an dieser Stelle voll mitgehen. Die Gruppe sollte auch nicht zu groß sein und die angegebene Stärke von zwei bis vier liegt im vollkommenen Sollbereich.
Die Handlung findet in Kampagnen statt. Es gibt neun Szenarien, die zu durchlaufen sind. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese in naher Zukunft noch erweitert werden. Da muss ich auch kein großer Hellseher sein, der Erfolg wird sich bei der Qualität und Aufmachung einfach einstellen und die nächsten Erweiterungen werden über einen langen Zeitpunkt kommen. Was auch gut ist. Nach den neun Szenarien ist im Übrigen auch nicht Schluss, denn es besteht die Möglichkeit, dass diese erneut zu durchlaufen sind, natürlich mit einem erhöhten Schwierigkeitsgrad. Gut!
Das Herzstück ist das Spielbrett, dass sich als super innovativ erweist. Hier entsteht eine Welt, die sich verändert und auf Entscheidungen der Spieler reagiert. Das Brett ist mit vielen Plättchen belegt, die sich im Laufe der Partie verändern. Damit die Entscheidungen auch wirklich einen Einfluss für später haben, wird ein Schuber mitgeliefert, indem ihr das Brett so verstauen könnt, dass keine Karte hinausfallen kann. Die Idee dahinter fand ich... sehr geil und ist ein absolutes Ausrufezeichen.
Ein weiterer Augenschmaus ist das Buch der Bücher, wenn ich es mal so nennen darf. Es ist unsere Anleitung, die uns durch die Welt geleitet und uns die Regeln erklärt. Was wir zu tun haben oder was wir nicht zu tun haben. Dabei stellt sich hier die Dynamik als besonders gewinnbringend heraus, denn wir werden nicht nur irgendwie von hier zu dort geschickt, sondern auch im Buch der Bücher ist nicht alles starr geregelt. Damit der Zufall und das Glück zum Zuge kommen, gibt es einen Sack, der von uns befüllt wird und der Einfluss nehmen wird. Das passiert mit den Steinen, mehr verrate ich dazu besser nicht. Dann gibt es noch Scheibchen, die uns anzeigen - anhand der Farbe - wer gerade dran ist. Gegenstände und ein Barometer sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel, indem sie die Vielfalt und die Abwechslung antreiben. Es ist auch diesen Kleinigkeiten zu verdanken, dass „Die Abenteuer des Robin Hood“ so grandios einschlägt.
Zum Ende muss ich noch die Illustrationen loben, die mir, wie erwarten, sehr gut gefallen haben. Aber auch die offene Spielwelt konnte überzeugen und die Züge mit den Figuren ließen ein tolles Nerd-Gaming-Feeling aufkommen. Fazit „Die Abenteuer des Robin Hood“ ist ein supergutes Spiel, welches sich nicht hinter „Die Legenden von Andor“ verstecken muss und das Potential zum Legendenstatus mitbringt.
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Die Handlung findet in Kampagnen statt. Es gibt neun Szenarien, die zu durchlaufen sind. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese in naher Zukunft noch erweitert werden. Da muss ich auch kein großer Hellseher sein, der Erfolg wird sich bei der Qualität und Aufmachung einfach einstellen und die nächsten Erweiterungen werden über einen langen Zeitpunkt kommen. Was auch gut ist. Nach den neun Szenarien ist im Übrigen auch nicht Schluss, denn es besteht die Möglichkeit, dass diese erneut zu durchlaufen sind, natürlich mit einem erhöhten Schwierigkeitsgrad. Gut!
Das Herzstück ist das Spielbrett, dass sich als super innovativ erweist. Hier entsteht eine Welt, die sich verändert und auf Entscheidungen der Spieler reagiert. Das Brett ist mit vielen Plättchen belegt, die sich im Laufe der Partie verändern. Damit die Entscheidungen auch wirklich einen Einfluss für später haben, wird ein Schuber mitgeliefert, indem ihr das Brett so verstauen könnt, dass keine Karte hinausfallen kann. Die Idee dahinter fand ich... sehr geil und ist ein absolutes Ausrufezeichen.
Ein weiterer Augenschmaus ist das Buch der Bücher, wenn ich es mal so nennen darf. Es ist unsere Anleitung, die uns durch die Welt geleitet und uns die Regeln erklärt. Was wir zu tun haben oder was wir nicht zu tun haben. Dabei stellt sich hier die Dynamik als besonders gewinnbringend heraus, denn wir werden nicht nur irgendwie von hier zu dort geschickt, sondern auch im Buch der Bücher ist nicht alles starr geregelt. Damit der Zufall und das Glück zum Zuge kommen, gibt es einen Sack, der von uns befüllt wird und der Einfluss nehmen wird. Das passiert mit den Steinen, mehr verrate ich dazu besser nicht. Dann gibt es noch Scheibchen, die uns anzeigen - anhand der Farbe - wer gerade dran ist. Gegenstände und ein Barometer sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel, indem sie die Vielfalt und die Abwechslung antreiben. Es ist auch diesen Kleinigkeiten zu verdanken, dass „Die Abenteuer des Robin Hood“ so grandios einschlägt.
Zum Ende muss ich noch die Illustrationen loben, die mir, wie erwarten, sehr gut gefallen haben. Aber auch die offene Spielwelt konnte überzeugen und die Züge mit den Figuren ließen ein tolles Nerd-Gaming-Feeling aufkommen. Fazit „Die Abenteuer des Robin Hood“ ist ein supergutes Spiel, welches sich nicht hinter „Die Legenden von Andor“ verstecken muss und das Potential zum Legendenstatus mitbringt.