Filme - Animation
Die Abenteuer von Wolfsblut
Die Abenteuer von WolfsblutFilme - Animation | mit: Sprecher im Original: Nick Offerman, Rashida Jones, Paul GiamattiBewertung:★★★★★ Unter dem Titel „Die Abenteuer von Wolfsblut“ wurde Jack Londons Jugendroman „Wolfsblut“ (im Original: White Fang) als Animationsfilm umgesetzt. Regisseur Alexandre Epigares erhielt für seinen Kurzfilm „Mr. Hublot“ den Oscar. Hat er auch bei der Verfilmung dieses Klassikers ein Händchen bewiesen? Handlung Der Film spiel im Yukon, in Alaska, zur Zeit des Goldrauschs um 1900. Ein kleiner Wolf-Husky-Mischling wird liebevoll von seiner Mutter umsorgt und lernt die noch unberührte Natur kennen, inklusive ihrer Gefahren. Denn die Mutter wird in einem Kampf mit einem Luchs verletzt, was sie zwingt sich zurück in die Obhut von Menschen zu begeben. Die Mutter führt sie zu einem Stamm amerikanischer Ureinwohner, bei denen sie einst lebte. Der Häuptling entscheidet beide aufzunehmen und der nun „Wolfsblut“ getaufte Mischling kann zumindest für kurze Zeit zu einem stattlichen Tier heranwachsen. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer denn auch die Ureinwohner haben Problem mit anderen Menschen, die ihnen ihr Land wegnehmen wollen. In den Wirren des Versuchs dieses Schicksal noch abzuwenden fällt Wolfsblut in die Hände eines skrupellosen Hundekämpfe-Organisators. Auch dort kann er nur im letzten Moment gerettet werden. Trailer BewertungBei „Die Abenteuer von Wolfsblut“ fällt zunächst einmal vor allem der wunderschöne Artstyle auf. Der Film ist einem sehr detaillierten Ölgemälde nachempfunden und einzelne Szenen sehen so tatsächlich aus, wie atemberaubende Landschaftsmalereien. Hinzu kommen aber, vor allem bei den Hunden, sehr genaue und realistische Bewegungsanimationen. Lediglich die Mimik der Menschen wirkt manchmal etwas hölzern. Umso überzeugender ist aber die der Tiere. Die Gefühle der Vierbeiner werden nämlich ausschließlich über Mimik und Gestik vermittelt. Sprechen, wie in einem Disneyfilm, tun sie nicht einmal untereinander.
Die Geschichte ist alles in allem unspektakulär. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um die Abenteuer von Wolfsblut, also gleich mehrere Stationen im Laufe seines Lebens. Das verhindert leider eine konkretere Spannungskurve.
Interessant finde ich in der Story vor allem die leisen Töne zwischen den Zeilen. Die Zeitgeschichte ist sehr gut abgebildet, etwa die Tatsache, dass den Ureinwohnern ungefragt das Land genommen und an den Höchstbietenden verkauft wird.
Zum Ende des Films verliert sich leider auch der anfänglich noch gelobte Realismus im Verhalten des Wolfs-Hund-Mischlings, bzw. die Reaktionen seiner menschlichen Begleiter darauf. Gerade eine Szene ganz zum Schluss des Films – ohne jetzt ganz erläutern zu wollen, wie diese aufgelöst wird – schaut Wolfsblut schwermütig und sehnsüchtig in die weite Landschaft und die Menschen, die in diesem Moment bei ihm sind, „verstehen“ dies. Das wirkte dann doch für meinen Geschmack etwas sehr rührselig, und zu weit hergeholt. Fazit Die Abenteuer von Wolfsblut ist ein optisch wunderschöner Film. Ein sehr künstlerischer Stil trifft hier auf detaillierte Animationen in Bewegungen, Mimik und Gestik. Die Story allerdings, was ja bis zu einem gewissen Punkt auch der Romanvorlage geschuldet ist, hat mich allerdings nicht vom Hocker gehauen. Wirklich schlecht ist sie aber auch nicht. Wer sich also, so wie ich, auf den ersten Blick in den Zeichenstil verliebt hat, sollte sich von meiner Kritik nicht abschrecken lassen und sich den Film ruhig anschauen.
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Die Geschichte ist alles in allem unspektakulär. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um die Abenteuer von Wolfsblut, also gleich mehrere Stationen im Laufe seines Lebens. Das verhindert leider eine konkretere Spannungskurve.
Interessant finde ich in der Story vor allem die leisen Töne zwischen den Zeilen. Die Zeitgeschichte ist sehr gut abgebildet, etwa die Tatsache, dass den Ureinwohnern ungefragt das Land genommen und an den Höchstbietenden verkauft wird.
Zum Ende des Films verliert sich leider auch der anfänglich noch gelobte Realismus im Verhalten des Wolfs-Hund-Mischlings, bzw. die Reaktionen seiner menschlichen Begleiter darauf. Gerade eine Szene ganz zum Schluss des Films – ohne jetzt ganz erläutern zu wollen, wie diese aufgelöst wird – schaut Wolfsblut schwermütig und sehnsüchtig in die weite Landschaft und die Menschen, die in diesem Moment bei ihm sind, „verstehen“ dies. Das wirkte dann doch für meinen Geschmack etwas sehr rührselig, und zu weit hergeholt. Fazit Die Abenteuer von Wolfsblut ist ein optisch wunderschöner Film. Ein sehr künstlerischer Stil trifft hier auf detaillierte Animationen in Bewegungen, Mimik und Gestik. Die Story allerdings, was ja bis zu einem gewissen Punkt auch der Romanvorlage geschuldet ist, hat mich allerdings nicht vom Hocker gehauen. Wirklich schlecht ist sie aber auch nicht. Wer sich also, so wie ich, auf den ersten Blick in den Zeichenstil verliebt hat, sollte sich von meiner Kritik nicht abschrecken lassen und sich den Film ruhig anschauen.