Comic - Geschichte
Die Kunst von Jean-Claude Mézières
Die Kunst von Jean-Claude MézièresComic - Geschichte | mit: Carlsen VerlagBewertung:★★★★★ eider ist einer der ganz Großen von uns gegangen. Am 23. Januar 2022 war es soweit. Der "Carlsen" Verlag hat schnell auf das Ereignis reagiert und hat einen dicken Megaband aus dem Boden gestampft. Sein bekanntestes Werk dürfte wohl "Valerian und Veronique" sein. In dem u.a. die Suffus ihr Dasein fristeten. Vor einigen Jahren gab es sogar eine Verfilmung: „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ von Luc Besson („Das Fünfte Element“). In diesem wurde sich quasi dem ganz großen Publikum geöffnet. Die Redaktion von "Filmstarts" gab dem Streifen im Übrigen die Note 3,5 von 5 Sternen. Auf der anderen Seite muss auch erwähnt werden, dass nicht alle Kritiker gute Noten vergeben haben.
Warum ich so auf dem Film und dann auch auf dem Comic herumreite, ist die Tatsache, dass "Star Wars" von Jean-Claude Mézières zumindest inspiriert worden ist. Deutliche Parallelen sind aber aus neutraler Sicht kaum von der Hand zu weisen. Jean-Claude Mézières Werke wurden in mindestens ein Dutzend Sprachen übersetzt und erreichten eine millionenfache Auflage. Seine Abenteuer waren neben tollen Sci-Fi-Elementen, auch von enormen Tiefgang geprägt. Die 23 Sammelbände beinhalten politische Aussagen, wie zum Beispiel über den Kolonialismus. Die Anekdote zum Ableben der Queen, die ebenfalls im Jahr 2022 verstorben ist, musste an dieser Stelle sein.
Aber auch weitere Fußstapfen findet man in anderen künstlerischen Unterhaltungsformen. So zum Beispiel im bereits oben genannten Streifen "Das Fünfte Element". Rund rum lässt sich festhalten, dass Jean-Claude Mézières deutliche Spuren hinterlassen hat und das Nerd-Universum von uns allen geprägt hat. Vielleicht nicht unbedingt direkt, aber wie man so schön sagt: Wer heute einen "Tesla" fährt, muss auch Gottlieb Daimler und Carl Benz dankbar sein...
Handlung Jean-Claude Mézières war einer der produktivsten Comiczeichner Europas. Seine Ideen und Entwürfe haben unzählige andere Zeichner*innen inspiriert, sie haben ausgestrahlt in andere Medien und unsere Vorstellung der Zukunft mit geformt. Dieses Buch zeigt nicht nur viele Zeichnungen und Entwürfe von Jean-Claude Mézières zur Serie "Valerian und Veronique", sondern auch Arbeiten für die Werbung und verwandte Bereiche. Dazu gibt es viele Informationen über sein Schaffen. Wer tiefe und faszinierende Einblicke in die Arbeitsweise eines der größten europäischen Comiczeichner gewinnen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei!BewertungAuf insgesamt 240 Seiten bekommt der Fan, der Neugierige, der Interessierte, der Student einen umfassenden Eindruck von Jean-Claude Mézières. Das Wunderschöne beim Durchlesen ist die Tatsache, dass es wirklich überall gut in Szene gesetzte Bilder gibt. Sehr viel Material wurde zusammengetragen. Die unterschiedlichen Werke kommen zusammen und es sind wirklich sehr, sehr tolle Werke dabei, die sofort Lust machen, dass man sich das Comic kauft und durchliest. Ganz spontan, weil besonders gefallen, war der Titel "Lady Polaris" das in der Erstauflage beim "Carlsen" Verlag erschienen ist. Eine schnelle Internetsuche ergäbe einen Kaufpreis von nur fünf Euro und schwupps, ist der Band zu mir unterwegs. Ich kenne nicht einmal den Inhalt, aber die Strahlkraft der faszinierenden Optik hat mich zu meiner Kaufentscheidung geleitet. Dann gibt es natürlich nicht nur Optik. Sondern auch einen guten Begleittext. Dieser bietet sehr viele Informationen und Erklärungen und lässt uns teilhaben an dem Kosmos. Er rundet diesen Megaband ab, er ist aber nicht nur die Sahne auf dem Kuchen, sondern prägt den künstlerischen Nachruf gleichsam mit.
Zum Abschluss muss noch einmal Autor Pierre Christin genannt werden, schließlich war es DER Partner von Jean-Claude Mézières und beide haben zusammen erschaffen, was nicht viele geschafft haben, zumindest in der Dichte, in der Tragweite und in der Ausprägung. Fazit "Die Kunst von Jean-Claude Mézières" ist einer der großen Rückblicke, die in einer Comic-Sammlung stehen müssen, sofern man ein Comicseast ist. Es gehört in den Besitz, wie für einen Christ die Bibel.
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Warum ich so auf dem Film und dann auch auf dem Comic herumreite, ist die Tatsache, dass "Star Wars" von Jean-Claude Mézières zumindest inspiriert worden ist. Deutliche Parallelen sind aber aus neutraler Sicht kaum von der Hand zu weisen. Jean-Claude Mézières Werke wurden in mindestens ein Dutzend Sprachen übersetzt und erreichten eine millionenfache Auflage. Seine Abenteuer waren neben tollen Sci-Fi-Elementen, auch von enormen Tiefgang geprägt. Die 23 Sammelbände beinhalten politische Aussagen, wie zum Beispiel über den Kolonialismus. Die Anekdote zum Ableben der Queen, die ebenfalls im Jahr 2022 verstorben ist, musste an dieser Stelle sein.
Aber auch weitere Fußstapfen findet man in anderen künstlerischen Unterhaltungsformen. So zum Beispiel im bereits oben genannten Streifen "Das Fünfte Element". Rund rum lässt sich festhalten, dass Jean-Claude Mézières deutliche Spuren hinterlassen hat und das Nerd-Universum von uns allen geprägt hat. Vielleicht nicht unbedingt direkt, aber wie man so schön sagt: Wer heute einen "Tesla" fährt, muss auch Gottlieb Daimler und Carl Benz dankbar sein...
Handlung Jean-Claude Mézières war einer der produktivsten Comiczeichner Europas. Seine Ideen und Entwürfe haben unzählige andere Zeichner*innen inspiriert, sie haben ausgestrahlt in andere Medien und unsere Vorstellung der Zukunft mit geformt. Dieses Buch zeigt nicht nur viele Zeichnungen und Entwürfe von Jean-Claude Mézières zur Serie "Valerian und Veronique", sondern auch Arbeiten für die Werbung und verwandte Bereiche. Dazu gibt es viele Informationen über sein Schaffen. Wer tiefe und faszinierende Einblicke in die Arbeitsweise eines der größten europäischen Comiczeichner gewinnen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei!BewertungAuf insgesamt 240 Seiten bekommt der Fan, der Neugierige, der Interessierte, der Student einen umfassenden Eindruck von Jean-Claude Mézières. Das Wunderschöne beim Durchlesen ist die Tatsache, dass es wirklich überall gut in Szene gesetzte Bilder gibt. Sehr viel Material wurde zusammengetragen. Die unterschiedlichen Werke kommen zusammen und es sind wirklich sehr, sehr tolle Werke dabei, die sofort Lust machen, dass man sich das Comic kauft und durchliest. Ganz spontan, weil besonders gefallen, war der Titel "Lady Polaris" das in der Erstauflage beim "Carlsen" Verlag erschienen ist. Eine schnelle Internetsuche ergäbe einen Kaufpreis von nur fünf Euro und schwupps, ist der Band zu mir unterwegs. Ich kenne nicht einmal den Inhalt, aber die Strahlkraft der faszinierenden Optik hat mich zu meiner Kaufentscheidung geleitet. Dann gibt es natürlich nicht nur Optik. Sondern auch einen guten Begleittext. Dieser bietet sehr viele Informationen und Erklärungen und lässt uns teilhaben an dem Kosmos. Er rundet diesen Megaband ab, er ist aber nicht nur die Sahne auf dem Kuchen, sondern prägt den künstlerischen Nachruf gleichsam mit.
Zum Abschluss muss noch einmal Autor Pierre Christin genannt werden, schließlich war es DER Partner von Jean-Claude Mézières und beide haben zusammen erschaffen, was nicht viele geschafft haben, zumindest in der Dichte, in der Tragweite und in der Ausprägung. Fazit "Die Kunst von Jean-Claude Mézières" ist einer der großen Rückblicke, die in einer Comic-Sammlung stehen müssen, sofern man ein Comicseast ist. Es gehört in den Besitz, wie für einen Christ die Bibel.