Game - Strategie

Die Legenden von Andor - Die ewige Kälte

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Die Legenden von Andor - Die ewige Kälte
Die Legenden von Andor - Die ewige KälteGame - Strategie | mit: Michael Menzel Bewertung:★★★★★ Michael Menzel hat wieder zugeschlagen. "Andor" gehört sicherlich zu den beliebtesten Spielen in Deutschland und ist bis jetzt eine reinste Erfolgsreihe. Die Messlatte ist daher enorm hoch und ich möchte ausdrücklich sagen, dass dieser Umstand mit in die Review eingeflossen ist. Ich meine damit, dass es mindestens genauso gut sein muss oder sich auf diesem Level bewegen muss. Hat es das? Kann Andor in der weißen Pracht mit seinen Vorgängern mithalten? Wie immer, erfahrt ihr das ein Stück weiter unten. Handlung Brrr! Eis und Schnee bedecken Andor. Das ganze Land leidet unter den eisigen Temperaturen. Wer steckt hinter der magischen Bedrohung? Krieger, Wächterin des Feuers, Zwerg und Zauberin begeben sich auf eine gefahrenvolle Reise. In vier großen Legenden kommen die 2-4 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahren dem Gegner immer näher. Das Team entdeckt gemeinsam unbekannte Regionen, übt sich in Kräuterkunde und findet neue Verbündete. Doch aufgepasst: Im Schnee lauern zahlreiche Gefahren.

Inhalt: 1 großer, beidseitig illustrierter Spielplan, 72 Legenden- und 66 Spielkarten, 42 illustrierte Spielfiguren in Kunststoffhaltern, 1 Erzähler-Figur, 20 Würfel, über 100 Kartonplättchen, 14 Anzeigesteine aus Holz, 1 Losspiel-Anleitung, 1 Begleitheft
BewertungLeider muss ich sagen, muss ich meine anfangs gestellt Frage mit einem Nein beantworten muss. "Die Legenden von Andor - Die ewige Kälte" kann nicht einen drauf setzen. Es ist auch schlechter geworden. Das lag auf der einen Seite an den Missionen. Es sind vier Legenden, die bis auf die Letzte einfach zu einfach sind. Die ersten Zwei sind dazu da das Spiel kennenzulernen. In meinen Augen hätte eine gereicht. Die Dritte ist dann etwas kniffliger, jedoch ist hier der Schwierigkeitsgrad doch überschaubar. Erst die laufende Nummer vier kann von dem Grad der Schwierigkeit überzeugen und stellt eine Herausforderung dar. Selbst Neueinstiger werden sicherlich so denken.

Ich denke aber weiterhin, dass der Einstieg eher über das Original erfolgen wird. Dort lernen wir die Mechanismen kennen und die Helden verinnerlichen wir. Bei dieser selbstständigen Erweiterung, es müsste der vierte Akt der Reihe sein, sieht einiges nur anders aus, ist aber im Grunde das Gleiche. Damals gab es zum Beispiel Brunnen und dafür gibt es jetzt Feuerstellen. Insgesamt gesehen hat man sogar Möglichkeiten entfernt, sodass man sich selbst unnötigerweise einem Variantenreichtum genommen hat. Anpassung bei den Helden gibt es, doch auch hier kommt wieder genanntes Problem zum tragen. Das gewisse Etwas, die supergute Idee fehlt. Vielleicht ist es nur ein Gefhühl, das durch di große Vorfreude entstanden ist, aber in den berühmten fünfzig/fünfzig Entscheidungen, geht es immer gegen Andor.

Das Material ist von Michael Menzel wieder gut illustriert. Sicherlich kann man bei der Bemalung des Spielbrettes leichte Kritik äußern, da es doch (szenetypisch) sehr weiß geworden ist. An dieser Stelle werdet ihr sicherlich sagen, dass es doch ein Winterspiel ist, doch mir hat da noch dieses gewisse Etwas gefehlt. Aber, wie bereits am Anfang geschrieben, schimpfe ich hier auf erhöhtem Niveau.

Nach den vier Runden bin ich zwiegespalten. Auf der einen bin ich enttäuscht und möchte mit dem Winterkapitel abschießen, auf der anderen wird quasi schon eine Erweiterung angekündigt. Und seien wir ehrlich, als Andor-Geeks werden wir da auch wieder zuschlagen.... Fazit "Die Legenden von Andor - Die ewige Kälte" kommt nicht an seine Vorgänger ran. Ich hätte mir auch herausfordernde Legenden gewünscht. Im Vergleich zu anderen Genre-Spielen erreicht der Teil jedoch wieder ein rundes Gesamtergebnis, insbesondere als eigenständiger Teil, wenn man zumindest die Vorgänger für dieses Fazit ausblenden kann.
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