Comic - Drama
DIE NACHT, IN DER ICH EDDY MERCKX BEZWANG
DIE NACHT, IN DER ICH EDDY MERCKX BEZWANG Comic - Drama | mit: Marc LocatelliBewertung:★★★★★ Marc Locatelli war Radrennfahrer und Trainer. Da er auch noch gut Zeichnen kann, ist es wohl kein Wunder, dass er im Comic „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ sein persönliches Sporthighlight auf Papier bringt. Für den Schluss-Sprint und die Projektrealisation gab es ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt von Locatelli und Dominik Allemann, sodass ab dem 11. September 2019 das Werk beim Verlag „Edition Moderne“ erschienen ist. Handlung Der Amateursportler Loki alias Locatelli bekommt im Jahr 1978 die Chance seines Lebens. Er darf beim Sechstagerennen mitfahren. Er ist zwar nur ein Lückenfüller, erhält nun aber die Möglichkeit gegen sein Idol und Rennlegende Eddy Merckx anzutreten. Sichtbar nervös, fast schon vor Ehrfurcht erstarrt, betritt er die große Arena. In einem scheinbar undankbaren Moment erkennt er, dass auch die großen Stars nur Menschen sind, die ein Formtief haben können. Diese eine Chance will er für sich nutzen.BewertungEine Reise in die Vergangenheit, besser gesagt in die 70er Jahre. Wir finden uns wieder in einer großen Arena, in der das Publikum seine Emotionen freien Lauf lässt. Die drückende Atmosphäre, die Hitze und die schlechte Luft sind beim Lesen spürbar. Wir bekommen sofort einen Eindruck davon, wie es dem Fahrer Loki ergehen muss. Das erste Mal vor solch einer Kulisse und dann fährt auch noch sein großes Idol mit. Es ist wie Weihnachten und Ostern sowie Geburtstag zusammen. Sichtlich nervös sehen wir den Hauptdarsteller. Wir nehmen ihm diese Emotion ab, nicht nur, weil er seinen nervösen Magen auf der Toilette entleeren muss. Eine gesunde Portion Naivität und das Feeling des Underdogs vermitteln bereits die ersten Panels, als die Hauptfigur mit seinem Fahrrad zum Wettkampf fährt und dann auch noch von der Polizei angehalten wird. Man hält ihn nämlich für einen Fahrraddieb. Die Beamten staunen nicht schlecht, dass Loki ein Sportler ist, der beim großen Rennen mitfahren wird.
„Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ ist eine Einzelausgabe, sie liest sich sehr schnell durch. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber es dauerte wohl keine 15 Minuten. Klingt nach einem kleinen Quicky ohne Höhepunkt!? Nun ja, dachte ich auch. Ich wurde aber wahrlich eines Besseren belehrt. Es gab kleine unerwartete Wendungen, die die Geschichte sichtlich vorangetrieben haben. Aber auch das rasante Rennen wurde, wie oben bereits angerissen, sehr gut in Szene gesetzt, sodass man denkt, dass man live vor Ort ist. Obwohl alles recht kurz war, gab es in punkto Liebe eine Nebenhandlung. Diese hatte ebenfalls ein überraschendes Ende. Wer es auf Anhieb nicht versteht, sollte im Anhang nachschlagen. Dieser ist nämlich recht fein aufgebaut. Es gibt zu jedem Charakter eine kleine Story und Regeln und Taktik werden auch erklärt.
Kommen wir zur Optik von „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“. Die kann sich sehen lassen, sehr sogar. Die Panels sind klar gezeichnet und haben aber diesen gewissen Charme. Man fühlt sich auf jeden Fall zurückversetzt in die 70er Jahre. Darüber hinaus ist das Hardcover angeraut, was sich richtig gut anfühlt. Ein echtes Schmankerl! Fazit „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ ist kurzes aber tolles Vergnügen. Der Comic hat es geschafft mich für ein Genre zu begeistern, welches mich noch nie interessiert hat.
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„Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ ist eine Einzelausgabe, sie liest sich sehr schnell durch. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber es dauerte wohl keine 15 Minuten. Klingt nach einem kleinen Quicky ohne Höhepunkt!? Nun ja, dachte ich auch. Ich wurde aber wahrlich eines Besseren belehrt. Es gab kleine unerwartete Wendungen, die die Geschichte sichtlich vorangetrieben haben. Aber auch das rasante Rennen wurde, wie oben bereits angerissen, sehr gut in Szene gesetzt, sodass man denkt, dass man live vor Ort ist. Obwohl alles recht kurz war, gab es in punkto Liebe eine Nebenhandlung. Diese hatte ebenfalls ein überraschendes Ende. Wer es auf Anhieb nicht versteht, sollte im Anhang nachschlagen. Dieser ist nämlich recht fein aufgebaut. Es gibt zu jedem Charakter eine kleine Story und Regeln und Taktik werden auch erklärt.
Kommen wir zur Optik von „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“. Die kann sich sehen lassen, sehr sogar. Die Panels sind klar gezeichnet und haben aber diesen gewissen Charme. Man fühlt sich auf jeden Fall zurückversetzt in die 70er Jahre. Darüber hinaus ist das Hardcover angeraut, was sich richtig gut anfühlt. Ein echtes Schmankerl! Fazit „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ ist kurzes aber tolles Vergnügen. Der Comic hat es geschafft mich für ein Genre zu begeistern, welches mich noch nie interessiert hat.