Comic - Marvel

Doctor Strange 2 - Der Doppelte Doktor

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Doctor Strange 2 - Der Doppelte Doktor
Doctor Strange 2 - Der Doppelte DoktorComic - Marvel | mit: Autor: Mark Waid, Zeichner: Jesús Saiz u.a.Bewertung:★★★★★ Am Ende vom ersten Band der neuen Doctor-Strange-Soloserie überraschte ein zweiter Doctor Strange das von einer Weltraumreise auf die Erde zurückgekehrte Original. Wer ist diese Kopie und wo kommt sie her? Handlung Magie hat immer ihren Preis. Doch Doctor Strange sah sich über den Regeln der Zauberei. Und nun holen ihn seine vergangenen Taten ein. Zum einen in Form seiner ehemaligen Schülerin, die sich durch ihn im Stich gelassen fühlt und deren Verletztheit sich ein noch viel mächtigerer Bösewicht zu Nutzen macht. Und dann sind da noch magische Schulden, die gleich die gesamte Erde nun für Stephen Strange zu begleichen haben soll. Gemeinsam mit seiner neuen Alien-Gefährtin Kanna gilt es dies zu verhindern. BewertungDer zweite Band der Reihe setzt genau dort an, wo der erste endet und so geht es gleich hinein in die Action. Es ist schnell klar, wer hinter der Doctor-Strange-Kopie steckt, doch die Hintergründe im Detail aufzudecken beschäftigt Stephen und Kanna über den gesamten Band hinweg. Immer weiter entfalten sich die Zusammenhänge zwischen Stranges haltlosem Umgang mit der Magie und der Person hinter dem zweiten Doctor Strange. Die Geschichte ist insgesamt spannend und, obwohl sie Doctor-Strange-typisch etwas verrückt und verworren ist, gut strukturiert und übersichtlich erzählt. Einige Rückblenden, die Stephens Verteidigung der Bleeker Street gegen korrupte Immobilienhaie zeigen, lockern die Erzählung auf, aber bieten dennoch weitere Hintergründe zur gesamten Story.
Keiner leichten Aufgabe stehen Zeichner und Autor wieder bezüglich der Umsetzung und Darstellung von Magie gegenüber. Visuell ist das meines Erachtens nach gut gelungen. Grelle Farben, Blitze, Feuer und schwebende Gegenstände zeigen gelungen, dass hier mehr vor sich geht, als nur ein bloßer Faustkampf und sorgen Gleichzeitig für eine passende, übernatürliche Atmosphäre. Textlich ist das etwas problematischer. Das namentliche Beschwören von Dämonen und deren Kräften („beim Stabe Watoombs“, „bei den Dämonen Denaks“) hat zwar inhaltlich noch einen wichtigen Hintergrund, klingt aber genauso sonderbar und teils ein bisschen albern, wie einige andere Zaubersprüche. Ich musste beim Lesen häufig daran denken, dass mir die Darstellung von Magie, die mit den Händen und Artefakten gewirkt wird, wie es im MCU umgesetzt wurde, weitaus besser gefällt.
Am Ende des Bandes stehen, wie nicht ganz unüblich, leider wieder zwei Geschichten, die inhaltlich nicht eher für sich allein stehen und mich nach der Hauptgeschichte nicht wirklich zum Weiterlesen begeistert haben.
Fazit Die Kerngeschichte ist spannend und ihre visuelle und atmosphärische Umsetzung wirklich gut. Nur einige kleinere Macken sorgen für einen Punkt Abzug in der Gesamtwertung. Wer den ersten Band der Serie gelesen hat sollte hier unbedingt weiterlesen.
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