Comic - Marvel

Dr. Strange - Verdammnis

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Dr. Strange - Verdammnis
Dr. Strange - VerdammnisComic - Marvel | mit: Autoren: Donny Cates, Nick Spencer u.w., Zeichner: Phil Noto u.w.Bewertung:★★★★★ Mein erster Dr.-Strange-Comic. Oder doch nicht? Dr. Strange – Verdammnis ist ein Crossover, in dem der Magier letztlich gar keine allzu große Rolle spielt. Er selbst gibt viel mehr die Rahmenhandlung für andere Protagonisten vor. Vorne mit dabei ist vor allem der Ghost Rider. Ob diese düstere Mischung zu überzeugen weiß? Handlung Las Vegas liegt in Schutt und Asche, viele Menschen sind ums Leben gekommen. Stephen Strange kann das nicht akzeptieren und platzt in eine Rede der Avengers, die sich gerade bei den Überlebenden dafür entschuldigen, dass sie nicht mehr tun konnten. Doch Dr. Strange kann. Er nutzt seine mächtige Magie, um die Geschehnisse rückgängig zu machen, die Stadt wieder aufzubauen und Tote zum Leben zu erwecken. Doch das ruft einen neuen Feind herbei. Der Höllenherrscher Mephisto schlägt sein Lager direkt in der Stadt der Sünde auf und verwandelt Menschen beim kleinsten Fehltritt in seine dämonischen Diener. Dabei trifft es selbst die Avengers um Thor, Hawkeye und Falcon und Stephen Strange selbst, beim Versuch Mephisto im Alleingang Einhalt zu gebieten. Nun ist es an Wong ein Team zusammenzustellen, das in der Lage ist Mephisto aufzuhalten. Und wer eignet sich da besser, als die ohnehin schon Verdammten, Sündigen und dunklen Seelen unter den Helden? Trailer BewertungDr. Strange – Verdammnis ist ein Crossover das sich den Titeln der einzelnen Episoden nach viermal Dr. Strange und einmal dem Ghost Rider widmet. Tatsächlich spielt aber den gesamten Comic über Dr. Strange nur eine Nebenrolle. Vielmehr geht es um Wongs Bemühungen seinem alten Freund Stephen, salopp gesagt, den A**** zu retten. Stranges Rettung gibt also eher den Rahmen vor, die eigentlichen agierenden „Helden“ sind andere. Das ist nicht weiter schlimm, denn die Teamzusammenstellung ist interessant und rückt auch weniger bekannte Figuren ins Rampenlicht. Etwas unglücklich ist die Titelwahl dann aber schon, denn wer sich auf massig Magie-Action freut, dürfte enttäuscht werden.
Die gesamte Geschichte, wenn auch zu Beginn sehr sprunghaft und zu schnell erzählt, gibt aber einiges her. Angefangen mit Dr. Stranges Gewissensbissen angesichts der Tatsache, dass trotz magischer Fähigkeiten meist zu wenig getan wird, um wirklich alle Gefahren zu beseitigen und die Menschen zu beschützen, entfaltet sich eine Story, die vor allem auf die düsteren Abgründe der Seele blickt. Es geht um Sünde, Spielerei, Überheblichkeit, Dämen, die Hölle und vor allem um die Figuren, die gerade aufgrund ihrer tendenziell eher negativen Eigenschaften hier im Kampf einen Vorteil haben. Und welche Stadt eignet sich dafür als Schauplatz besser als das im vorangehenden Event „Secret Empire“ zerstört und nun von Strange wieder aufgebaut wurde. Etwas klischeehaft mag das sein, aber irgendwie halt doch passend.
Optisch passen die Zeichenstile aller Zeichnern gut zur allgemeinen Stimmung des Sammelbandes. Im Großen und Ganzen passen sie auch zueinander, jedoch ist ausgerechnet beim Protagonisten, dem Ghost Rider Johnny Blaze, optisch ein recht deutlicher Unterschied zwischen den Zeichenstilen erkennbar, sodass ich tatsächlich zunächst verunsichert war. Gerade bei einer Geschichte in der Magie und Täuschung eine Rolle spielen, ist das etwas unglücklich. Fazit Dr. Strange – Verdammnis ist ein interessanter Comic. Die Geschichte hat mich neugierig weiterlesen lassen, auch wenn ich mir zwischendurch das Vorwissen des Secret-Empire-Events durchaus gewünscht hätte. Wer alles richtig machen möchte sollte dort anfangen zu lesen. Aber auch für sich alleine stehend hat der am 08. Januar bei Panini erschienen Comic etwas zu bieten, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass Dr. Strange trotz des Titels keine der wirklichen Hauptakteure ist.
ZURÜCK INS ARCHIV