Filme - Drama

Ein Gauner & Gentleman

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Ein Gauner & Gentleman
Ein Gauner & GentlemanFilme - Drama | mit: Robert Redford, Sissy Spacek, Casey AffleckBewertung:★★★★★ Robert Redfords letzte große Rolle vor seinem selbstgewählten Ruhestand ist nicht nur ein herzerwärmender Abschied einer Hollywood-Legende, sondern auch ein berührendes Drama über das Älterwerden. Ein weiteres Mal zeigt Regisseur David Lowery, dass er sich mühelos in jedes Genre eindenken kann. Handlung Auch im hohen Alter ist der Bankräuber Forrest Tucker noch immer ein Meister der Ausbrüche und ein Charmeur sondergleichen. Doch der Polizist John Hunt ist dicht auf seinen Fersen, muss aber feststellen, dass Tucker kein gewöhnlicher Krimineller ist… Trailer BewertungRobert Redford hat eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich. Mit Filmen wie „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ und “Die Unbestechlichen“ hat er Geschichte geschrieben und selbst im wohl größten Filmprojekt der letzten Jahre, dem Marvel Cinematic Universe, hatte Redford einen Auftritt. Doch die Legende hat beschlossen, dass auch die größte Karriere mal zu Ende gehen muss. Ende letzten Jahres gab Redford bekannt, dass zumindest seine Laufbahn auf der großen Leinwand mit seiner Performance in „Ein Gauner & Gentleman“ seinen Schlusspunkt findet. Und um das Wichtigste vorwegzunehmen: er hätte sich keine bessere Rolle aussuchen können.

Forrest Tucker ist zwar in die Jahre gekommen, aber er kann sich einen Ruhestand einfach nicht vorstellen. Er ist ein Bankräuber und ein verdammt charmanter. Es ist nicht schwer zu erahnen, was Redford an dieser Rolle gereizt hat; erinnert Tucker doch sehr an diverse Rollen, die er im Laufe seiner fast 60 Jahre umspannenden Karriere bereits verkörpert hat. So ergeben sich im Laufe des Films einige Momente, die schon fast die vierte Wand durchbrechen zu drohen.

Der Polizist John Hunt, der sich an Tuckers Fersen heftet, wird von Regisseur David Lowerys Vertrautem Casey Affleck gespielt und macht neben Redford einen super Job. Doch auch hier kriecht die Realität in den Film, denn Hunt entwickelt eine Faszination für den alten Bankräuber und hier ist unschwer auch die Verehrung von Affleck für Redford zu sehen. Das passt und macht den Film einfach noch stimmiger.

Generell hat der Film einen wirklich gemütlichen Vibe. Es kommt zwar zu diversen Verfolgungsjagden, aber wirklich Spannung kommt hier nicht auf. Tucker spielt mit seinen Verfolgern. Er weiß, dass sie ihn früher oder später wieder hinter Gitter bringen werden, aber er weiß auch, dass er wieder ausbrechen wird. David Lowery inszeniert dies in einer wirklich unterhaltsamen und entspannten Art. Anders als noch in seinem Remake von „Elliot, das Schmunzelmonster“ (ebenfalls mit Robert Redford) oder seinem tiefgehenden Drama „A Ghost Story“ bleibt die Story hier zwar relativ gradlinig, was im Angesicht der starken Performances kein Problem darstellt.
Fazit Robert Redfords letzter Ausflug auf die große Leinwand ist ein unterhaltsamer Abschied, der eine Jahrzehnte lange Karriere abrundet und sich quasi wie das Best Of einer Hollywood-Legende anfühlt. Sollte es wirklich sein letztes Werk bleiben, hätte sich Redford kaum einen besseren Film für seinen Karriereende aussuchen können
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