Buch - Komödie

Elternabend

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Elternabend
ElternabendBuch - Komödie | mit: Sebastian Fitzek Bewertung:★★★★★ Sebastian Fitzek gibt an, dass er viele Zuschriften von Männern bekommt, die sich bedanken, dass er endlich Komödien schreibt. Meistens traut sich das vermeidlich starke Geschlecht nämlich nicht an die Thriller des Starautors heran. Genannte Romane liegen wohl eher bei den Frauen auf dem Nachtisch. Von daher können wir alle froh sein, dass nun der zweite eher lustige Roman in die Läden kommt. Aber wer nur ein Lachfeuerwerk erwartet, der hat sich in den Finger geschnitten, denn es werden auch ernste Themen besprochen. Wie mir das ganze gefallen hat, erfahrt ihr wie immer ein Stück weiter unten. Handlung Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …BewertungUnd die wichtigen Themen sind Mobbing, Suizid und Depressionen. Alles wichtige Dinge, mit denen sich Eltern, Schüler und Lehrer auseinander setzen sollten. Das diese Dinge viel Aufmerksamkeit bedürfen, sie aber von einem überforderten Schulsystem nicht aufgefangen werden können, verlagert das Ganze wieder zurück zu den Eltern, die sich bei einem Elternabend, zu denen Sebastian Fitzek nach eigener Aussage gerne gesellt, treffen.

Was sich nun nach einem Drama mit besonderen Tiefgang anhört, entpuppt sich in erster Linie aber als leichte und lesenswerte Lektüre, die gerne mit Gags um sich schmeißt. An der einen Stelle habe ich herzhaft gelacht, bei einer anderen fand ich es übertrieben. Da spielt aber sehr viel der persönliche Geschmack eine Rolle und sicherlich auch die eigenen Erfahrungswerte, gerade im Bezug zum Plot.

Fitzek schreibt in seinem gewohnten Stil. Dieser ist verschachtelt und hält Überraschungen parat. Diesmal muss ich aber auch gestehen, dass ich an der einen oder anderen Stelle den Überblick verloren habe. Aber keine Angst, ich bin relativ schnell wieder reingekommen.
Fazit „Elterabend“ ist ein gutes Buch von Meister des Thrillers, der hier zwar ernste Themen anschneidet, jedoch im Großen und Ganzen den Weg der Komödie nicht verlässt.
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