Filme - Drama

Emmanuelle

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Emmanuelle
EmmanuelleFilme - Drama | mit: Merlant, Noemie (Darsteller), Watts, Naomi (Darsteller), Diwan, Audrey (Regisseur)Bewertung:★★★★★ "Emmanuelle" ist unter den etwas Älteren unter uns ein Erotik-Higlight der Kindheit. Wer hat nicht von den vielen Verfilmungen gehört und diese gesehen und so seine ersten Erfahrungen mit dem Thema gemacht!? Daher ist es auch kein Wunder, dass der Film sofort seine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Natürlich ist es heutzutage nicht mehr der Skandal, wie er damals von französisch-thailändischen Autorin Emmanuelle Arsan ausgelöst wurde. Heutzutage ist alles ein wenig schärfer geworden und damit meine ich nicht unbedingt die sinnliche Darstellung, sondern der überproportionale Konsum von Pornos. Sinnliche, erotische Filme, quasi der berühmte Softporno sind zwar üppig in der Filmlandschaft vertreten, dennoch ist viel Durchschnitt dabei. Wie sich die Neuverfilmung "Emmanuelle" schlägt, erfahrt ihr ein Stück weiter unten.

Mit dabei sind Noémie Merlant („Porträt einer jungen Frau in Flamen", „Tár") die Oscar®-nominierte Naomi Watts („Boss Level"), Will Sharpe („The White Lotus") und Jamie Campbell Bower („Chroniken der Unterwelt"). Der Film hat eine Laufzeit von 1 Stunde und 49 Minuten und kam am 14. Februar als Heimkinoversion heraus.
Handlung Emmanuelle ist eine alleinlebende Karrierefrau, die für eine Luxushotel-Kette als Auditorin in London arbeitet. Sie wird nach Hong Kong in das berühmte Shangri La Hotel geschickt, wo sie Fehler finden soll, damit die Managerin Margot entlassen werden kann. Doch Emmanuelle wird durch einen mysteriösen Fremden aus ihrem Konzept gebracht. Ihr war die Fähigkeit zur Leidenschaft schon lange abhandengekommen und ihre sexuellen Abenteuer liefen eher mechanisch ab. Aber der geheimnisvolle Kei zieht Emmanuelle in einen magischen Bann und sie beginnt ihre Lust neu zu entdecken...BewertungNanu, der Film startete sehr schlecht. Zumindest hatte er keinen Erfolg beim Filmfestival von San Sebastián und auch die Franzosen hatten wohl wenig Spaß im Kino. In Deutschland hingegeben wird der Streifen aber durchaus positiv bewertet. Woran das liegen mag, ich kann es nicht beurteilen. Was ich kann, ist meine Meinung und die ist auch durchaus positiv.

Gefallen hat mir das Setting. "Emmanuelle" spielt fast ausschließlich im Hotel. Das Gebäude ist quasi das sinnliche Gefängnis, indem sich die Hauptfigur einer sexuellen Neuorientierung hergibt. So zumindest die oberflächliche Betrachtung. Doch natürlich ist da mehr. Es findet dann schlussendlich doch eine gründliche Selbstfindung statt.

Auch die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Emmanuelle hat nun einen eigenständigen Job, es gibt Spielereien zwischen ihr und einer Frau und dazu mischt sie sich noch ins Liebesleben eines Paares ein. An erotischen Szenen mangelt es nicht, dennoch sind sie wohldosiert und sind Mittel zum Zweck. Was der Film aber nicht ist, ist ein Skandal. Wir sind mittlerweile so aufgeschlossen, haben in Punkto Erotik schon alles gelesen und gesehen. Ist gibt nicht mehr viel Neues. Von daher ist es ein anderes Filmerlebnis, wie damals. Wir sollten also nicht enttäuscht sein, wenn der Skandal ausbleibt. Fazit
"Emmanuelle" ist eine gute Adaption des Erotikklassikers unserer Jugendzeit, wer übermäßige Erotik, also einen Porno sehen will, wer den Skandal sucht, wird allerdings enttäuscht werden.
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