Comic - Komödie

Engels-Gesichter

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Engels-Gesichter
Engels-GesichterComic - Komödie | mit: einigeBewertung:★★★★★ Es trifft sich, was sich treffen muss. Die Stadt Wuppertal ist auf der einen Seite die Heimatstadt von Friedrich Engels, der am 28. November stolze 200 Jahre alt wird, und auf der anderen ein Ort der Karikatur und Satire. Und da Engels ebenfalls den Zeichenstift nicht aus der Hand legen konnte, ist es kein Wunder, dass ein Comic-Band zu dem Thema Engels-Kommunismus-Satire heraus kommt. Der Verlag "Edition 52" hat sich im Übrigen dazu berufen gefühlt diesen herrlichen Band zu veröffentlichen. Handlung Die Zeichnungen und die Dialoge sind natürlich sehr stark im linken Bereich angeordnet. Kein Wunder, denn es handelt sich ja auch um ein Geburtstagsgeschenk für keinen geringeren als Friedrich Engels, der mit Karl Marx die Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie "Marxismus" entwickelte.
BewertungWarum der Marxismus Marxismus heißt und nicht Englsismus, wird natürlich thematisiert. Und wie!? Mit einer guten Portion Satire, einer die unverkennbar lustig ist. Ich musste so oft lachen, als ich "Engels-Gesichter" in meinen Händen hielt. Natürlich haben mir nicht alle Karikaturen gefallen, dazu ist der Blumenstrauß zu breit gefächert. Dennoch hat es die überwiegende Mehrheit sehr wohl getan.

Gerade der Bezug zur aktuellen Lage wußte zu gefallen. Als Beispiel sei genannt: Flüchtlinge auf einem Schlauchboot unterhalten sich, dass sie besser eine Bank gegründet hätten, denn dann würden sie auf jeden Fall gerettet werden. Sehr zynisch, aber mit einem Funken Wahrheit. Während Banken immer gerettet werden, ertrinken Menschen im Mittelmeer. Die fehlende Menschlichkeit unserer Gesellschaftsform ist immer wieder Bestanteil der Zeichnungen. Reiche wirken arrogant gegenüber dem Normalbürger, der Otto-Normal-Verbraucher muss stets schuften. Ist egal was er macht, er ist immer der Dumme und hat wegen der Seuche Kapitalismus nie eine Chance eine Stufe höher zu kommen. Mit dieser Illusion wird frei gespielt, wie zum Beispiel von einem Beitrag von Thomas Plaßmann. Plaßmann zeigt ein Bild auf dem auf der linken Seite ein reicher Mann mit seinem Geld hantiert. Er kann es in Immobilien, im Ausland oder einfach in Luxus investieren. Hingegen die arme Frau auf der rechten Seite wenige Groschen in Miete, Essen und Heizung stecken muss. Das Ganze läuft unter dem Titel "Deutsche Teilung". Es sind hier viele Aspekte mit aufgeführt. Reich gegen Arm, Ost und West, Verarmung und eine fehlende Selbstreflexion gegenüber anderen. Fazit "Engels-Gesichter" ist wunderprächtige Satire mit einem sehr wichtigen Themenschwerpunkt. Ich kann nur sagen: Kaufen und Weiterempfehlen!
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