Game - Abenteuer
Etrian Odyssey Nexus
Etrian Odyssey NexusGame - Abenteuer | mit: Bewertung:★★★★★ Die Etrian-Odyssey-Reihe findet ihr Ende. Mit Etrian Odyssey Nexus erschien der vorerst letzte Teil der Reihe auf dem Nintendo 3DS. Die in Japan wahnsinnig erfolgreichen Dungeon Crawler haben hierzulande nur vereinzelt ihre Fans, bzw. bleiben vielen Spielerinnen und Spielern ein Rätsel. So ging es bisher auch mir. Nun habe ich mich aber einmal ohne eine wirkliche Ahnung zu haben, was mich erwartet, auf Etrian Odyssey Nexus gestürzt und kann euch davon berichten. Aus Sicht eines Amateurs auf diesem Gebiet, soviel gebe ich zu! Handlung In Etrian Odyssey Nexus wird mit insgesamt viel Dialog eine wenig komplexe Hauptstory erzählt. Prinzessin Persephone hat Abenteurer aus aller Herren Länder zur fliegenden Stadt Maginia rufen lassen. Von dort aus sollen sie ausziehen, um die Geheimnisse des Inselarchipels Lemuria, Heimat des Yggdrasil-Baumes, zu lüften und Ruhm und Schätze finden. Mit dabei ist auch eure Gilde, die ihr frei benennen und mit Abenteurern bestücken könnt. Kleine Storyabschnitte bilden dann aber eher den Rahmen euch von Dungeon zu Dungeon zu führen, als dass sie eine zusammenhängende, bedeutsame Geschichte vermitteln. Trailer BewertungDem Mangel an einer spannenden, mitreißenden Story steht die Möglichkeit gegenüber, seine Truppe komplett selbst zusammenzustellen. Aus insgesamt 19 Klassen lassen sich Charaktere für die eigene Party rekrutieren, selbst benennen und – zugegebenermaßen recht eingeschränkt – äußerlich gestalten. Durch diese Anpassungsmöglichkeiten macht man seine Abenteurergruppe wirklich zu SEINER Eigenen. Dementsprechend können den Charakteren aber natürlich keine Hintergrundgeschichten zugeschrieben werden, was die ohnehin schon dünne Story nicht gerade nach vorne bringt.
Möchte man diesen Punkt ins Positive umkehren, könnte man sagen in Etrian Odyssey Nexus ist eher die Kreativität der Spieler angesprochen. Man denkt sich zu den Figuren in der eigenen Truppe und für die Truppe selbst einen Namen aus, eventuell orientiert man sich dabei an den Fertigkeiten der Kampfklassen, und – hat man nicht gerade vollkommen albrrnê Namen gewählt – schon nach kurzer Zeit wirkt das alles ganz natürlich und selbstverständlich. Die Identifikation mit der eigenen Gilde ist dadurch sehr hoch.
Einige „Quests“ sind, dem Stil der Erzählweise der Story folgend, eher nach dem Pen&Paper-Prinzip designt: Viel Dialog, im Dungeon „entdeckt“ man beispielsweise etwas durch drücken des A-Knopf, was einem aber auch nur per Dialog erläutert wird, Bericht an Auftraggeber, fertig! Ein wenig die Gedanken schweifen und seine eigene Kreativität arbeiten lassen, mag ab und an okay sein. Bei einem Videospiel freue ich mich jedoch, anders als eben bei Büchern, über die Animationen, die gestalterische Umsetzung, den Artstyle, Mimik und Gestik der Charaktere oder die Möglichkeit tatsächlich in der Spielwelt platzierte Objekte oder NPCs zu „entdecken“. All das ist in Etrian Odyssey Nexus nur sehr reduziert der Fall oder ist vollständig durch dialogische Darstellung ersetzt. Das mag seine Fans haben, mir reicht das für ein Videospiel aber nicht.
Was aber, gerade durch die zwei Bildschirme des Nintendo 3DS und das Touchpad auf dem unteren Bildschirm, sehr gut funktioniert, ist die Funktionsweise der Karten der Dungeons. Diese werden nämlich beim Erkunden erst durch die zurückgelegten Wege eingezeichnet. Zusätzlich können mit dem Stylus weitere Wegpunkte, Markierungen und Objekte notiert werden. Das ergibt Sinn und funktioniert blendend und macht ein Stück weit auch die sehr simple Optik der Labyrinthe aus. Die Labyrinthe unterscheiden sich zwar voneinander, sind für sich aber jeweils recht eintönig gestaltet. Diesbezüglich bin ich hin und hergerissen. Einerseits macht das die Umgebung langweilig, andererseits sorgt es dafür, dass man in den Labyrinthen wirklich auf die Kartenfunktion angewiesen ist, da man kaum Anhaltspunkte in der Umgebung hat, an denen man sich sonst orientieren könnte.
Auch gut gelungen sind die RPG-Elemente des Spiels. Es gibt vielseitige Klassen und Subklassen und Fähigkeiten, die für abwechslungsreiche taktische Möglichkeiten sorgen. Um seine Gildenmitglieder aufzuleveln, können Nebenquests abgeschlossen oder das aktuelle Labyrinth wieder und wieder betreten werden, um in den Zufallskämpfen auf Monster zu treffen. Fazit Etrian Odyssey Nexus ist augenscheinlich ein guter Vertreter seines Genres. Die spielerische Vielseitigkeit hinsichtlich der Kampfklassen und anderer Rollenspielelemente sorgen für eine hohe Wiederspielbarkeit, sollte man denn über die mangelnde Tiefe in der Story und den weitestgehend auf dialogische Darstellung reduzierten Artstyle hinwegsehen können. Fans von Dungeon-Crawler-RPGs haben den Titel wahrscheinlich ohnehin bereits auf dem Schirm. Allen anderen kann ich das Spiel bedingt empfehlen, zumindest wenn man ein vielseitiges RPG- und Kampfsystem höher gewichtet als Optik und Story.
ZURÜCK INS ARCHIV
Möchte man diesen Punkt ins Positive umkehren, könnte man sagen in Etrian Odyssey Nexus ist eher die Kreativität der Spieler angesprochen. Man denkt sich zu den Figuren in der eigenen Truppe und für die Truppe selbst einen Namen aus, eventuell orientiert man sich dabei an den Fertigkeiten der Kampfklassen, und – hat man nicht gerade vollkommen albrrnê Namen gewählt – schon nach kurzer Zeit wirkt das alles ganz natürlich und selbstverständlich. Die Identifikation mit der eigenen Gilde ist dadurch sehr hoch.
Einige „Quests“ sind, dem Stil der Erzählweise der Story folgend, eher nach dem Pen&Paper-Prinzip designt: Viel Dialog, im Dungeon „entdeckt“ man beispielsweise etwas durch drücken des A-Knopf, was einem aber auch nur per Dialog erläutert wird, Bericht an Auftraggeber, fertig! Ein wenig die Gedanken schweifen und seine eigene Kreativität arbeiten lassen, mag ab und an okay sein. Bei einem Videospiel freue ich mich jedoch, anders als eben bei Büchern, über die Animationen, die gestalterische Umsetzung, den Artstyle, Mimik und Gestik der Charaktere oder die Möglichkeit tatsächlich in der Spielwelt platzierte Objekte oder NPCs zu „entdecken“. All das ist in Etrian Odyssey Nexus nur sehr reduziert der Fall oder ist vollständig durch dialogische Darstellung ersetzt. Das mag seine Fans haben, mir reicht das für ein Videospiel aber nicht.
Was aber, gerade durch die zwei Bildschirme des Nintendo 3DS und das Touchpad auf dem unteren Bildschirm, sehr gut funktioniert, ist die Funktionsweise der Karten der Dungeons. Diese werden nämlich beim Erkunden erst durch die zurückgelegten Wege eingezeichnet. Zusätzlich können mit dem Stylus weitere Wegpunkte, Markierungen und Objekte notiert werden. Das ergibt Sinn und funktioniert blendend und macht ein Stück weit auch die sehr simple Optik der Labyrinthe aus. Die Labyrinthe unterscheiden sich zwar voneinander, sind für sich aber jeweils recht eintönig gestaltet. Diesbezüglich bin ich hin und hergerissen. Einerseits macht das die Umgebung langweilig, andererseits sorgt es dafür, dass man in den Labyrinthen wirklich auf die Kartenfunktion angewiesen ist, da man kaum Anhaltspunkte in der Umgebung hat, an denen man sich sonst orientieren könnte.
Auch gut gelungen sind die RPG-Elemente des Spiels. Es gibt vielseitige Klassen und Subklassen und Fähigkeiten, die für abwechslungsreiche taktische Möglichkeiten sorgen. Um seine Gildenmitglieder aufzuleveln, können Nebenquests abgeschlossen oder das aktuelle Labyrinth wieder und wieder betreten werden, um in den Zufallskämpfen auf Monster zu treffen. Fazit Etrian Odyssey Nexus ist augenscheinlich ein guter Vertreter seines Genres. Die spielerische Vielseitigkeit hinsichtlich der Kampfklassen und anderer Rollenspielelemente sorgen für eine hohe Wiederspielbarkeit, sollte man denn über die mangelnde Tiefe in der Story und den weitestgehend auf dialogische Darstellung reduzierten Artstyle hinwegsehen können. Fans von Dungeon-Crawler-RPGs haben den Titel wahrscheinlich ohnehin bereits auf dem Schirm. Allen anderen kann ich das Spiel bedingt empfehlen, zumindest wenn man ein vielseitiges RPG- und Kampfsystem höher gewichtet als Optik und Story.