Filme - Drama
Euphoria …es ist nie zu spät
Euphoria …es ist nie zu spätFilme - Drama | mit: von: Lisa Langseth; mit: Alicia Vikander, Eva GreenBewertung:★★★★★ Seit „Ex Machina“ bin ich ein großer Fan von Alicia Vikander und versuche alle ihre Filme zu gucken. Als ich den Trailer zu „Euphoria …es ist nie zu spät“ gesehen habe und Eva Green mitspielte, war ich begeistert. „Den Film muss ich gucken“ habe ich mir gedacht. Leider hatte der Film keinen großen Kinostart hier in Deutschland, deswegen musste ich mich mit dem Release für das heimische Kino begnügen. Handlung Ines und Emilie haben sich seit Jahren nicht gesehen. Doch als ihre Schwester sie zum Urlaub in einem abgelegenen Chalet einlädt, nimmt Ines diese an. Noch weiß Ines aber nicht, dass es sich dabei nicht um einen entspannten Urlaub in einem schönen Häuschen im Wald handelt.
Trailer Bewertung„Euphoria …es ist nie zu spät“ geht einem echt durch Mark und Bein. Im englischsprachigen Debüt der schwedischen Regisseurin Lisa Langseth müssen sich zwei ungleiche Schwestern mit ihrer Kindheit, ihren Gefühlen und den Groll, den sie gegeneinander hegen, auseinandersetzen. Das hätte vielleicht alles sehr schnell ins Klischeehafte abdriften können. Dass die Dialoge funktionieren und die Beziehung zwischen den Schwestern echt wirkt, liegt eindeutig an den Schauspielerinnen. Die grandios spielenden Alicia Vikander und Eva Green haben sich ihre Figuren so sehr einverleibt, dass jedes Wort und jede Handlung sehr natürlich wirkt. Ines, gespielt von Vikander, ist die Kühle, die ihre Emotionen im Griff hat. Emilie, die von Green verkörpert wird, lebt ihre Emotionen aus und sagt, was sie denkt. Dass sich diese beiden grundverschiedene Persönlichkeiten im Laufe des Films immer mehr aneinandergeraten, ist klar. Doch wie dies passiert, wird mit einer solchen Eindringlichkeit dargestellt, dass man einige teilweise ziemlich langatmigen Passagen verzeiht. Denn der Film braucht so seine Zeit, um die Geschichte zu entwickeln. Zwar hat der Film nur knapp über 90 Minuten Laufzeit, trotzdem lässt sich Regisseurin Langseth (die auch für das Drehbuch verantwortlich war), um diese zu erzählen. Warum sich die Schwestern seit Jahren nicht gesehen haben und warum ihre Beziehung so derart den Bach runtergegangen ist, erfährt man nach und nach durch die Diskussionen und die Versöhnungen zwischen den beiden.
Was den Film für mich weiter aufgewertet hat, war die Musik. Lisa Holmqvist schafft es, die tollen Bilder mit einem unaufdringlichen, aber dennoch sehr präsenten Soundtrack zu untermalen. Obwohl mir ihre Musik sehr gefallen hat, muss ich wenn ich an den Film denke, an David Bowie denken. Denn der Song „Rock ‘N’ Roll Suicide“ vom Album „Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars“ wird in einer sehr schönen Szene zwischen Eva Green und Charlotte Rampling, die Emilies Begleiterin spielt, eingesetzt und auch im Abspann gespielt.
Was für eine 5-Sterne-Wertung aber gefehlt hat, war eine tiefere und bessere ausgearbeitete Botschaft. Denn Ines Behauptung „Nur weil jemand stirbt, macht ihn das nicht zu etwas Besonderem“, wird zwar widerlegt, aber nicht auf eine ausgefeilte Art und Weise. Da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht.
Fazit „Euphoria …es ist nie zu spät“ ist ein tolles Drama um die Beziehung zweier Schwestern, die sich mit sich selbst und ihren Gefühlen zueinander auseinandersetzen müssen. Der absolute Highlight waren definitiv die Schauspielerinnen Eva Green und Alicia Vikander, die die Hauptfiguren spielen. Obwohl ich den Film wirklich gut fand, hätte ich mir eine aussagekräftigere Botschaft am Ende des Films gewünscht.
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Trailer Bewertung„Euphoria …es ist nie zu spät“ geht einem echt durch Mark und Bein. Im englischsprachigen Debüt der schwedischen Regisseurin Lisa Langseth müssen sich zwei ungleiche Schwestern mit ihrer Kindheit, ihren Gefühlen und den Groll, den sie gegeneinander hegen, auseinandersetzen. Das hätte vielleicht alles sehr schnell ins Klischeehafte abdriften können. Dass die Dialoge funktionieren und die Beziehung zwischen den Schwestern echt wirkt, liegt eindeutig an den Schauspielerinnen. Die grandios spielenden Alicia Vikander und Eva Green haben sich ihre Figuren so sehr einverleibt, dass jedes Wort und jede Handlung sehr natürlich wirkt. Ines, gespielt von Vikander, ist die Kühle, die ihre Emotionen im Griff hat. Emilie, die von Green verkörpert wird, lebt ihre Emotionen aus und sagt, was sie denkt. Dass sich diese beiden grundverschiedene Persönlichkeiten im Laufe des Films immer mehr aneinandergeraten, ist klar. Doch wie dies passiert, wird mit einer solchen Eindringlichkeit dargestellt, dass man einige teilweise ziemlich langatmigen Passagen verzeiht. Denn der Film braucht so seine Zeit, um die Geschichte zu entwickeln. Zwar hat der Film nur knapp über 90 Minuten Laufzeit, trotzdem lässt sich Regisseurin Langseth (die auch für das Drehbuch verantwortlich war), um diese zu erzählen. Warum sich die Schwestern seit Jahren nicht gesehen haben und warum ihre Beziehung so derart den Bach runtergegangen ist, erfährt man nach und nach durch die Diskussionen und die Versöhnungen zwischen den beiden.
Was den Film für mich weiter aufgewertet hat, war die Musik. Lisa Holmqvist schafft es, die tollen Bilder mit einem unaufdringlichen, aber dennoch sehr präsenten Soundtrack zu untermalen. Obwohl mir ihre Musik sehr gefallen hat, muss ich wenn ich an den Film denke, an David Bowie denken. Denn der Song „Rock ‘N’ Roll Suicide“ vom Album „Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars“ wird in einer sehr schönen Szene zwischen Eva Green und Charlotte Rampling, die Emilies Begleiterin spielt, eingesetzt und auch im Abspann gespielt.
Was für eine 5-Sterne-Wertung aber gefehlt hat, war eine tiefere und bessere ausgearbeitete Botschaft. Denn Ines Behauptung „Nur weil jemand stirbt, macht ihn das nicht zu etwas Besonderem“, wird zwar widerlegt, aber nicht auf eine ausgefeilte Art und Weise. Da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht.
Fazit „Euphoria …es ist nie zu spät“ ist ein tolles Drama um die Beziehung zweier Schwestern, die sich mit sich selbst und ihren Gefühlen zueinander auseinandersetzen müssen. Der absolute Highlight waren definitiv die Schauspielerinnen Eva Green und Alicia Vikander, die die Hauptfiguren spielen. Obwohl ich den Film wirklich gut fand, hätte ich mir eine aussagekräftigere Botschaft am Ende des Films gewünscht.