Filme - Action
Exiled
ExiledFilme - Action | mit: Anthony Wong, Francis Ng, Simon YamBewertung:★★★★★ Johnnie Tos Gangsterdrama verbindet die spektakuläre Action des Hong-Kong-Kinos mit wirklich berührenden Charaktermomenten. Gerade für den Einstieg in das Werk von Johnnie To bietet eine exzellente Mischung aus den wiederkehrenden Elementen, die seine Filme zu so herausstechenden Werken machen. Handlung
Das Leben als Gangster sorgt dafür, dass eine Gruppe von einstigen Freunden nun auf unterschiedlichen Seiten stehen. Ein Mordauftrag sorgt für allerlei Komplikationen und schwierige Entscheidungen. Loyalität zu ihrem Boss oder zu ihrem alten Freund – wofür werden sie sich entscheiden? Trailer BewertungAuch wenn sein Name neben chinesischen Regie-Größen wie Wong Kar-Wai, Edward Yang und John Woo selbst für Freunde des asiatischen Kinos leider nur selten fällt, hat sich Johnnie To in seiner bis jetzt knapp drei Jahrzehnten andauernden Karriere ein beachtliches Werk geschaffen. Ein Hauptaugenmerk in seinem Schaffen liegt dabei auf den im Hong-Kong-Kino so verwurzelten Gangsterfilmen. Jedoch ist To nicht nur an Schießereien und möglichst übertrieben choreografierten Martial-Arts-Szenen interessiert. In seinen Filmen findet sich auch immer wieder ein wirklich starkes und ausgeprägtes menschliches Element, welches die Geschichten erst so besonders macht.
Auch in „Exiled“, welcher 2006 erstmals veröffentlicht wurde, schafft den Spagat zwischen Gangsterfilm und Drama mit Bravour. Zusammen mit Schauspielern wie Simon Yam, Francis Ng oder Lam Suet, die häufiger in Filmen von To zu sehen sind, wird die Geschichte des Films ruhig, aber sicherlich nicht langsam erzählt. Die erste Szene und ihre fiebrige Atmosphäre setzt einen guten Standard für den Rest des Films und macht klar, was für eine Geschichte wir hier zu erwarten haben.
Die Zusammenarbeit von Johnnie To und Kameramann Cheng Siu-keung resultiert in einem wirklich ungewöhnlich dynamischen Gangsterfilm. Hier stimmt einfach so gut wie alles – Anleihen an den Western, irre Kamerafahrten und poetische Bildsprache. Das ist eines dieser Merkmale, die einen To-Film eben so über den Rest heben.
Die Geschichte ist hierbei ebenfalls sehr tragisch veranlagt und bietet neben den spannungsgeladenen Showdown, diverse wirklich rührende Momente der Menschlichkeit in einem Milieu, welches ansonsten feindseliger kaum sein könnte.
Fazit Gerade wenn man ins Schaffen von Johnnie To einsteigen möchte, gibt es kaum einen besseren Anfangspunkt als „Exiled“. Die Mischung aus Tos typischen Inszenierungselementen und dem spannenden Charakterdrama ist eine gute Präsentation für Tos Stärken und zeigt, warum seine Filme heutzutage eigentlich viel bekannter sein müssten.
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Das Leben als Gangster sorgt dafür, dass eine Gruppe von einstigen Freunden nun auf unterschiedlichen Seiten stehen. Ein Mordauftrag sorgt für allerlei Komplikationen und schwierige Entscheidungen. Loyalität zu ihrem Boss oder zu ihrem alten Freund – wofür werden sie sich entscheiden? Trailer BewertungAuch wenn sein Name neben chinesischen Regie-Größen wie Wong Kar-Wai, Edward Yang und John Woo selbst für Freunde des asiatischen Kinos leider nur selten fällt, hat sich Johnnie To in seiner bis jetzt knapp drei Jahrzehnten andauernden Karriere ein beachtliches Werk geschaffen. Ein Hauptaugenmerk in seinem Schaffen liegt dabei auf den im Hong-Kong-Kino so verwurzelten Gangsterfilmen. Jedoch ist To nicht nur an Schießereien und möglichst übertrieben choreografierten Martial-Arts-Szenen interessiert. In seinen Filmen findet sich auch immer wieder ein wirklich starkes und ausgeprägtes menschliches Element, welches die Geschichten erst so besonders macht.
Auch in „Exiled“, welcher 2006 erstmals veröffentlicht wurde, schafft den Spagat zwischen Gangsterfilm und Drama mit Bravour. Zusammen mit Schauspielern wie Simon Yam, Francis Ng oder Lam Suet, die häufiger in Filmen von To zu sehen sind, wird die Geschichte des Films ruhig, aber sicherlich nicht langsam erzählt. Die erste Szene und ihre fiebrige Atmosphäre setzt einen guten Standard für den Rest des Films und macht klar, was für eine Geschichte wir hier zu erwarten haben.
Die Zusammenarbeit von Johnnie To und Kameramann Cheng Siu-keung resultiert in einem wirklich ungewöhnlich dynamischen Gangsterfilm. Hier stimmt einfach so gut wie alles – Anleihen an den Western, irre Kamerafahrten und poetische Bildsprache. Das ist eines dieser Merkmale, die einen To-Film eben so über den Rest heben.
Die Geschichte ist hierbei ebenfalls sehr tragisch veranlagt und bietet neben den spannungsgeladenen Showdown, diverse wirklich rührende Momente der Menschlichkeit in einem Milieu, welches ansonsten feindseliger kaum sein könnte.
Fazit Gerade wenn man ins Schaffen von Johnnie To einsteigen möchte, gibt es kaum einen besseren Anfangspunkt als „Exiled“. Die Mischung aus Tos typischen Inszenierungselementen und dem spannenden Charakterdrama ist eine gute Präsentation für Tos Stärken und zeigt, warum seine Filme heutzutage eigentlich viel bekannter sein müssten.