Comic - Drama

Fahrenheit 451

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Fahrenheit 451
Fahrenheit 451 Comic - Drama | mit: Víctor Santos (Illustrator), Ray Bradbury (Redakteur), Silvano Loureiro Pinto (Übersetzer)Bewertung:★★★★★ Der Titel hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und wurde bereits einige Male adaptiert. Seinen Ursprung hatte er im Jahr 1951, als die Novelle "The Fire Man" veröffentlicht wurde. Zwei Jahre später schrieb Ray Bradbury einen Roman und dieses Datum ist dann quasi die Geburtsstunde der Story. Natürlich machte auch Hollywood nicht halt vor dem interessanten Stoff und so verfilmte François Truffaut 1966 das Buch erstmalig. Weitere Projekte folgten, die sich aber auch nur an die Handlung angelehnt haben und sich ein wenig künstlerische Freiheit herausgenommen haben. An dieser Stelle sei der Film "Equilibrium" (2002) mit Christian Bale genannt.

Mit "FAHRENHEIT 451" hat nun aber auch das Medium Comic sich dem Thema angenommen und hierzulande veröffentlicht der Verlag "Cross Cult" im Mai 2024 in einem ansehnlichen Hardcover den "alten Schinken" in einem neuen Look. Ein Stück weiter unten ist (wie immer) meine Meinung darüber zu finden. Handlung Guy Montag ist Feuerwehrmann, aber in Fahrenheit 451 besteht seine Aufgabe nicht darin, Brände zu löschen, sondern Bücher zu verbrennen, ein Gegenstand, der verboten ist, weil er Zwietracht und Leid verursacht. Der mechanische Jagdhund der Feuerwehr, bewaffnet mit einer tödlichen Injektion, begleitet von Hubschraubern, ist bereit, Dissidenten aufzuspüren, die noch Bücher aufbewahren und lesen.Bewertung Der Stoff ist natürlich einmalig und super interessant. Ich glaube seit der Seite eins und zwar ganz genau beim ersten Panel hatte mich das Thema fest im Griff. Die Übersetzung zur heutigen Gesellschaft und das Leben allgemein trifft den Nagel doch auf den Kopf. Funktioniert im System und dann ist alles gut. Das System macht aber auch krank. Es belastet, Menschen wollen frei sein, sie brechen aus. Auch die Vollstrecker an sich, in diesem Fall die Feuerwehrmänner kommen ins Grübeln. So beginnt es. Das sich auch bereits am Anfang Parallelen zu unserem heutigen Leben auftun, ist verblüffend. Es mischen sich Verschwörungsmyhten ein. Diesmal nur anders herum. Die gelebte Wahrheit des Systems ist die Verschwörung. Interessant, wenn der Spieß einmal umgedreht wird.

Optisch reiht sich die Ausgabe perfekt in die damalige Zeit. Das Gefühl direkt in den 50er oder 60er zu stecken, umrahmte mich beim Lesen. Dennoch sind die Zeichnungen nicht daran angelehnt, enthalten moderne Ansätze. Vielleicht ist es einfach der historische Hintergrund gewesen, der mich dazu verleiten lies. Die Grundstimmung ist gut eingefangen, denn sie vermittelt etwas düsteres. Zeichner Victor Santos ist aber nicht zurecht in aller Munde ("Polar"). Der Mann hat etwas drauf.

Als Extra gibt es einige Infos zum Zeichner und zu der Entstehung der Charaktere.
Fazit "FAHRENHEIT 451" ist eine sehr gute Adaption und heizt dem Leser ordentlich ein!
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