Filme - Komödie

Faking Bullshit

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Faking Bullshit
Faking BullshitFilme - Komödie | mit: Mädel, Bjarne , Acar, Erkan , Tkotsch, Sina und Topol, AdrianBewertung:★★★★★ Regisseur Alexander Schubert feiert mit "Faking Bullshit" sein Debüt und kann sich "gelungen" auf die Fahne schreiben. Im Großen und Ganzen kann die Polizeikomödie das halten, was eine Komödie verspricht. Überspitzter Humor gehört genauso dazu, wie Darsteller, die in die Kulisse des Hinterlandes passen. Dem starken Anfang folgt ein durchschnittliches Ende und somit gibt es verdientermaßen drei von fünf Geek Whisper Sterne.
Handlung Eine verschlafene Kleinstadt, irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Für die Polizisten Deniz (Erkan Acar), Rocky (Adrian Topol), und das Ehepaar Netti (Sanne Schnapp) und Hagen (Alexander Hörbe) gibt es hier nahezu nichts zu tun. Doch dieser zufriedenstellende und liebgewonnene Zustand, wird für die befreundeten Beamten schlagartig zum Problem, als überraschend Tina (Sina Tkotsch) auf ihrer Wache auftaucht. Tina wurde beauftragt, die Abwicklung der Wache 23 einzuleiten. Angesichts mangelnder Kriminalität hält man die Kollegen hier offenbar für entbehrlich.

Doch im Gegensatz zu ihrem direkten Vorgesetzten Rainer (Alexander von Glenck) wollen sich Deniz, Rocky, Netti und Hagen nicht so einfach mit dem Ende ihrer Wache abfinden. Um ihre Arbeitsplätze zu retten beschließen die Polizisten, kurzerhand die Seiten zu wechseln und wohl oder übel selbst für Straftaten zu sorgen, ganz nach dem Motto: „Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche!“ Im Obdachlosen Klaus (Bjarne Mädel), finden die Polizisten schnell jemanden, dem sie das ein oder andere in die Schuhe schieben können. Trailer BewertungAm Anfang bekommt der Zuschauer das Gefühl, dass "Faking Bullshit" eine Art neues "Hot Shots" oder "Nackte Kanone" ist. Unglaublich stark beginnt der Film und drückt auf die Lachmuskeln. Überraschend, clever und tolle Wirkungstreffer! Doch allmählich, mit dem Einsetzen der Handlung, beginnt es normal zu werden. Die Schenkelklopfer werden weniger, das Überspitzte bleibt, doch insgesamt entwickelt sich der Streifen hin zu einer "normalen" Komödie. Etwas schade, denn mit dem Niveau am Anfang hätte es mit dem Attribut "Kassenschlager" aufwarten können. Die Story entwickelt sich sogar eher zu einem normalen Kriminalfall, was in so vielen vergleichenbaren Produktionen auch der Fall ist, aber das Ende ist dann auch irgendwie das Schlechteste an "Faking Bullshit".

Die schwedische Komödie "Kopf" diente "Faking Bullshit" als Vorlage. Zwischen beiden Werken stehen jedoch Welten und der heimische Film lässt im Vergleich Federn. Er ist mutig, setzt sich klar für Political Correctness ein, geht dann aber nicht weit genug und macht den Bogen um die schmerzhaften Stellen.

Die Schauspieler, insbesondere Erkan Acar und Bjarne Mädel, sind eindeutig die großen Zugpferde. Mädel kann mit seinen punktuellen Auftritten als Obdachloser punkten und seine Moralpredigt geht in dem Political Correctness leider ein wenig unter, weil er doch lange Zeit als "Penner" dargestellt wird, dem sämtliche Menschenwürde genommen wurde. Erkan Acar passt wie die Faust aufs Auge ins Drehbuch. Er spielt Deniz perfekt. Sicherlich bekommt er für seine Leistung nicht den Oscar, aber ein Auge sollten wir auf ihn haben... Fazit "Faking Bullshit" macht einiges richtig, hat einen guten Start, der die Lachmuskeln beansprucht, lässt dann aber nach, sodass insgesamt die Note drei von fünf verliehen wird.
ZURÜCK INS ARCHIV