Filme - Thriller

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Veröffentlicht am 30.11.-0001
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FeedbackFilme - Thriller | mit: Eddie Marsan, Paul Anderson, Richard BrakeBewertung:★★★★★ Das Spielfilmdebüt von Regisseur Pedro C. Alonso kann zwar mit der dichten Atmosphäre eines Kammerspiels aufwarten, verliert sich allerdings im Strudel der Gewalt und kann aus den anfangs noch interessanten Themen kaum Profit schlagen. So bleibt leider nicht mehr als ein Standard-Thriller mit einem gut aufgelegten Eddie Marsan, der ansonsten eher selten in der Hauptrolle zu sehen ist. Handlung Was für den kontroversen Radio-Reporter Jarvis Dolan wie ein regulärer Arbeitstag beginnt, entpuppt sich schon bald als Albtraum, nachdem Unbekannte mit Waffengewalt das Studio stürmen und Jarvis dazu zwingen, seine Sendung fortzusetzen. Schon bald wird klar, dass die maskierten Eindringlinge an einem bestimmten Kapitel aus Dolans Vergangenheit interessiert sind… Trailer BewertungNach ein wenig Recherche wird man überrascht sein, aber es gibt tatsächlich genug Filme, die sich entweder mit dem Radio auseinandersetzen oder sogar exklusiv in einer Radiostation spielen, um daraus ein Subgenre zu machen. Von Geheimtipps wie „Radio Silence“ oder „Pontypool“ über Filme wie „Sadistico“, die mit ganz großen Stars aufwarten können, gibt es einige Vertreter dieser ungewöhnlichen Gattung.

„Feedback“ präsentiert sich als Kammerspiel. Die Radiostation, in der Jarvis Dolan seine Schock-Monologe in den Äther sendet, wirkt klaustrophobisch. Schon bevor die bewaffneten Maskenmänner in die Station eindringen, wirkt der ganze Raum auf eigenartige Weise bedrohlich. In Sachen Atmosphäre kann die Inszenierung von Regie-Debütant Pedro C. Alonso dahingehend punkten.

Auch erzählerisch wirft der Film einige Themen auf, die durchaus aktuell und spannend daherkommen. Die #MeToo-Bewegung, aber auch Trump und Brexit finden sich im Film wieder und geben dem Film einen gewissen tagesaktuellen Bezug, der so nur selten in Filmen dieser Güteklasse zu sehen ist. Jedoch macht Alonso aus den vielen Ideen nur wenig. Die Themen laufen größtenteils ins Leere oder müssen sich dem allgemeinen Blutvergießen unterordnen. Nun erwartet man von solchen Filmen keine allzu ernste Auseinandersetzung mit solchen Themen, aber ein bisschen mehr wäre durchaus drin gewesen; speziell da die Coda des Films dann auch noch relativ wenig zu sagen hat.

Ein unbestrittener Höhepunkt des Films ist eindeutig das Casting, denn neben Eddie Marsan, der sonst kaum die Möglichkeit bekommt, eine Hauptrolle zu spielen, dürfen auch andere Dauer-Nebendarsteller wie Paul Anderson oder Richard Brake mal ihr Talent in größeren Rollen präsentieren.
Fazit Insgesamt macht das Spielfilmdebüt von Pedro C. Alonso einen sehr zwiespältigen Eindruck. Visuell gesehen verpackt er das Kammerspiel mithilfe seines Kameramanns Ángel Iguácel in wirklich ansprechende Bilder und weiß auch mit einigen derben Gewaltszenen zu schockieren, aber inhaltlich wirkt das Ganze enorm unausgegoren. Am Ende des Tages darf man hoffen, dass dies nur der bescheidene Anfang einer großen Karriere ist, denn für sich allein gestellt, ist „Feedback“ eher Mittelmaß.
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