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Filme für Feinschmecker am Lido
Filme für Feinschmecker am Lido Sponsored Conent
Bei all dem Starrummel, den roten Teppichen und der atemlosen Berichterstattung über Begleiterscheinungen in diversen Boulevardmagazinen geraten die eigentlichen Zielsetzungen der Filmfestspiele von Venedig schon hin und wieder mal in den Hintergrund. In der langen Reihe von Filmfestivals, Preisverleihungen und Filmfestspielen rund um den Globus haben die Internationalen Filmfestspiele von Venedig immer schon eine besondere Rolle eingenommen. Das schon 1932 gegründete Festival legte immer schon Wert auf Filme abseits des Mainstreams, auch und vor allem solche aus europäischer Produktion. Immerhin wurden die Festspiele gegründet, um die Rolle des Films für die zeitgenössische Kunst hervorzuheben und viele der großen Publikumsmagneten im Kino kann man heute nur noch schwerlich als Kunst bezeichnen. Daher gab es in Venedig dieses Jahr wieder einige Perlen der Filmkunst zu entdecken, die es im kommerziellen Betrieb eher schwer haben dürften.
Platz für Publikumsrenner und Nischenfilme
Das soll jedoch nicht heißen, dass es in Venedig ausschließlich um Filme geht, die sich nur einem erlesenen Publikum aus Cineasten erschließen. Wie immer waren auch in diesem Spätsommer wieder etliche aufregende Streifen beim Filmfest von Venedig am Start, bei denen die Kinokasse relativ laut klingeln dürfte. Doch ein Blick auf die Liste der Gewinner des Goldenen Löwen in den vergangenen Jahren zeigt ganz klar, dass Publikumswirksamkeit für die Jury in Venedig definitiv nicht das wichtigste Kriterium für die Entscheidung ist. Und so gibt es bei den diesjährigen Preisträgern wieder einmal einige Filme, die man im Aushang an der Kinokasse lange suchen muss, die dafür aber hohe Ansprüche an Unterhaltung erfüllen und der Definition von zeitgenössischer Kunst zumindest näher kommen.
Verborgene Perlen im Festspielkalender
Dass es am Ende "Joker" sein würde, der in diesem Jahr den Goldenen Löwen abräumte, ist im Vergleich mit den Preisvergaben der Vorjahre eher als Überraschung anzusehen, denn die Comic-Verfilmung mit Bradley Cooper ist ohne jeden Zweifel im Mainstream anzusiedeln. Hinter dem Preisträger aber finden sich einige Werke, die Beachtung verdienen. Dazu gehört zum Beispiel "The Painted Bird", ein Film voller Sadismus, Hass und Gewalt, der zwar nichts für zarte Seelen ist, aber meisterhaft inszeniert - und dank seiner osteuropäischen Herkunft einen neuen Blick auf die schon oft besprochene Zeit des Dritten Reichs wirft.
Einen ungewöhnlich heiteren Blick auf die Frage der Gleichberechtigung wirft die saudisch-deutsche Koproduktion "The Perfect Candidate", der allein wegen der Herangehensweise und der politischen Bedeutung einen längeren Blick wert ist. Und "Wasp Network" ist ein Film aus Frankreich und Belgien, der jedoch die französische Filmtradition hinter sich zu lassen versteht und stattdessen durchaus auch den Geschmack des amerikanischen Publikums treffen könnte, sofern er unter den richtigen Umständen vorgestellt wird. So ist es am Ende in Venedig wieder wie jedes Jahr: Wer auf der Suche nach Kinoperlen ist, der kann in der Liste der Filme von den Filmfestspielen am Lido durchaus fündig werden. Venedig erweist sich damit wieder einmal als gutes Pflaster für Cineasten, auch wenn die Hauptrolle in diesem Jahr doch eher in die Kategorie der üblichen Verdächtigen vergeben worden ist.
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Bei all dem Starrummel, den roten Teppichen und der atemlosen Berichterstattung über Begleiterscheinungen in diversen Boulevardmagazinen geraten die eigentlichen Zielsetzungen der Filmfestspiele von Venedig schon hin und wieder mal in den Hintergrund. In der langen Reihe von Filmfestivals, Preisverleihungen und Filmfestspielen rund um den Globus haben die Internationalen Filmfestspiele von Venedig immer schon eine besondere Rolle eingenommen. Das schon 1932 gegründete Festival legte immer schon Wert auf Filme abseits des Mainstreams, auch und vor allem solche aus europäischer Produktion. Immerhin wurden die Festspiele gegründet, um die Rolle des Films für die zeitgenössische Kunst hervorzuheben und viele der großen Publikumsmagneten im Kino kann man heute nur noch schwerlich als Kunst bezeichnen. Daher gab es in Venedig dieses Jahr wieder einige Perlen der Filmkunst zu entdecken, die es im kommerziellen Betrieb eher schwer haben dürften.
Platz für Publikumsrenner und Nischenfilme
Das soll jedoch nicht heißen, dass es in Venedig ausschließlich um Filme geht, die sich nur einem erlesenen Publikum aus Cineasten erschließen. Wie immer waren auch in diesem Spätsommer wieder etliche aufregende Streifen beim Filmfest von Venedig am Start, bei denen die Kinokasse relativ laut klingeln dürfte. Doch ein Blick auf die Liste der Gewinner des Goldenen Löwen in den vergangenen Jahren zeigt ganz klar, dass Publikumswirksamkeit für die Jury in Venedig definitiv nicht das wichtigste Kriterium für die Entscheidung ist. Und so gibt es bei den diesjährigen Preisträgern wieder einmal einige Filme, die man im Aushang an der Kinokasse lange suchen muss, die dafür aber hohe Ansprüche an Unterhaltung erfüllen und der Definition von zeitgenössischer Kunst zumindest näher kommen.
Verborgene Perlen im Festspielkalender
Dass es am Ende "Joker" sein würde, der in diesem Jahr den Goldenen Löwen abräumte, ist im Vergleich mit den Preisvergaben der Vorjahre eher als Überraschung anzusehen, denn die Comic-Verfilmung mit Bradley Cooper ist ohne jeden Zweifel im Mainstream anzusiedeln. Hinter dem Preisträger aber finden sich einige Werke, die Beachtung verdienen. Dazu gehört zum Beispiel "The Painted Bird", ein Film voller Sadismus, Hass und Gewalt, der zwar nichts für zarte Seelen ist, aber meisterhaft inszeniert - und dank seiner osteuropäischen Herkunft einen neuen Blick auf die schon oft besprochene Zeit des Dritten Reichs wirft.
Einen ungewöhnlich heiteren Blick auf die Frage der Gleichberechtigung wirft die saudisch-deutsche Koproduktion "The Perfect Candidate", der allein wegen der Herangehensweise und der politischen Bedeutung einen längeren Blick wert ist. Und "Wasp Network" ist ein Film aus Frankreich und Belgien, der jedoch die französische Filmtradition hinter sich zu lassen versteht und stattdessen durchaus auch den Geschmack des amerikanischen Publikums treffen könnte, sofern er unter den richtigen Umständen vorgestellt wird. So ist es am Ende in Venedig wieder wie jedes Jahr: Wer auf der Suche nach Kinoperlen ist, der kann in der Liste der Filme von den Filmfestspielen am Lido durchaus fündig werden. Venedig erweist sich damit wieder einmal als gutes Pflaster für Cineasten, auch wenn die Hauptrolle in diesem Jahr doch eher in die Kategorie der üblichen Verdächtigen vergeben worden ist.