Filme - Dokumentarfilm
Fly Rocket Fly
Fly Rocket FlyFilme - Doku | mit: Lutz Kayser, Helmut Borcherdt, Frank WukaschBewertung:★★★★★ Bevor Elon Musk mit seinen großen (oder größenwahnsinnigen) Plänen der privaten Raumfahrt auf sich aufmerksam gemacht hat, gab es den deutschen Raketen-Ingenieur Lutz Kayser und seine OTRAG. Diese Dokumentation zeigt den Mann hinter dem Unternehmen, seine Vision und die Gefahren, die der private Raketenbau in Zeiten des Kalten Krieges mit sich brachte. Trailer BewertungAuch wenn der Name Lutz Kayser heutzutage sicher nicht jedem geläufig ist – so besteht seine Wikipedia-Seite tatsächlich nur aus den Eckdaten seines spannenden Lebens – muss man nach dem Schauen von „Fly Rocket Fly“ feststellen, dass hier eine wirklich hollywoodreife Lebensgeschichte erzählt wird. Kayser, der 1939 in Stuttgart geboren wurde, interessierte sich schon früh für Technik und speziell für die Luft- und Raumfahrt, was er schließlich auch studierte. Rein zufällig kommt der Kontakt zum Financier von Mobutu Sese Seko zustande, dem Präsidenten der Republik Zaire. So baute seine Firma, die Orbital Transport- und Raketen Aktiengesellschaft (OTRAG) dann in den 70er-Jahren in dem mittelafrikanischen Land den benötigten Startplatz für die eigenen Raketenstarts.
Der Aufbau der Startplattform und der umliegenden Gebäude ist dann im Film sogar eines der großen Highlights. So wollen die deutschen Techniker und Ingenieure nicht auf ihre deutschen Speisen und Getränke verzichten, ordern Bier und Wein aus der Heimat und stellen selbst Würstchen her. Selbst eine Räucherkammer muss sein, um zwischen der hochwissenschaftlichen Arbeit fürs leibliche Wohl zu sorgen.
Doch auch wenn Zaires Präsident Mobutu den deutschen Raketenbauern aus einem gewissen Eigensinn wohlgesonnen ist, so vermuten die Geheimdienste der USA und Sowjetunion hier einen Risikofaktor, denn Kayser macht keinen Hehl daraus, dass er mit seinen Raketen - gegen entsprechende Bezahlung - auch Satelliten in eine Umlaufbahn bringen könnte, was die beiden Supermächte so gar nicht wollen.
„Fly Rocket Fly“ zeigt den schmalen Grad zwischen innovativer Vision und zu großen Ambitionen. Die Lebensgeschichte von Lutz Kayser und die Geschichte der OTRAG wird hierbei mit teils wirklich super starkem und neu abgetastetem Archivmaterial und Interviews mit beteiligten Personen erzählt. Die Antwort auf die Frage, warum allerdings noch niemand aus dieser Story einen Spielfilm gemacht hat, bleibt auch die ansonsten faszinierende Doku von Oliver Schwehm schuldig.
Fazit „Fly Rocket Fly“ wirft einen Blick auf die interessante Geschichte des „German Rocketman“ Lutz Kayser und der OTRAG, mit der er nach den Sternen griff. Die Doku ist durchweg unterhaltsam und erzählt dabei eine Geschichte, wie sie sonst nur Hollywood schreibt.
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Der Aufbau der Startplattform und der umliegenden Gebäude ist dann im Film sogar eines der großen Highlights. So wollen die deutschen Techniker und Ingenieure nicht auf ihre deutschen Speisen und Getränke verzichten, ordern Bier und Wein aus der Heimat und stellen selbst Würstchen her. Selbst eine Räucherkammer muss sein, um zwischen der hochwissenschaftlichen Arbeit fürs leibliche Wohl zu sorgen.
Doch auch wenn Zaires Präsident Mobutu den deutschen Raketenbauern aus einem gewissen Eigensinn wohlgesonnen ist, so vermuten die Geheimdienste der USA und Sowjetunion hier einen Risikofaktor, denn Kayser macht keinen Hehl daraus, dass er mit seinen Raketen - gegen entsprechende Bezahlung - auch Satelliten in eine Umlaufbahn bringen könnte, was die beiden Supermächte so gar nicht wollen.
„Fly Rocket Fly“ zeigt den schmalen Grad zwischen innovativer Vision und zu großen Ambitionen. Die Lebensgeschichte von Lutz Kayser und die Geschichte der OTRAG wird hierbei mit teils wirklich super starkem und neu abgetastetem Archivmaterial und Interviews mit beteiligten Personen erzählt. Die Antwort auf die Frage, warum allerdings noch niemand aus dieser Story einen Spielfilm gemacht hat, bleibt auch die ansonsten faszinierende Doku von Oliver Schwehm schuldig.
Fazit „Fly Rocket Fly“ wirft einen Blick auf die interessante Geschichte des „German Rocketman“ Lutz Kayser und der OTRAG, mit der er nach den Sternen griff. Die Doku ist durchweg unterhaltsam und erzählt dabei eine Geschichte, wie sie sonst nur Hollywood schreibt.