Comic - Geschichte
FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE
FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHEComic - Geschichte | mit: Bertrand Galic (Autor), Roger Vidal Bewertung:★★★★★ Atomkraft nein danke! Ja, ich bin klar positioniert. Wer eine andere Meinung hat, sollte die Miniserie von den Sendern "HBO" und "Sky"sehen. Danach kann man diese Technik nicht mehr für gut befinden. Ihr merkt, ich bin auch ein Nerd und erkläre anhand von Serien, Filmen und Comics... Wenn ihr noch immer nicht überzeugt seid, dann holt euch das Comic "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE" und spätestens dann, steht ihr in der ersten Reihe der Anti-Atomkraft-Bewegung. Ich würde beide Medien nicht vergleichen wollen. Nur eben in dem Punkt, dass beide Pionierarbeit leisten - in Sachen Aufklärung! Handlung Am 11. März 2011 löste ein verheerendes Erdbeben vor der Küste Japans einen Tsunami aus, der eines der größten Kraftwerke der Welt, Fukushima Daiichi, erschütterte. Die unvergleichliche Gewalt der Naturkatastrophe führte zu einem technologischen Desaster.
Ein quälender Countdown nimmt seinen Anfang ... und die ersten fünf Tage sollen sich als entscheidend erweisen. In einer völlig zerstörten Welt, in der die Gebäude in undurchdringliche Dunkelheit getaucht sind, sehen sich Mitarbeiter eines Kernkraftwerks mit fatalen Explosionen und giftiger Strahlung konfrontiert.
Unter der Leitung von Masao Yoshida, dem Betriebsleiter der Anlage, legen die Mitarbeiter großen Mut, Einfallsreichtum und einen unglaublichen Opfersinn an den Tag, um sich diesem schrecklichen Unglück entgegenzustellen …
Einige Monate später bittet eine Untersuchungskommission Yoshida zu Wort: Dies ist sein Bericht.BewertungVielleicht ist es dem Ereignis selbst geschuldet, aber ich konnte gar nicht anders und dem Werk von Bertrand Galic und Roger Vidal die Bestnote verleihen. Es liegt einfach an dem Gesamtangebot. Zunächst werden die wichtigsten Fakten in der Story aufgelistet. Es wird nicht lange geschwafelt und lamentiert. Es gibt keine Vorgeschichte. Beziehungen werden nur oberflächlich behandelt. In "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE" geht es eben nur um die Geschichte. Es kommen zwar die Arbeiter zur Wort, sie werden den Ereignissen entsprechend auch gut dargestellt. Ängste und Emotionen haben dabei ihren Anteil. Doch die Story besinnt sich immer und immer wieder auf die Chronik der Ereignisse. Vielleicht gefällt das nicht jedem, aber mich hat es begeistert. Und dann kam auch noch die Tatsache dazu, dass es reichlich Material im Anhang gibt. Super genial, passend zum Thema - selbstverständlich. In diesem Material wird viel erklärt und es kommen Fakten zur Untersuchung ans Tageslicht. Besonders schockierend der Bericht über die Opferzahlen. Teilweise kennt der Betreiber nicht mal die Opfer seiner Angestellten. Das liegt aber auch daran, dass viele Subunternehmer beauftragt wurden. Im Manga "Reaktor 1F" von "Carlsen" wird dies gleichermaßen thematisiert. Was darauf hindeutet, dass hier aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt wurde.
Was beide Werke unterscheidet, habe ich in den Reviews deutlich gemacht. Im großen und ganzen hat nicht wer "Reaktor 1F" noch der Film "Fukushima" so aus den Socken gerissen, wie das Comic "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE". Wenn ihr mich nach einer Empfehlung fragen würdet, meine Antwort wäre klar. Zurück zu den Opferzahlen und einen Vergleich zu der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Beide Unglücke haben gezeigt, dass es unterschiedliche Studienergebnisse gibt. Die einen reduzieren die Opferzahlen extrem nach unten, die anderen lassen die vielen Krebserkrankungen mit einfließen. Natürlich kann man zu denen keinen beweisträchtigen, kausalen Zusammenhang herstellen, dennoch ist es schon komisch, dass diese nach den Unglücken häufiger auftreten...
Fazit "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE" ist saugut. Hier wird Geschichte geschrieben, beziehungsweise gezeichnet.
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Ein quälender Countdown nimmt seinen Anfang ... und die ersten fünf Tage sollen sich als entscheidend erweisen. In einer völlig zerstörten Welt, in der die Gebäude in undurchdringliche Dunkelheit getaucht sind, sehen sich Mitarbeiter eines Kernkraftwerks mit fatalen Explosionen und giftiger Strahlung konfrontiert.
Unter der Leitung von Masao Yoshida, dem Betriebsleiter der Anlage, legen die Mitarbeiter großen Mut, Einfallsreichtum und einen unglaublichen Opfersinn an den Tag, um sich diesem schrecklichen Unglück entgegenzustellen …
Einige Monate später bittet eine Untersuchungskommission Yoshida zu Wort: Dies ist sein Bericht.BewertungVielleicht ist es dem Ereignis selbst geschuldet, aber ich konnte gar nicht anders und dem Werk von Bertrand Galic und Roger Vidal die Bestnote verleihen. Es liegt einfach an dem Gesamtangebot. Zunächst werden die wichtigsten Fakten in der Story aufgelistet. Es wird nicht lange geschwafelt und lamentiert. Es gibt keine Vorgeschichte. Beziehungen werden nur oberflächlich behandelt. In "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE" geht es eben nur um die Geschichte. Es kommen zwar die Arbeiter zur Wort, sie werden den Ereignissen entsprechend auch gut dargestellt. Ängste und Emotionen haben dabei ihren Anteil. Doch die Story besinnt sich immer und immer wieder auf die Chronik der Ereignisse. Vielleicht gefällt das nicht jedem, aber mich hat es begeistert. Und dann kam auch noch die Tatsache dazu, dass es reichlich Material im Anhang gibt. Super genial, passend zum Thema - selbstverständlich. In diesem Material wird viel erklärt und es kommen Fakten zur Untersuchung ans Tageslicht. Besonders schockierend der Bericht über die Opferzahlen. Teilweise kennt der Betreiber nicht mal die Opfer seiner Angestellten. Das liegt aber auch daran, dass viele Subunternehmer beauftragt wurden. Im Manga "Reaktor 1F" von "Carlsen" wird dies gleichermaßen thematisiert. Was darauf hindeutet, dass hier aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt wurde.
Was beide Werke unterscheidet, habe ich in den Reviews deutlich gemacht. Im großen und ganzen hat nicht wer "Reaktor 1F" noch der Film "Fukushima" so aus den Socken gerissen, wie das Comic "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE". Wenn ihr mich nach einer Empfehlung fragen würdet, meine Antwort wäre klar. Zurück zu den Opferzahlen und einen Vergleich zu der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Beide Unglücke haben gezeigt, dass es unterschiedliche Studienergebnisse gibt. Die einen reduzieren die Opferzahlen extrem nach unten, die anderen lassen die vielen Krebserkrankungen mit einfließen. Natürlich kann man zu denen keinen beweisträchtigen, kausalen Zusammenhang herstellen, dennoch ist es schon komisch, dass diese nach den Unglücken häufiger auftreten...
Fazit "FUKUSHIMA - DIE CHRONIK EINER KATASTROPHE" ist saugut. Hier wird Geschichte geschrieben, beziehungsweise gezeichnet.