Filme - Action

Gemini Man

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Gemini Man
Gemini ManFilme - Action | mit: Will Smith, Benidict Wong, Ang Lee (Regisseur)Bewertung:★★★★★ "Gemini Man" ist der neue Sci-Fi-Actionfilm von Oscarpreisträger und Regisseur Ang Lee (Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger). Will Smith ist in der Doppel-Hauptrolle mit von der Partie. Ob der Film im Heimkino besser wegkommt, lest ihr in meinem Fazit. Handlung Henry Bogan ist ein Attentäter im Auftrag der DIA. Doch bei seinem letzten Auftrag geht beinahe etwas schief und da merkt er dass das Alter und das Gewissen sich bemerkbar machen. Er möchte sich zur Ruhe setzten, doch die DIA hat ihn belogen und befürchtet nun er könnte ihnen auf die Schliche kommen, so setzten sie ihren besten Mann auf ihn an. Einen Klon der vor knapp 25 Jahren aus Henrys DNA gemacht wurde, dieser kennt keine Gnade und weiß jeden von Henrys Schritten und Taktiken, bevor Henry sie selber weiß. Kann Henry dieses Zusammentreffen mit seinem jüngern Ich überleben? Trailer BewertungDas Drehbuch für "Gemini Man " wurde 1997 an Disney verkauft, Tony Scott sollte damals Regie führen. Doch war zu diesem Zeitpunkt die Technik nicht auf dem nötigen Stand, um den Klon des Hauptdarstellers glaubwürdig darzustellen. Über 20 Jahre später nahm sich Ang Lee das Drehbuch zur Brust und wollte Kinogänger zum Staunen bringen und die Messlatte für die Zukunft der Kinofilmproduktion noch höher setzten. Will Smiths Klon ist in dem Film kein digital verjüngter Mensch wie Robert DeNiro in "The Irishman", sondern er ist eine komplett per Motion-Capture-Technologie computergenerierte Schöpfung die Will Smith glatt 25 Jahre jünger macht. Doch leider wo die visuellen Effekte auf dem hoch sind und diese wirklich gut aussehen, ist das Drehbuch in den 90er Jahren stecken geblieben - was wirklich schade ist. Die Actionszenen sind das Highlight des Films, das hat einerseits mit den überaus gut choreografierten Kampfszenen zutun, in denen der ältere Will Smith mit seinen 51 eine gute Figur macht, doch auch die Aufmachung der Action ist genial gelöst worden. Wie schon bei "Die irre Heldentour des Billy Lynn" drehte Ang Lee "Gemini Man" mit HFR (High Frame Rate) mit 120 Bildern pro Sekunde, also 120 fps. Leider konnte kaum ein Kino diese Leistung anwenden, also wurde der Film in 3-D mit 60 Bildern, also 60 fps gezeigt, was die Nachteile der Technologie zum Vorschein brachte. Actionszenen profitieren deutlich von der hohen Bildrate in Kombination mit der 4K-Auflösung, auch die Tiefen wirken gerade in 3-D sehr organisch. Bei den dunklen, nächtlichen oder auch unterirdische stattfinden Kampfszenen, nimmt man viele Details, Kontraste und Konturen wahr. Wo die Technik in dem Sci-Fi-Actionstreifen wirklich komplex ist, so oberflächlich und im Kreis drehend kommt die Story daher. Im Grunde ist "Gemini Man" 22 Jahre zu spät auf die Welt gekommen und wirkt dadurch wie ein durchschnittlicher Stallone-Actionstreifen a la "Escape Plan", nur mit deutlich besserer Technik und mehr Budget - was wirklich schade ist, denn die Story hat wirklich gute Ansätze besonders die Themen Klonen und Super-Soldaten, die keinen Schmerz und keine Ängste besitzen, wodurch Leute gerettet würden, ist interessant,doch leider wird dieses Potenzial verschenkt. Da hilft auch nicht die Schuld auf "Joker" zuschieben um den Verlust an den Kinokassen zu rechtfertigen, denn der erzählt eine innovative glaubwürdige Geschichte. Fazit Die beste Technik, die rasanteste Kampfszene und/oder auch eine flüssige Bildrate wiegen das staubige Drehbuch nicht auf. Auch wenn Will Smith alles aus sich rausholt, kann er die Logiklöcher und die fehlende Tiefe nicht wettmachen aber für einen Filmabend mit Freunden oder der Familie reicht der Streifen allemal.
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