Comic - Drama
Goldjunge - Beethovens Jugendjahre
Goldjunge - Beethovens JugendjahreComic - Drama | mit: Mikael RossBewertung:★★★★★ Ludwig van Beethoven war einer der größten Komponisten und Pianisten, die die Welt je gesehen hat. Sein Name entfacht ein Feuer und ich kann mich noch gut erinnern, dass ich als Kind ein Referat über ihn schreiben musste. In diesem Jahr wird er stolze 250 Jahre alt und natürlich widmet ihm auch die Comic-Welt einige Aufgaben. Der "Carlsen-Verlag" hat sich mit "Beethoven: Unsterbliches Genie" über die Zeit nach dem Ableben des Genies befasst und zeichnete ein heuchlerisches Bild über seine Mitbürger. Der "Avant-Verlag" hingegen beschäftigt sich hingegen mit den Jugendjahren und macht seine Sache im Vergleich besser, da einfach mehr über Beethoven selbst bekannt wird. Zu Verdanken haben wir das Mikael Ross, der mit der Graphic Novel „Der Umfall" mehrfach ausgezeichnet wurde. Ross imaginiert anhand tatsächlicher Aufzeichnungen eines Kindheitsfreundes von Beethoven dessen Jugend. Herausgekommen ist eine interessante Story über einen der Größten seiner Zunft. Handlung Diesen Fragen widmet sich Mikael Ross in „Goldjunge". Aus einfachsten Verhältnissen stammend, war bei seiner Geburt 1770 vom späteren Werdegang wenig zu erahnen. Der junge Ludwig musste seinen Weg erst finden, der ihn aus den engen familiären Verhältnissen heraus, bis ins kaiserliche Wien führte. Erst dort fanden sein Können und seine Kunst Anerkennung. Doch mit den ersten Erfolgen fiel auch ein Schatten auf den kränklichen Ludwig.BewertungDie Aufmachung der ersten Seite ist schon ziemlich gelungen. Auf der linken Seite sehen wir Schneewüste, in der wohl jemand durchgewatet ist. Ein Blick nach rechts verrät uns, dass es der junge Beethoven war. In diesem doppelseitigen Druck tauchen dann drei kleine Panels auf. Perfekter Einstieg. Die weiteren Zeichnungen sind im Semi-Funny-Stil gehalten. Mehr Semi, als Funny. Sie versprühen den Witz aus Jugendtagen, zeigen einen Charakter der mit dem Kopf durch die Wand will und dennoch noch ein naives Kind ist. Der Jahrhundertkünstler legt sich mit den Nachbarskindern an, er beschützt seine Brüder und trauert um seine Schwester, auf seine ganz eigene Art und Weise. Ludwig Maria van Beethoven war es leider vergönnt ein langes, schönes Leben zu haben. Sie starb am 6. April und kam im April zur Welt. Es ist ein Ereignis, dass kaum erwähnt wird, dennoch erdet es den Leser, es führt ihn zu einer ernsthaften Betrachtungsweise.
Die Probleme, die der Vater, der zu oft an der Flasche hing, mit in die Familie brachte, sind weiteres Beispiel dafür, wie der Charakter des Jungen geformt wurde. Ob es wirklich alles so war? Keiner kann es heute bestätigen noch dementieren. Es ist aber eine gute Grundlage, eine die man heranziehen könnte, gegebenenfalls tauchen Psychologen tiefer ein, schließlich sind die Kinder- und Jugendjahre von prägender Natur für einen Menschen. Die Charakterstudie hat mir gefallen. Sie kommt auch sehr facettenreich daher, das liegt unter anderem daran, dass Beethoven nicht alles richtig macht und ein wenig tollpatschig mit den Mädchen umgeht. Ein stürmischer, junger Mann der sehr vom Lampenfieber geprägt ist.
Der Lesefluss geht flüssig und locker voran. Ich konnte das Comic trotz seiner 192 Seiten recht zügig durchlesen und musste mir danach gleich den "Beethoven Sound" "reinziehen". Auch 250 Jahre nach seiner Geburt immer noch ein Genuss. Fazit "Goldjunge - Beethovens Jugendjahre" macht Spaß und zeigt einen Jahrhundertkünstler beim Erwachsenwerden.
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Die Probleme, die der Vater, der zu oft an der Flasche hing, mit in die Familie brachte, sind weiteres Beispiel dafür, wie der Charakter des Jungen geformt wurde. Ob es wirklich alles so war? Keiner kann es heute bestätigen noch dementieren. Es ist aber eine gute Grundlage, eine die man heranziehen könnte, gegebenenfalls tauchen Psychologen tiefer ein, schließlich sind die Kinder- und Jugendjahre von prägender Natur für einen Menschen. Die Charakterstudie hat mir gefallen. Sie kommt auch sehr facettenreich daher, das liegt unter anderem daran, dass Beethoven nicht alles richtig macht und ein wenig tollpatschig mit den Mädchen umgeht. Ein stürmischer, junger Mann der sehr vom Lampenfieber geprägt ist.
Der Lesefluss geht flüssig und locker voran. Ich konnte das Comic trotz seiner 192 Seiten recht zügig durchlesen und musste mir danach gleich den "Beethoven Sound" "reinziehen". Auch 250 Jahre nach seiner Geburt immer noch ein Genuss. Fazit "Goldjunge - Beethovens Jugendjahre" macht Spaß und zeigt einen Jahrhundertkünstler beim Erwachsenwerden.