Comic - DC
Green Lantern 1
Green Lantern 1Comic - DC | mit: Autor: Grant Morrison, Zeichner: Liam SharpBewertung:★★★★★ Auch Green Lantern startet bei Panini jetzt eine neue Soloserie und bekommt wieder allerhand Weltraumgesocks vor den magischen Ring. Und naja, was soll ich sagen? Diese Rezension wie gewohnt sachlich zu gestalten wird mir schwerfallen. Aus Gründen. Los geht´s schon mit der Handlung. Denn was passiert in dem Comic eigentlich genau? Handlung Also zuerst gibt es einen Kampf zwischen einem kleinen Trupp des Green-Lantern-Corps und einigen Weltraumpiraten. Diese wollen die Himmelsscheibe stehlen, die letztlich tatsächlich scheinbar abhanden kommt. Teil dieser Bösewichten-Truppe ist auch ein Mitglied der Spinnengilde. Sie werden festgenommen. Dann ist Hal Jordan, Green Lantern der Erde, auf eben jener zu finden und begegnet dort erst fiesen Schlägertypen, die sich als Aliens herausstellen, und direkt darauf einem Wrack oder so, in dem eine andere Lantern schwer verletzt liegt. Flashback? Keine Ahnung. Weiter geht´s mit einem anderen Lantern-Trupp, der die gefangene Spinnengildnerin verhört. Commander Mu und seine Blackstars scheinen die Strippen zu ziehen. Bei was genau? Keine Ahnung. Dann wird die Erde geschrumpft, entführt und versteigert. An einen „Hirten“ – sieht aus wie Gott – der eigentlich Weltenfresser ist. Glaubt auf der Erde aber keiner. Geht allen eigentlich ganz gut. Dann muss Hal natürlich an die Blackstar und Commander Mu ran. Klar, beitreten, so tun als ob man abtrünnig ist. Und der Weg führt über eine Vampirin und eine Prüfung auf einem Vampirplaneten, was sonst. Ob das alles gut geht? Das letzte Wort hat jedenfalls ein Kobold irgendwo im Nichts. BewertungMan merkt schon worauf ich hinaus will. Green Lantern 1 ist ein inhaltlicher Unfall eines Getränkelasters auf der A2 zur Hauptverkehrszeit. Es ist nicht alles schlecht, denn der eine oder andere Verkehrsteilnehmer kann vielleicht ein Freibier abgreifen, aber der Großteil der Ware liegt wirr verstreut und mit Trümmerteilen vermengt auf dem Seitenstreifen.
Um überhaupt den groben Zusammenhang der Geschichte dieses ersten Bandes zu verstehen muss man ihn schon zweimal lesen. Durchblickt man die Handlung, so offenbart sich doch ein übergeordneter Aufbau und gar eine Wendung zum Ende. Allerdings baut der Comic das einfach sehr schlecht auf. Die meisten einzelnen Storypassagen wirken wahnsinnig willkürlich, es werden permanent ganz plötzliche Sprünge gemacht, sodass man sich häufig vom einen auf das nächste Panel in einer völlig neuen Situation wiederfindet und keinen Schimmer hat, wie man da hingekommen ist.
Hinzu kommt ein riesiger Pool an optisch sehr variablen Charakteren, der eigentlich ein Pluspunkt sein könnte. Aber auch hier wird der Fehler gemacht, dass diese nicht für eine längere Handlung Schauplätze oder Geschehnisse vorgeben, sondern nur ganz kurz ganz plötzlich auftauchen und dann wieder verschwinden. Bestes Beispiel ist der Vampirplanet einer Blackstar-Anhängerin. Sie möchte Hal dort prüfen. Sollte er die Aufgabe bestehen, darf er Commander Mu treffen. Die Aufgabe? Keine Ahnung. Irgendwie muss er irgendwohin bevor irgendeine Glocke x-mal bimmelt, sonst wird er gefressen und wenn er nicht schnell rennt passiert das auch unabhängig vom Geläute. Das Was, Wie und Warum spielt in Green Lantern 1 häufig eine eher untergeordnete Rolle.
Das ist vor allem für diejenigen Schade, die für die optische Komposition des Comics verantwortlich sind. Der Zeichenstil von Liam Sharp gefällt mir nämlich sehr gut. Die Panelanordnung und -gestaltung trägt allerdings häufig ihren Teil zur verwirrenden Struktur des Comics bei. Die hier ausgelebte Kreativität macht den Comic zwar optisch abwechslungsreich, aber eben auch wesentlich anspruchsvoller und letztlich, in Kombination mit der wirren Story, unübersichtlicher. Fazit Insgesamt muss ich einfach sagen: Hier hat man möglicherweise einfach zu viel gewollt. Der Comic folgt nur auf den zweiten Blick überhaupt einem grünen (haha) Faden. Aber auch dann erschließen sich einzelne Szenen nicht, sodass die Geschichte einfach kaum einen Spannungsbogen erzeugt, stattdessen aber immer wieder verwirrt. Alles wirkt wie ein abstruses Mash-Up. Als hätte man einen neongrünen Farbeimer auf einem Weltraumcomic à là Star Wars oder Guardians of the Galaxy ausgekippt und dann noch ein paar Seiten aus „Buffy im Bann der Dämonen“ rausgerissen und an beliebiger Stelle eingefügt.
Ich fand die scheinbare Selbstironie zum Ende des Comics fast schon wieder gut, als der Kobold – der scheinbar im Gespräch mit Hal Jordan den erzählerischen Rahmen des Comics bildet, obwohl dieses Gespräch zuvor nie anklang – resümiert: „Keine tolle Story, irgendwie. Macht kaum was her.“ Wie recht du hast, seltsamer alter Kobold mit Indiana Jones Hut. Wie recht du hast…
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Um überhaupt den groben Zusammenhang der Geschichte dieses ersten Bandes zu verstehen muss man ihn schon zweimal lesen. Durchblickt man die Handlung, so offenbart sich doch ein übergeordneter Aufbau und gar eine Wendung zum Ende. Allerdings baut der Comic das einfach sehr schlecht auf. Die meisten einzelnen Storypassagen wirken wahnsinnig willkürlich, es werden permanent ganz plötzliche Sprünge gemacht, sodass man sich häufig vom einen auf das nächste Panel in einer völlig neuen Situation wiederfindet und keinen Schimmer hat, wie man da hingekommen ist.
Hinzu kommt ein riesiger Pool an optisch sehr variablen Charakteren, der eigentlich ein Pluspunkt sein könnte. Aber auch hier wird der Fehler gemacht, dass diese nicht für eine längere Handlung Schauplätze oder Geschehnisse vorgeben, sondern nur ganz kurz ganz plötzlich auftauchen und dann wieder verschwinden. Bestes Beispiel ist der Vampirplanet einer Blackstar-Anhängerin. Sie möchte Hal dort prüfen. Sollte er die Aufgabe bestehen, darf er Commander Mu treffen. Die Aufgabe? Keine Ahnung. Irgendwie muss er irgendwohin bevor irgendeine Glocke x-mal bimmelt, sonst wird er gefressen und wenn er nicht schnell rennt passiert das auch unabhängig vom Geläute. Das Was, Wie und Warum spielt in Green Lantern 1 häufig eine eher untergeordnete Rolle.
Das ist vor allem für diejenigen Schade, die für die optische Komposition des Comics verantwortlich sind. Der Zeichenstil von Liam Sharp gefällt mir nämlich sehr gut. Die Panelanordnung und -gestaltung trägt allerdings häufig ihren Teil zur verwirrenden Struktur des Comics bei. Die hier ausgelebte Kreativität macht den Comic zwar optisch abwechslungsreich, aber eben auch wesentlich anspruchsvoller und letztlich, in Kombination mit der wirren Story, unübersichtlicher. Fazit Insgesamt muss ich einfach sagen: Hier hat man möglicherweise einfach zu viel gewollt. Der Comic folgt nur auf den zweiten Blick überhaupt einem grünen (haha) Faden. Aber auch dann erschließen sich einzelne Szenen nicht, sodass die Geschichte einfach kaum einen Spannungsbogen erzeugt, stattdessen aber immer wieder verwirrt. Alles wirkt wie ein abstruses Mash-Up. Als hätte man einen neongrünen Farbeimer auf einem Weltraumcomic à là Star Wars oder Guardians of the Galaxy ausgekippt und dann noch ein paar Seiten aus „Buffy im Bann der Dämonen“ rausgerissen und an beliebiger Stelle eingefügt.
Ich fand die scheinbare Selbstironie zum Ende des Comics fast schon wieder gut, als der Kobold – der scheinbar im Gespräch mit Hal Jordan den erzählerischen Rahmen des Comics bildet, obwohl dieses Gespräch zuvor nie anklang – resümiert: „Keine tolle Story, irgendwie. Macht kaum was her.“ Wie recht du hast, seltsamer alter Kobold mit Indiana Jones Hut. Wie recht du hast…