Comic - Drama
Guantanamo Kid – Die wahre Geschichte von Mohammed El Gharani
Guantanamo Kid – Die wahre Geschichte von Mohammed El GharaniComic - Drama | mit: Jérôme Tubiana (Autor), Alexandre Franc (Illustrator)Bewertung:★★★★★ Da war doch was, da ist doch was. Der 11. September 2001 veränderte unser Leben. Alles wurde überwacht, es gab Kriege und es gab Gefangene. Jene, die zum Beispiel in ein Gefängnis namens Guantanamo gekommen sind. So weit nicht verkehrt, schließlich sperrt ein Rechtsstaat doch nur die Verbrecher ein. Eigentlich, aber die Vereinigten Staaten von Amerika, ein Land, was uns auf der ganzen Welt die Demokratie beibringen will, hat Orte erschaffen, in denen Unschuldige gefoltert werden. Für sie gibt es keine Menschenrechte und so musste Mohammed El Gharani schreckliches über sich ergehen lassen, obwohl er erst 14 Jahre alt war, als er verhaftet wurde…
Handlung Mohammed El Gharani reist nach Pakistan um Informatik zu studieren. Er wollte sich einen großen Traum erfüllen und auf eigenen Beinen stehen, damit er seine Familie unterstützen konnte. Denn das Leben als Kind war nicht einfach. Als afrikanischer Einwanderer in Saudi-Arabien musste er sich als Straßenverkäufer in Mekka und Medina über Wasser halten. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde er verhaftet und an die Amerikaner verkauft. Er saß über Jahre hinweg unschuldig im Gefängnis.BewertungDie erste schreckliche Tat war die Verhaftung der pakistanischen Behörden, die zu jener Zeit gezielt Jagd auf Ausländer gemacht haben, um ihren guten Willen gegenüber den USA zu zeigen. Auf der anderen Seite floss aber auch das Geld und da fällt es recht einfach, dass man bei der Wahrheitsfindung ein Auge zu macht. Und das nicht zu Gunsten des Angeklagten. Hier erlebte Mohammed die erste Folter.
Dass das erst der Anfang war, konnte der Jugendliche nicht ahnen. In den Händen der Weltpolizei ging die körperliche Gewalt gegen ihn erst richtig los. Aber auch die psychische Kriegsführung hinterließ Spuren. Dennoch gab der Kämpfer nicht auf, steckte immer wieder ein. Er entwickelte einen eigenen Überlebensinstinkt und hat einige Wachen auf seine Seite gezogen. Die guten Wärter konnten ihm zwar nicht direkt helfen, aber kleine Annehmlichkeiten zuschustern. Es gab aber auch die bösen Angestellten. Diese haben es genossen, dass die Gefangenen gelitten haben. Schließlich waren sie eine Art Menschen zweiter oder dritter Klasse und natürlich alles Terroristen. Immer neue Schikanen wurden sich überlegt. Doch sie haben nicht mit dem Widerstand des jungen Mannes gerechnet. Sie konnten ihn nicht brechen.
Erste Hoffnung keimte auf, als Obama an die Macht kam. Doch, dass der erste schwarze Präsident der USA nur leere Worthülsen verschoss, ist hinlänglich bekannt. Sein Image war alles, aber seine Taten, gerade in Bezug auf das Gefängnis Guantanamo ließen doch sehr stark zu wünschen übrig. Wer Veränderungen will, darf sich anscheinend nicht zwischen Demokraten und Republikaner entscheiden…
Der Journalist Jérôme Tubiana sprach lange nach der Freilassung mit Mohammed. Durch die Schilderung der Ereignisse konnte die Graphic Novel erst entstehen. Sie schildert eindrucksvoll und gefühlsecht, sodass der Leser automatisch einen Hass auf Amerika und seine Verbündeten kriegt. Es ist aber nicht nur die Ungerechtigkeit gegenüber den Gefangenen die hängen bleibt, sondern auch das Unverständnis auf die jahrelange Täuschung der amerikanischen Behörden. Wir wurden alle im Unklaren darüber gelassen, was in Wirklichkeit passiert. Erst durch arrangierte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen konnte Licht ins Dunkel gebracht werden. Wurde für die Taten ein Präsident zur Rechenschaft gezogen? Gab es Entschädigungen? Die Frage kann sich ein jeder selbst beantworten.
Bei der Freilassung von Mohammend endet das Comic allerdings nicht. Es berichtet von einem weiteren Problem. Denn viele Unschuldige, die zurück in ihre Heimat wollten, konnten dorthin nicht zurück, weil sie dort nicht erwünscht waren oder ihnen die nächste Odyssee gedroht hätte. Fazit „Guantanamo Kid“ zeigt die Geschichte von Mohammed El Gharani, der unschuldig gefoltert wurde. Gleichzeitig zerlegt es den Kampf gegen den Terror der USA, die ihre eigenen Werte in diesem Feldzug aufgegeben haben.
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Handlung Mohammed El Gharani reist nach Pakistan um Informatik zu studieren. Er wollte sich einen großen Traum erfüllen und auf eigenen Beinen stehen, damit er seine Familie unterstützen konnte. Denn das Leben als Kind war nicht einfach. Als afrikanischer Einwanderer in Saudi-Arabien musste er sich als Straßenverkäufer in Mekka und Medina über Wasser halten. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde er verhaftet und an die Amerikaner verkauft. Er saß über Jahre hinweg unschuldig im Gefängnis.BewertungDie erste schreckliche Tat war die Verhaftung der pakistanischen Behörden, die zu jener Zeit gezielt Jagd auf Ausländer gemacht haben, um ihren guten Willen gegenüber den USA zu zeigen. Auf der anderen Seite floss aber auch das Geld und da fällt es recht einfach, dass man bei der Wahrheitsfindung ein Auge zu macht. Und das nicht zu Gunsten des Angeklagten. Hier erlebte Mohammed die erste Folter.
Dass das erst der Anfang war, konnte der Jugendliche nicht ahnen. In den Händen der Weltpolizei ging die körperliche Gewalt gegen ihn erst richtig los. Aber auch die psychische Kriegsführung hinterließ Spuren. Dennoch gab der Kämpfer nicht auf, steckte immer wieder ein. Er entwickelte einen eigenen Überlebensinstinkt und hat einige Wachen auf seine Seite gezogen. Die guten Wärter konnten ihm zwar nicht direkt helfen, aber kleine Annehmlichkeiten zuschustern. Es gab aber auch die bösen Angestellten. Diese haben es genossen, dass die Gefangenen gelitten haben. Schließlich waren sie eine Art Menschen zweiter oder dritter Klasse und natürlich alles Terroristen. Immer neue Schikanen wurden sich überlegt. Doch sie haben nicht mit dem Widerstand des jungen Mannes gerechnet. Sie konnten ihn nicht brechen.
Erste Hoffnung keimte auf, als Obama an die Macht kam. Doch, dass der erste schwarze Präsident der USA nur leere Worthülsen verschoss, ist hinlänglich bekannt. Sein Image war alles, aber seine Taten, gerade in Bezug auf das Gefängnis Guantanamo ließen doch sehr stark zu wünschen übrig. Wer Veränderungen will, darf sich anscheinend nicht zwischen Demokraten und Republikaner entscheiden…
Der Journalist Jérôme Tubiana sprach lange nach der Freilassung mit Mohammed. Durch die Schilderung der Ereignisse konnte die Graphic Novel erst entstehen. Sie schildert eindrucksvoll und gefühlsecht, sodass der Leser automatisch einen Hass auf Amerika und seine Verbündeten kriegt. Es ist aber nicht nur die Ungerechtigkeit gegenüber den Gefangenen die hängen bleibt, sondern auch das Unverständnis auf die jahrelange Täuschung der amerikanischen Behörden. Wir wurden alle im Unklaren darüber gelassen, was in Wirklichkeit passiert. Erst durch arrangierte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen konnte Licht ins Dunkel gebracht werden. Wurde für die Taten ein Präsident zur Rechenschaft gezogen? Gab es Entschädigungen? Die Frage kann sich ein jeder selbst beantworten.
Bei der Freilassung von Mohammend endet das Comic allerdings nicht. Es berichtet von einem weiteren Problem. Denn viele Unschuldige, die zurück in ihre Heimat wollten, konnten dorthin nicht zurück, weil sie dort nicht erwünscht waren oder ihnen die nächste Odyssee gedroht hätte. Fazit „Guantanamo Kid“ zeigt die Geschichte von Mohammed El Gharani, der unschuldig gefoltert wurde. Gleichzeitig zerlegt es den Kampf gegen den Terror der USA, die ihre eigenen Werte in diesem Feldzug aufgegeben haben.