Comic - Marvel

Guardians of the Galaxy 1 - Die neuen Guardians

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Guardians of the Galaxy 1 - Die neuen Guardians
Guardians of the Galaxy 1 - Die neuen GuardiansComic - Marvel | mit: Autor: Donny Cates, Zeichner: Geoff ShawBewertung:★★★★★ Auch die Guardians of the Galaxy müssen in einen neuen Abschnitt ihrer Geschichte starten. Doch noch kann man im Hause Marvel die lukrative (weil überall bekannte) Story um den Titanen Thanos nicht ganz hinter sich lassen. Handlung Auch im Comic-Kosmos liegen die „Infinity Wars“ hinter den Heldinnen und Helden der Galaxien und der Erde. Vor allem für die Guardians of the Galaxy stehen harte Zeiten bevor, denn das Team hat sich drastisch reduziert. Groot und Starlord sind allein und frustriert, nachdem Gamora – Thanos Stieftochter – sie verriet und Drax sich opferte. Und über Rocket Racoon scheint keiner so wirklich reden zu wollen. Doch als Thanos Testament verlesen wird und der machthungrige auf unerklärliche Weise Titan zurückzukehren droht, ist es an verschiedensten Heldinnen und Helden sich neu zu formieren. Doch einig ist man sich nicht. Aus einem unkoordinierten Haufen muss dennoch so schnell wie möglich so etwas wie ein Team erwachsen. Sonst sind alle verloren. BewertungNach Cosmic Ghost Rider zerstört die Marvel-Geschichte hatte ich mich etwas auf die Rückkehr Frank Castles in der Rolle des intergalaktischen Rachegeists gefreut. Soviel vorweg: Leider spielt er nur eine untergeordnete Rolle. Doch es bleiben andere Marvel-Charaktere – teils gut, teils böse, teils irgendetwas dazwischen – die sich in dieser Geschichte der Wiedererweckung Thanos in den Weg stellen müssen. Einen einfachen Einstieg in Geschichten der „Guardians“ bietet dieser erste Band der neuen Reihe dadurch nicht. Es hätte schon sehr geholfen, die Comic-Infinity-Wars gelesen zu haben, da hier doch einige Dinge anders verlaufen sind, als es mir von den Filmen des MCU bekannt war. Einsteigerfreundlich ist der Comic also nicht wirklich.
Spaß hatte ich beim Lesen im Großen und Ganzen dennoch. Zwar ist die Kerngeschichte um den übermächtigen Titanen nur halb so nervenaufreibend, wie sie vielleicht sein möchte – schließlich wurde Thanos ja schon besiegt –, aber es gibt eine Menge Ballast zwischen den Charakteren, die den Comic auf emotionaler Ebene lesenswert machen. Der Verrat durch Gamora quält Peter Quill und doch kann er nicht aufhören, etwas für sie zu empfinden, was ihn noch mehr quält. Und was ist mit Rocket Racoon? Alle weichen jeglichen Nachfragen zu seinem Aufenthalt aus. Die Beantwortung dieser Frage wird noch ausgesessen, was zugegeben die Lust auf einen zweiten Band steigert.
Stilistisch gefällt mir der Band ebenfalls. Die Panalgestaltung ist übersichtlich und dennoch dynamisch, was ebenso für die Zeichnungen im Allgemeinen gilt. Für den gesamten Band ist zeichnerisch Geoff Shaw verantwortlich, was für ein kohärentes Gesamtbild sorgt.
Fazit Der neueste Guardians-of-the-Galaxy-Band ist alles in allem gut und macht Lust auf mehr. Dennoch kann ich über einige Schwächen in der Hauptstory nicht ganz hinwegsehen. Man merkt doch deutlich, dass hier ein Übergang zwischen altem und neuem geschaffen werden soll. Etwas mehr Mut zu Neuen hätte ich mir hier aber – wie so oft in aktuellen Marvel-Comics – gewünscht. Beim Recycling bekannter Charaktere bleibt die Spannung eben manchmal etwas auf der Strecke.
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