Comic - Drama
GUNG HO GESAMTAUSGABE
Die Survival-Reihe „Gung Ho“ gehört zu den bekanntesten deutschen Comicserien der vergangenen Jahre. Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant erzählen darin eine Mischung aus Endzeitgeschichte, Coming-of-Age und Survival-Drama, die über fünf Bände hinweg eine große Fangemeinde gefunden hat. Mit der „Gung Ho Gesamtausgabe“ liegen nun erstmals alle Teile in einem Band vor. Das große Hardcover übernimmt das Format der Einzelbände und bietet damit reichlich Platz für die detailreichen Zeichnungen von Thomas von Kummant. Mit über 400 Seiten bringt die Ausgabe zwar einiges an Gewicht mit, dafür erhält man aber die komplette Geschichte in einem Band – und das zu einem günstigeren Preis als die Einzelveröffentlichungen.
HANDLUNG
In naher Zukunft hat die Weiße Plage die Menschheit fast vollständig ausgelöscht, und die Zivilisation ist nur noch eine ferne Erinnerung. Ganz Europa ist zu einer Gefahrenzone geworden, in der das Überleben nur noch innerhalb befestigter Städte oder Dörfer möglich ist. Fort Apache nimmt zwei neue Bewohner auf, die Brüder Goodwoody. Werden sich diese verwaisten Teenager an das harte Leben in dieser abgelegenen Kolonie gewöhnen können?
KRITIK
Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, dass „Gung Ho“ keine reine Monstergeschichte ist. Zwar spielen die Reißer eine wichtige Rolle, im Mittelpunkt stehen aber vor allem die Menschen. Die Konflikte innerhalb von Fort Apache, Freundschaften, Rivalitäten und das schwierige Zusammenleben bestimmen einen großen Teil der Handlung. Dadurch fühlt sich der Comic oft eher wie ein Coming-of-Age-Drama an als wie klassische Endzeit-Action.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Zack und Archie keine typischen Helden sind. Beide müssen sich erst in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden und machen dabei nicht immer alles richtig. Gerade diese Entwicklung über die fünf Bände hinweg sorgt dafür, dass man die Figuren gerne begleitet.
Auch die Welt von „Gung Ho“ hebt sich von vielen anderen Endzeitgeschichten ab. Statt endloser Betonruinen prägt vor allem die Natur das Bild. Wälder, überwucherte Landschaften und die ständige Bedrohung außerhalb der sicheren Siedlungen verleihen der Geschichte ihren ganz eigenen Look.
Das größte Highlight bleiben für mich allerdings die Zeichnungen von Thomas von Kummant. Egal ob Landschaften, Action oder ruhige Gespräche – jede Seite steckt voller Details. Besonders die Lichtstimmungen und die Farbgebung sorgen immer wieder dafür, dass einzelne Panels fast wie Gemälde wirken. Das große Format der Gesamtausgabe kommt diesen Zeichnungen spürbar zugute.
Allerdings dürfte nicht jeder mit der Geschichte sofort warm werden. Die zwischenmenschlichen Beziehungen nehmen teilweise mehr Raum ein als die eigentliche Survival-Handlung. Wer vor allem auf Action und Monsterkämpfe hofft, muss sich darauf einstellen, dass Freundschaften, Liebe und Konflikte innerhalb der Kolonie mindestens genauso wichtig sind.
FAZIT
Die „Gung Ho Gesamtausgabe“ ist eine schöne Möglichkeit, die komplette Serie in einem Band zu erleben. Vor allem die großformatigen Zeichnungen profitieren von der hochwertigen Ausstattung. Wer Endzeitgeschichten mag, in denen die Figuren genauso wichtig sind wie die Bedrohung von außen, sollte sich „Gung Ho“ unbedingt ansehen. Die Mischung aus Survival, Coming-of-Age und beeindruckendem Artwork funktioniert auch Jahre nach der Erstveröffentlichung noch erstaunlich gut.
Copyright: Cross Cult
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HANDLUNG
In naher Zukunft hat die Weiße Plage die Menschheit fast vollständig ausgelöscht, und die Zivilisation ist nur noch eine ferne Erinnerung. Ganz Europa ist zu einer Gefahrenzone geworden, in der das Überleben nur noch innerhalb befestigter Städte oder Dörfer möglich ist. Fort Apache nimmt zwei neue Bewohner auf, die Brüder Goodwoody. Werden sich diese verwaisten Teenager an das harte Leben in dieser abgelegenen Kolonie gewöhnen können?
KRITIK
Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, dass „Gung Ho“ keine reine Monstergeschichte ist. Zwar spielen die Reißer eine wichtige Rolle, im Mittelpunkt stehen aber vor allem die Menschen. Die Konflikte innerhalb von Fort Apache, Freundschaften, Rivalitäten und das schwierige Zusammenleben bestimmen einen großen Teil der Handlung. Dadurch fühlt sich der Comic oft eher wie ein Coming-of-Age-Drama an als wie klassische Endzeit-Action.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Zack und Archie keine typischen Helden sind. Beide müssen sich erst in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden und machen dabei nicht immer alles richtig. Gerade diese Entwicklung über die fünf Bände hinweg sorgt dafür, dass man die Figuren gerne begleitet.
Auch die Welt von „Gung Ho“ hebt sich von vielen anderen Endzeitgeschichten ab. Statt endloser Betonruinen prägt vor allem die Natur das Bild. Wälder, überwucherte Landschaften und die ständige Bedrohung außerhalb der sicheren Siedlungen verleihen der Geschichte ihren ganz eigenen Look.
Das größte Highlight bleiben für mich allerdings die Zeichnungen von Thomas von Kummant. Egal ob Landschaften, Action oder ruhige Gespräche – jede Seite steckt voller Details. Besonders die Lichtstimmungen und die Farbgebung sorgen immer wieder dafür, dass einzelne Panels fast wie Gemälde wirken. Das große Format der Gesamtausgabe kommt diesen Zeichnungen spürbar zugute.
Allerdings dürfte nicht jeder mit der Geschichte sofort warm werden. Die zwischenmenschlichen Beziehungen nehmen teilweise mehr Raum ein als die eigentliche Survival-Handlung. Wer vor allem auf Action und Monsterkämpfe hofft, muss sich darauf einstellen, dass Freundschaften, Liebe und Konflikte innerhalb der Kolonie mindestens genauso wichtig sind.
FAZIT
Die „Gung Ho Gesamtausgabe“ ist eine schöne Möglichkeit, die komplette Serie in einem Band zu erleben. Vor allem die großformatigen Zeichnungen profitieren von der hochwertigen Ausstattung. Wer Endzeitgeschichten mag, in denen die Figuren genauso wichtig sind wie die Bedrohung von außen, sollte sich „Gung Ho“ unbedingt ansehen. Die Mischung aus Survival, Coming-of-Age und beeindruckendem Artwork funktioniert auch Jahre nach der Erstveröffentlichung noch erstaunlich gut.
Copyright: Cross Cult