Comic - Science Fiction
Halo Jones #1
Halo Jones #1Comic - Science Fiction | mit: Alan Moore, Ian Gibson Bewertung:★★★★★ In Zeiten von „Me too“ und Frauenquoten, also in einer Epoche in denen Frauen endlich Gehör finden, indem sie aber noch lange nicht wirklich gleichberechtigt sind, veröffentlicht der „Panini Verlag“ den Comic „Halo Jones“. Die Hauptfigur ist eine starke Frau, die sich in einer verrückten SCI-FI-Welt behaupten muss. Klingt modern, doch Alan Moore und Ian Gibson, zu denen ich wohl nicht mehr viel schreiben muss, veröffentlichten ihr Werk allerdings in den 80er Jahren. Sie waren ihrer Zeit weit voraus, gerade daher, weil sie ihre Figuren weiblich dargestellt und nicht die Frauen an die Männer angepasst haben, ihnen also keine übergroßen Muskeln verpasst hatten... Handlung Halo Jones hat das Leben im Ring satt. Sie will weg. Kein Wunder, denn im Ring muss man sich behaupten. Es gibt ständig Krawalle, die Verbrechensrate ist hoch und sowieso gibt es nur Ärger. Besucht man einen Club, lauern die bösen Buben an der Hintertür. Selbst der Besuch eines Kaufhauses gestaltet sich zu einer Odyssee, die man mit dem Leben bezahlen könnte...Halo will weg, sie will das Universum kennenlernen, doch der Preis der Freiheit könnte größer ausfallen, als sie gedacht hat.BewertungIn den 80er Jahren waren die Einfälle von Moore bestimmt effektvoller, als heutzutage. Im Jahr 2020 kann mich als Neuleser von „Halo Jones“ die Themenauswahl nicht mehr gänzlich überzeugen, denn ich wurde nie das Gefühl los, dass ich das alles schon irgendwo einmal gelesen hatte. Ich möchte die Einfälle dadurch aber nicht schmälern, denn der Band hat schließlich schon fast 30 Jahre auf dem Buckel. Ich kann mir durchaus vorstellen - gerade, wenn man das Vorwort von Alan Moore aus dem Jahre 1986 gelesen hat - ,dass die Ideen gezündet haben. In meinen Augen ist es aber kein zeitloser Klassiker.
Liebenswert sind die Figuren. Ian Gibson hat es drauf, wenn es darum geht, den weiblichen Körper darzustellen. Wie oben bereits geschrieben, ging es dem Kreativteam nicht darum, maskuline Züge zu geben. Also wir müssen nicht übergroße Muskeln befürchten. Auch der Sexismus bleibt auf der Strecke, denn wir müssen uns auch nicht die gezeichnete Körbchengröße „Doppel-D“ zu Gemüte führen. Die Comicwelt ist bekannt dafür, ihre Action-Helden entsprechend dazustellen, was mir immer mehr gegen den Strich geht. „Halo Jones“ findet eine angenehme Dosierung zwischen Sexappeal und natürlicher Gestaltung seiner Charaktere.
Trotz aller löblichen Worte und den wohl damaligen guten Einfällen, konnte mich der Comic aber nicht für sich gewinnen. Ich habe so keinen Zugriff gewinnen können. Die erste Ausschreitung wegen einem Raumschiff, dann die Reise zum Supermarkt. Alles war irgendwie komisch. Die Mädels wollten etwas erleben, wussten aber, dass es überall zu einem Überfall kommen kann. Einsperren ist vielleicht keine Lösung, aber sich unnötig in Gefahr zu bringen, bei jedem Schritt aus dem Haus. Ich würde zumindest nur noch die nötigen Sachen erledigen und nicht unbedingt in eine Disko gehen. Alles surreal und für mich nicht greifbar.
Das Bonusmaterial kann sich aber sehen lassen. Es kommen Alan Moore und Ian Gibson zu Wort und es gibt einige tolle Cover zu begutachten.
Fazit „Halo Jones #1“ ist ein Klassiker, der für Liebhaber eine sinnvolle Anschaffung ist. Für Neuleser spielt der Abnutzungsfaktor, die nun einmal die Zeit mit sich bringt, eine Rolle.
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Liebenswert sind die Figuren. Ian Gibson hat es drauf, wenn es darum geht, den weiblichen Körper darzustellen. Wie oben bereits geschrieben, ging es dem Kreativteam nicht darum, maskuline Züge zu geben. Also wir müssen nicht übergroße Muskeln befürchten. Auch der Sexismus bleibt auf der Strecke, denn wir müssen uns auch nicht die gezeichnete Körbchengröße „Doppel-D“ zu Gemüte führen. Die Comicwelt ist bekannt dafür, ihre Action-Helden entsprechend dazustellen, was mir immer mehr gegen den Strich geht. „Halo Jones“ findet eine angenehme Dosierung zwischen Sexappeal und natürlicher Gestaltung seiner Charaktere.
Trotz aller löblichen Worte und den wohl damaligen guten Einfällen, konnte mich der Comic aber nicht für sich gewinnen. Ich habe so keinen Zugriff gewinnen können. Die erste Ausschreitung wegen einem Raumschiff, dann die Reise zum Supermarkt. Alles war irgendwie komisch. Die Mädels wollten etwas erleben, wussten aber, dass es überall zu einem Überfall kommen kann. Einsperren ist vielleicht keine Lösung, aber sich unnötig in Gefahr zu bringen, bei jedem Schritt aus dem Haus. Ich würde zumindest nur noch die nötigen Sachen erledigen und nicht unbedingt in eine Disko gehen. Alles surreal und für mich nicht greifbar.
Das Bonusmaterial kann sich aber sehen lassen. Es kommen Alan Moore und Ian Gibson zu Wort und es gibt einige tolle Cover zu begutachten.
Fazit „Halo Jones #1“ ist ein Klassiker, der für Liebhaber eine sinnvolle Anschaffung ist. Für Neuleser spielt der Abnutzungsfaktor, die nun einmal die Zeit mit sich bringt, eine Rolle.