Comic - DC

Hawkman 2

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Hawkman 2
Hawkman 2Comic - DC | mit: Autor: Robert Venditti, Zeichner: Bryan HitchBewertung:★★★★★ Im zweiten Band der neuen Hawkman-Saga nimmt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für den geflügelten Helden so richtig fahrt auf. Um das schon vorweg zu nehmen: Es ist gut, dass nach dem zweiten Band noch nicht Schluss ist. Aber eins nach dem anderen! Handlung Carter Hall hat in Hawkman 1 erfahren, dass seine Odyssey aus Tod und Wiedergeburt viel weiter zurückreicht als zuvor angenommen. Und was er lange vor dem ägyptischen Prinzen Khufu war, macht ihm zunächst zurecht Angst. Denn sein allererstes Leben verfolgt ihn ohne dass er es wusste bis in die Gegenwart. Doch gerade diesem Leben, in dem er alles andere als ein Held war, muss er sich nun stellen. Es heißt die Vergangenheit zu verstehen, um die Gegenwart zu retten. Denn die Todesbringer sind wiedererwacht und auf dem Weg zur Erde.BewertungHawkman 2 bringt die Hawkman-Geschichte so richtig in Fahrt. Gemeinsam mit Carter Hall erfahren Leserinnen und Leser Stück für Stück aus den vergangenen Leben Hawkmans, bis hin zu seinem Ursprung. Und dieser Ursprung kommt überraschend für alle und fügt dem ohnehin schon vielschichtigen Charakter eine weitere, düstere Ebene hinzu.
Das Action-Pensum wird außerdem deutlich gesteigert, denn schon bald nach dem Erforschen der Vergangenheit holt diese Carter Hall ein und es kommt zu einem Kampf, der auch das große Finale einer Reihe darstellen könnte. Doch hier ist noch nicht Schluss und ich habe dadurch richtig Lust auf den nächsten Band bekommen.
Besonders gelungen finde ich bei Halls Auseinandersetzung mit seinen früheren Ichs die Kreativität, die sich in den vielen unterschiedlichen Hawkmen zeigt. Mal war Hawkman ein ägyptischer Prinz, mal ein Polizist auf einem anderen Planeten und sogar Kryptonier. Und obwohl nicht alle Varianten, die im späteren Verlauf des Comics ihren Auftritt haben – wie schon das Cover verrät – bei der Vorherigen Aufarbeitung der Vergangenheit eine Rolle spielen, tragen sie zur Darstellung des endlosen Lebens Hawkmans entscheidend bei. Atmosphärisch erinnert mich das fast ein bisschen an das Spiderverse, auch wenn die Variationen der Hauptfigur hier vielleicht nicht ganz so verrückt sind, wie bei der Spinne – obwohl es beispielsweise einen Ritter mit Falken im Wappen, einen Revolverhelden oder ein riesiges Adler-Monster gibt.
Der Zeichenstil von Bryan Hitch gefällt mir sehr gut. Etwas unkreativ oder sogar unästhetisch finde ich lediglich die Raumschiffe, mit denen die Todesbringer zur Erde reisen. Diese sind einfach riesige Roboter mit Flügeln, die sicherlich einen Bezug zu Hawkmans Verbindung zu den Todesbringern herstellen sollen, obwohl die Flügel eher Schmetterlings- als Greifvogelflügel sind. Das wirkt irgendwie unpassend und sieht auch einfach etwas albern aus.
Fazit Den kleinen zuletzt genannten Punkt mal außen vor gelassen, gefällt mir Hawkman 2 rundum gut und ich freue mich richtig auf den nächsten Band, der in Deutschland leider erst Mitte nächsten Jahres erscheint. Die Story ist spannend, vielschichtig und gut durchdacht.
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