Filme - Horror
Hell House LLC: The Complete Collection
Die „Hell House LLC: The Complete Collection“ beinhaltet fünf Filme, die eine Spukhaus-Geschichte über zehn Jahre hinweg ausbauen. Der besondere Reiz der Box ist dabei auch ihr Rückblick: Sie versammelt den Auftakt von 2015 und die älteren Fortsetzungen, bevor die späteren Filme die Reihe um neue Orte und Verbindungen erweitern. So lässt sich die Entwicklung des Franchise in einem Durchgang verfolgen.
Handlung
Ausgangspunkt ist eine Tragödie im Abaddon Hotel: Bei der Eröffnung einer Halloween-Spukhaus-Attraktion sterben fünfzehn Menschen. Jahre später untersucht ein Dokumentarfilmteam den Vorfall und sichtet Aufnahmen aus der Zeit vor und während der Eröffnung. In „The Abaddon Hotel“ kehrt ein neues Team an den Ort zurück, um nach Antworten zu suchen; „Lake of Fire“ führt die Geschichte mit einer geplanten Veranstaltung im Hotel weiter.
„Origins: The Carmichael Manor“ verlagert die Handlung zu einem abgelegenen Anwesen, an dem 1989 die Familie Carmichael ermordet wurde. Eine Gruppe von Internet-Ermittlern untersucht den ungelösten Fall und stößt auf Verbindungen zum Abaddon Hotel. „Lineage“ greift beide Schauplätze auf: Vanessa Shepherd wird von Visionen heimgesucht und gerät in eine Geschichte, die das Hotel, das Herrenhaus und jahrzehntealte Morde miteinander verknüpft.
Bewertung
Die Box hat ihren stärksten Trumpf im Verlauf über mehrere Filme. Der Auftakt lebt davon, dass sich das Grauen in scheinbar gewöhnlichen Aufnahmen bemerkbar macht. Lange Einstellungen, unauffällige Details im Hintergrund und der dokumentarische Rahmen lassen Raum für eigene Vermutungen. Die Bedrohung muss nicht ständig sichtbar sein, um präsent zu bleiben. Auch die Halloween-Attraktion selbst gibt dem Film ein einprägsames Zentrum: Das Haus ist zugleich Arbeitsort, Bühne und Gefahr.
Gerade die älteren Teile runden die Sammlung gekonnt ab. Sie zeigen, wie die Reihe ihre Grundidee zunächst am Abaddon Hotel fortsetzt: Ein zweites Team sucht nach Antworten, danach wird das Hotel erneut zum Schauplatz einer Horro-Show. Das ist für Fans interessant, weil Figuren, Spuren und offene Fragen wiederkehren. Zugleich wird hier auch die Kehrseite einer Fortsetzungsreihe deutlich. Wo der erste Film mit Andeutungen Spannung erzeugt, erklären die späteren Kapitel zunehmend mehr und verlieren dabei mitunter das Geheimnisvolle. „The Abaddon Hotel“ enthält wirkungsvolle Momente, wirkt aber in seiner Dramaturgie weniger geschlossen; „Lake of Fire“ erweitert den Mythos weiter, ohne die zusätzliche Größe immer überzeugend zu tragen.
Mit „The Carmichael Manor“ gewinnt die Sammlung einen willkommenen Ortswechsel. Das weitläufige Herrenhaus schafft eine andere Art von Unbehagen als die engen Hotelgänge. Die Untersuchung des ungelösten Familienfalls erweitert den Hintergrund der Reihe, ohne den Spukhaus-Kern ganz aufzugeben. Allerdings greift auch dieser Film auf bekannte Entscheidungen des Found-Footage-Horrors zurück.
Als Box funktioniert die Collection deshalb vor allem als vollständiger Marathon durch die Reihe. Die Filme sind nicht gleich stark, und gerade die älteren Fortsetzungen zeigen, wie schwer es ist, die Geheimnisse des ersten Films über mehrere Kapitel hinweg zu bewahren. Dafür macht die Zusammenstellung die Entwicklung sichtbar: von der konzentrierten Spukhaus-Attraktion über die Ausweitung der Legende bis zu den späteren Verknüpfungen mit dem Carmichael Manor.
Fazit
„The Complete Collection“ richtet sich vor allem an Horrorfans, die „Hell House LLC“ in seiner ganzen Entwicklung erleben möchten. Der erste Film bleibt der prägnanteste Einstieg, während die Fortsetzungen zwischen gelungenen neuen Schauplätzen, zusätzlichen Schreckmomenten und überladener Mythologie schwanken.
Copyright: LEONINE (LEONINE Distribution GmbH)
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Handlung
Ausgangspunkt ist eine Tragödie im Abaddon Hotel: Bei der Eröffnung einer Halloween-Spukhaus-Attraktion sterben fünfzehn Menschen. Jahre später untersucht ein Dokumentarfilmteam den Vorfall und sichtet Aufnahmen aus der Zeit vor und während der Eröffnung. In „The Abaddon Hotel“ kehrt ein neues Team an den Ort zurück, um nach Antworten zu suchen; „Lake of Fire“ führt die Geschichte mit einer geplanten Veranstaltung im Hotel weiter.
„Origins: The Carmichael Manor“ verlagert die Handlung zu einem abgelegenen Anwesen, an dem 1989 die Familie Carmichael ermordet wurde. Eine Gruppe von Internet-Ermittlern untersucht den ungelösten Fall und stößt auf Verbindungen zum Abaddon Hotel. „Lineage“ greift beide Schauplätze auf: Vanessa Shepherd wird von Visionen heimgesucht und gerät in eine Geschichte, die das Hotel, das Herrenhaus und jahrzehntealte Morde miteinander verknüpft.
Bewertung
Die Box hat ihren stärksten Trumpf im Verlauf über mehrere Filme. Der Auftakt lebt davon, dass sich das Grauen in scheinbar gewöhnlichen Aufnahmen bemerkbar macht. Lange Einstellungen, unauffällige Details im Hintergrund und der dokumentarische Rahmen lassen Raum für eigene Vermutungen. Die Bedrohung muss nicht ständig sichtbar sein, um präsent zu bleiben. Auch die Halloween-Attraktion selbst gibt dem Film ein einprägsames Zentrum: Das Haus ist zugleich Arbeitsort, Bühne und Gefahr.
Gerade die älteren Teile runden die Sammlung gekonnt ab. Sie zeigen, wie die Reihe ihre Grundidee zunächst am Abaddon Hotel fortsetzt: Ein zweites Team sucht nach Antworten, danach wird das Hotel erneut zum Schauplatz einer Horro-Show. Das ist für Fans interessant, weil Figuren, Spuren und offene Fragen wiederkehren. Zugleich wird hier auch die Kehrseite einer Fortsetzungsreihe deutlich. Wo der erste Film mit Andeutungen Spannung erzeugt, erklären die späteren Kapitel zunehmend mehr und verlieren dabei mitunter das Geheimnisvolle. „The Abaddon Hotel“ enthält wirkungsvolle Momente, wirkt aber in seiner Dramaturgie weniger geschlossen; „Lake of Fire“ erweitert den Mythos weiter, ohne die zusätzliche Größe immer überzeugend zu tragen.
Mit „The Carmichael Manor“ gewinnt die Sammlung einen willkommenen Ortswechsel. Das weitläufige Herrenhaus schafft eine andere Art von Unbehagen als die engen Hotelgänge. Die Untersuchung des ungelösten Familienfalls erweitert den Hintergrund der Reihe, ohne den Spukhaus-Kern ganz aufzugeben. Allerdings greift auch dieser Film auf bekannte Entscheidungen des Found-Footage-Horrors zurück.
Als Box funktioniert die Collection deshalb vor allem als vollständiger Marathon durch die Reihe. Die Filme sind nicht gleich stark, und gerade die älteren Fortsetzungen zeigen, wie schwer es ist, die Geheimnisse des ersten Films über mehrere Kapitel hinweg zu bewahren. Dafür macht die Zusammenstellung die Entwicklung sichtbar: von der konzentrierten Spukhaus-Attraktion über die Ausweitung der Legende bis zu den späteren Verknüpfungen mit dem Carmichael Manor.
Fazit
„The Complete Collection“ richtet sich vor allem an Horrorfans, die „Hell House LLC“ in seiner ganzen Entwicklung erleben möchten. Der erste Film bleibt der prägnanteste Einstieg, während die Fortsetzungen zwischen gelungenen neuen Schauplätzen, zusätzlichen Schreckmomenten und überladener Mythologie schwanken.
Copyright: LEONINE (LEONINE Distribution GmbH)