Comic - Komödie
Hexen hexen
Hexen hexenComic - Komödie | mit: Roald Dahl, Pénélope BagieuBewertung:★★★★★ Es gibt Filme, die für Kinder gemacht sind, bei denen ich aber meine Zweifel habe, ob sie tatsächlich auch für Kinder gedacht sind. Dazu gehört auf jeden Fall „Hexen hexen“ von 1990 mit Angelica Huston. Genauso wie der Film basiert auch der Comic von Pénélope Bagieu auf den gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Roald Dahl. Handlung Woran erkennt man eine Hexe? Ganz oberflächlich betrachtet sehen sie aus wie normale Frauen. Doch der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Echte Hexen tragen immer Handschuhe und Perücken, haben große Nasenlöcher und blaue Spucke. Das erzählt ihm zumindest seine Oma. Seitdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, wohnt sie bei ihm. Beim gemeinsamen Urlaub an der Küste erkennt der kleine namenlose Protagonist, dass die Damen der Königlichen Gesellschaft zur Verhinderung von Kindesmisshandlungen gar keine echten Damen sind, sondern Hexen! Doch zu spät, denn die Hexen schnappen ihn verwandeln ihn in eine Maus. Trailer BewertungIch weiß gar nicht, wo ich bei Pénélope Bagieus Comic-Version von „Hexen hexen“ mit dem Loben anfangen soll. Der Zeichenstil ist bunt und chaotisch, was wunderbar zu ihrer Version der Großmutter passt. Sie ist nämlich die Comicbuchversion der Oma aus dem Lied „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“. Sie raucht Zigarren, hat einen unglaublichen Modegeschmack – am Anfang des Comics trägt sie die wundervolle Kombo rosa Bluse, Leoparden-Leggings und Plateau-Sandalen – und will, dass ihr Enkel mit ihr ins Casino darf, um Poker zu spielen. Trotz ihrer sehr chaotischen Energie sieht man, wie sehr sie ihren Enkel liebt. Diese sehr ausladende Charakterbreite hat mir unglaublich gut gefallen.
Auch der Aufbau des Comics ist spannend und sehr dynamisch. Die Panelstruktur ist sehr unterschiedlich: Manchmal gibt es auf einer Seite viele, relativ kleine Panels; dann wiederrum bekommt man wunderschöne, einseitige Bilder zu sehen. Wenn die Oma über ihre Erinnerungen an ihrer ersten Begegnung mit einer Hexe erzählt, sind die einzelnen Bildern nicht durch Panels eingegrenzt, sondern durch den Rauch ihrer Zigarre – eine weitere hervorragende stilistische Idee, denn der bräunliche Rauch passt sehr gut zum Sepia-Ton der Erinnerungen.
Der Zeichenstil ist sehr passend für die Umsetzung eines Kinderbuchklassikers. Die Figuren sind sehr Cartoon-haft und überzeichnet. Die Oma hat riesige Brillengläser, der Enkel hat eine sehr schelmische Aura mit seinen krummen Zähnen und Sommersprossen. Aber allen voran sind die Hexen sehr gut getroffen. Obwohl sie ja wie „normale“ Frauen aussehen, sind sie nicht ganz normal. Die erste Hexe, die der kleine Junge trifft, hat einen riesigen Mund und hellgrüne Augen, die aussehen wie von einer Schlange. Aber vor allem die Hoch- und Großmeisterhexe ist fürchterlich und lustig zugleich. In ihrer Verkleidung sieht sie vollkommen unnatürlich aus mit ihren riesigen Augen und hohen Wangenknochen. Ohne Verkleidung erinnert sie an einen Kobold, mit langen, krummen Zähnen, spitzen Ohren und ohne Nase.
Fazit Mir hat die Comic-Adaption „Hexen hexen“ von Pénélope Bagieu unglaublich gut gefallen. Der Zeichenstil ist wunderbar überdreht und passt sehr gut zu der Geschichte. Vor allem die Oma ist ein großer Pluspunkt von Bagieus Comic. Aber auch der Aufbau und die sehr dynamischen Panels haben mir gut gefallen.
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Auch der Aufbau des Comics ist spannend und sehr dynamisch. Die Panelstruktur ist sehr unterschiedlich: Manchmal gibt es auf einer Seite viele, relativ kleine Panels; dann wiederrum bekommt man wunderschöne, einseitige Bilder zu sehen. Wenn die Oma über ihre Erinnerungen an ihrer ersten Begegnung mit einer Hexe erzählt, sind die einzelnen Bildern nicht durch Panels eingegrenzt, sondern durch den Rauch ihrer Zigarre – eine weitere hervorragende stilistische Idee, denn der bräunliche Rauch passt sehr gut zum Sepia-Ton der Erinnerungen.
Der Zeichenstil ist sehr passend für die Umsetzung eines Kinderbuchklassikers. Die Figuren sind sehr Cartoon-haft und überzeichnet. Die Oma hat riesige Brillengläser, der Enkel hat eine sehr schelmische Aura mit seinen krummen Zähnen und Sommersprossen. Aber allen voran sind die Hexen sehr gut getroffen. Obwohl sie ja wie „normale“ Frauen aussehen, sind sie nicht ganz normal. Die erste Hexe, die der kleine Junge trifft, hat einen riesigen Mund und hellgrüne Augen, die aussehen wie von einer Schlange. Aber vor allem die Hoch- und Großmeisterhexe ist fürchterlich und lustig zugleich. In ihrer Verkleidung sieht sie vollkommen unnatürlich aus mit ihren riesigen Augen und hohen Wangenknochen. Ohne Verkleidung erinnert sie an einen Kobold, mit langen, krummen Zähnen, spitzen Ohren und ohne Nase.
Fazit Mir hat die Comic-Adaption „Hexen hexen“ von Pénélope Bagieu unglaublich gut gefallen. Der Zeichenstil ist wunderbar überdreht und passt sehr gut zu der Geschichte. Vor allem die Oma ist ein großer Pluspunkt von Bagieus Comic. Aber auch der Aufbau und die sehr dynamischen Panels haben mir gut gefallen.