Buch - Thriller

Höllen Kind

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Höllen Kind
Höllen KindBuch - Thriller | mit: Veit EtzoldBewertung:★★★★★ Der mittlerweile achte Teil der Reihe von Veit Etzold, der in Bremen das Licht der Welt erblickt hat, garantiert wieder Spannung und kommt mit einer tollen Kulisse daher. Wie es Etzold schafft, neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit, überhaupt noch in die Tasten zu hauen, um das weiße Papier zu beschriften, bleibt mir persönlich ein Rätsel. Andere Autoren beschränken sich ganz auf die Welt der Bücher und machen darüber hinaus nichts mehr. Etzold nicht. Er gibt jedoch an, dass es von Vorteil ist, dass er sein eigener Herr ist und seine Zeit so einteilen kann, wie er das möchte. Das ist sicherlich gut, dennoch untertreibt er doch, denn solch ein Zeitmanagement ist beeindruckend. Handlung Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt:
Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin…BewertungItalien ist der Schauplatz der Geschichte und ähnlich wie im Film „Inferno“ mit Tom Hanks geht es auch um die Kunstgeschichte und insbesondere um Dantes Inferno. Bezüge liegen nicht nur im Hinterschrank, sondern es wird ganz offen Bezug auf die Verse genommen, sodass die Verbindung zu altertümlicher Dichtung beziehungsweise Geschichte eine tolle Atmosphäre vermittelt.

Das „Höllen Kind“ so gut funktioniert, liegt aber in erste Linie daran, dass die Spannung da ist. Sie ist der Garant für den Erfolg und sie lässt sich auf ihrem Weg nicht beirren, bleibt beständig. Angereichert wird der Plot mit verkehrlichen Dingen, wie Menschenhandel oder den obligatorischen Machtgelüsten der oberen Zehntausend. Etzold versteht es seine Tatorte drastisch darzustellen. Er ist dabei sehr detailreich, alles nichts Neues, doch unerwähnt sollte diese Tatsache nicht bleiben. Daher aber noch einmal der Hinweis, dass zartbesaitete Leser und Leserinnen vielleicht einen Bogen um den Thriller machen sollten.

Die Erzählweise ist schnell und flüssig. Kurze Kapitel lassen unsere Augen nicht lange verweilen und wir kommen gut voran, sodass der Roman geschwind „durchgearbeitet“ ist. Die zwei Handlungsstränge runden das Gesamtwerk ab. Abschließend noch ein Wort zu den Charakteren: Die sind weiterhin in ihren Rollen und üben nach wie vor ihre Anziehungskraft aus und haben sich nicht abgenutzt!
Fazit „Höllen Kind“ ist der achte Teil der Reihe und immer noch gut!
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