Game - Action

Hunt: Showdown

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Hunt: Showdown
Hunt: ShowdownGame - Action | mit: CrytekBewertung:★★★★★ Das Western-Szenario in Videospielen wird meist etwas ignoriert, obwohl dies oft unterschätzt wird.
Hunt: Showdown ist einer der wenigen Genrevertretern, welcher bereits seit 2018 im early access auf dem PC spielbar ist. Kurz darauf feierte das Spiel auf der X-Box seinen Release.
PS4-Spieler mussten etwas länger darauf warten, aber nun ist es soweit. Wie sich das Multiplayergame schlägt und worum es eigentlich geht, erfahrt ihr in meinem Test. Handlung Leider ist dieser Punkt bei Multiplayerspielen immer etwas kniffelig.
In Hunt spielt man einen Monsterjäger, welcher zunächst Hinweise finden muss, um ein Ziel zu lokalisieren. Danach heißt es dieses zu eliminieren, zu verbannen und die Trophäe zu einem Ausgang zu bringen. Viel mehr ist es eigentlich nicht. Leicht wird es trotzdem nicht. Trailer BewertungUnd genau da startet auch meine Bewertung, denn das Game ist alles andere als einfach. Zu der ganzen Monsterjagd kommt noch eine wichtige Sache hinzu, welche man nie wirklich planen kann, und das sind die anderen Jäger. Hunt ist ein reines Online Game. Man hat zwar im Trainingsmodus die Chance sich ohne weitere Spieler etwas einzuspielen, dies wird aber schnell langweilig.
Also auf in das Getümmel.
In meiner ersten Runde Hunt wurde mir gleich eines klar, manche Spieler bzw. deren Strategien sind richtig asozial. Nur diese Eigenschaft hat mir zum Sieg verholfen.

Aber von vorne. Die erste Runde habe ich mit einem Random verbracht. Dieser schien bereits etwas Erfahrung mitzubringen. Nach den ersten Hinweisen wurde der Aufenthalt des Monsters bereits auf der Map angezeigt. Allerdings kamen uns bereits andere Jäger zuvor und haben mit der Verbannung begonnen. Mein Partner lief los und ich notgedrungen hinterher. Wir haben uns aber nicht auf den Weg zum Monster gemacht, sondern zum nächsten Ausgang und uns da auf die Lauer gelegt.
Als die anderen Jäger dann zu diesem kamen und mit erlegter Beute fliehen wollten, reichten ein paar gut gezielte Schüsse und diese segneten das Zeitliche. Jetzt die Beute schnappen und nichts wie raus hier. Ich gebe zu, dies ist vielleicht nicht die beste Art, aber so ist nunmal auch das Spielprinzip.

Jäger kann man übrigens im Hauptmenü rekrutieren. Jeder kommt mit eigenen Waffen und Perks daher. Zu den Waffen ist aber auch gleich zu sagen, dass man immer auf die Schusszahl achten sollte. Das Nachladen ist so langsam, dass dies des öfteren bereits zum Verhängnis wurde.
Nach einer Runde erhält man Punkte, welche in neue Perks für den Charakter investiert werden können.
Außerdem gibt es noch die sogenannte Blutlinie, welche dem allgemeinen Spielerrang entspricht. Mit jedem Level schaltet man hier neue Waffen und Gegenstände im Laden zum Kaufen frei.

Bis Level 11 in der Blutlinie hat der Spieler noch nichts zu verlieren. Seine Jäger bleiben ihm auch nach dem Tode erhalten. Sobald er diese Stufe erreicht geht das Spiel erst richtig los. Denn sobald ein Jäger im Spiel stirbt, ist er für immer tot. Alle Waffen, welche beim Ableben ausgerüstet waren, sind ebenfalls weg. Dieses Prinzip trägt zum vorsichtigen Spielen bei. Man muss immer auf der Hut sein und sollte nie viel Lärm machen. Krähen aufscheuchen, an Hühnerställe vorbei laufen, auf Äste treten,... All das gibt Laute von sich. Diese locken zum einen Zombies an, welche durch die Gegend laufen. Aber auch andere Spieler können durch die Geräusche euch lokalisieren. Das Spiel lässt sich am besten mit einem Headset spielen, da man so die Richtung der Geräusche und Schüsse besser bestimmen kann.

Es gibt 2 verschiedene Maps, welche abwechslungsreich gestaltet sind. Das Gegnerdesign bietet auch manch Überraschungen und jeder Gegner hat auch seine Schwachstelle. Zombies an sich stellen kaum eine Gefahr dar, in einer Horde können diese auch tödlich sein. Mein absoluter Hassgegner ist, wie in jedem Spiel, der Hund. Dieser tritt meist nicht allein auf, sondern im Rudel und ist gefährlich, da man ihn sehr schwer treffen kann.

Es gibt insgesamt 3 Monster, welche man töten kann. Ein Symbol in der linken Ecke verrät, mit wem wir es in der Runde zu tun haben. In manchen Runden gibt es auch 2 Monster, welche man jagen kann.
Zum Aufleveln kann man auch erstmal nur 2 oder 3 Hinweise aufdecken und dann ab zum Ausgang gehen. Das kostet natürlich mehr Zeit, ist aber oft die sichere Variante.

Die Atmosphäre ist so dicht, dass ich kaum mit dem Spielen aufhören konnte. Gerade im Coop mit einem Kumpel ist das Spiel ein wahres Erlebnis und die Zeit vergeht sehr schnell. Dann hat man auch mal eine Nacht Hunt durchgezockt. Die Tatsache, dass man nie angezeigt bekommt, wie viele Mitspieler noch leben, macht das Ganze noch spannender. Selbst wenn alle Anderen bereits weg sind, weiß man es einfach nicht und ist immer noch vorsichtig unterwegs.

Wer keine Lust auf Coop (oder sogar zu dritt) spielen hat, kann im schnellen Spiel alleine gegen andere Spieler antreten. Hier erhält jeder einen zufälligen Jäger und kann nur die Waffenart bestimmen. Es gilt wieder Risse zu schließen und Energie aufzunehmen. Diesen Modus fand ich irgendwie nicht sehr spannend. Einziger Vorteil, wenn man mit dem Jäger entkommt, kann man diesen auch behalten.

Was negativ ins Gewicht geht, sind die Ladezeiten. Diese sind ziemlich lang und da macht sich doch auch mal die Ungeduld bemerkbar. Ansonsten ist es für mich momentan eines der besten Multiplayergames mit Potential. Ich hoffe auf weitere Monster und vielleicht neue Maps. Fazit Hunt: Showdown ist ein spannender Multiplayerwestern, bei dem keine Runde der vorherigen gleicht. Die Spielweise muss jedes mal neu angepasst werden, da die anderen Spieler unberechenbar sind. Wer auf solche Games steht und dessen Frustrationsgrenze ziemlich weit oben liegt, sollte einen Blick wagen. Aber seid gewarnt: Ihr werdet auf jeden Fall Abschied von einigen Charakteren nehmen.
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