Comic - Drama
Hypericum
HypericumComic - Drama | mit: Manuele FiorBewertung:★★★★★ Manuele Fior ist Autor und Zeichner und hat schon einige Werke veröffentlicht. Beim Avan-Verlag kamen so u.a. "Fräulein Else", "Fünftausend Kilometer in der Sekunde" oder "d'Orsay-Variationen" in die Comic-Läden. Mit "Hypericum" habe ich nun sein erstes Buch in meinem Besitz. Was mir bei der Recherche und beim Lesen aufgefallen ist, es gibt nacktes Fleisch zu sehen und natürlich findet sich in den Leseproben oftmals der gleiche Stil. Jedoch finde ich es gerade in "Fünftausend Kilometer in der Sekunde" etwas verschwommener, wenn es um den Hintergrund geht. Aber zurück zu "Hypericum", der seinen Namen von der Johanniskrautfamilie hat. In diesem Comic wird es um die Gattung: Hypericum aegypticum gehen. Ein wenig klugscheißern müsst ihr mir an dieser Stelle zugestehen.
Handlung Teresas Leben folgte bislang einer geraden Linie. So erreicht sie alle Ziele scheinbar mühelos und es ist keine Überraschung, dass sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die große Ausstellung des Tutanchamun-Schatzes in Berlin ausgewählt wird. Ruben, einem jungen, launischen, italienischen Künstler, fehlt es hingegen an Geradlinigkeit. Für ihn ist das Berlin der späten 1990er Jahre eine riesige Spielwiese. Ein magisches Labyrinth voller Möglichkeiten, in dem es leicht ist, sich zu verirren und Spaß zu haben.
Die intime Liebesgeschichte von Ruben und Teresa wird parallel mit der Geschichte Howard Carters erzählt, dem Entdecker des Grabes von Tutanchamun, und entfaltet sich zwischen dem Tal der Könige und dem rasanten Leben im Berlin der Nachwendezeit.BewertungDas Comic ist wie beschrieben in zwei Teile unterteilt, die durch eine Suche verbunden ist. Der eine sucht ein Grab, die andere sucht etwas in Berlin, was sie noch nicht so genau weiß. Durch eine Beziehung weiß sie, was sie sucht: Sie sucht einen festen Halt. Und es ist die Liebesgeschichte die von Manuele Fior sehr einfühlsam und intensiv geschildert wird. Der Leser kann die Leidenschaft zwischen den beiden spüren. Es ist eine zufällige Begegnung, wie soll es in der Liebe auch anders sein, die alles verändert. Und plötzlich trifft Struktur auf das Berliner Chaos. Es geht in Clubs oder an bekannte Plätze.
Es geht aber auch ins Bett und hier nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund. Eine FSK-18 Einstufung ist hier geboten, weil hier explizit auf den Akt eingegangen wird. Es sind aber wohldosierte, schöne Aufnahmen, die die Beziehung der beiden eher unterstreichen, anstatt auf die pornografische Schiene abzudriften.
Das komplette Comic setzt auch mit den Zeichnungen und Farben auf Romantik. Dabei ist nicht immer heile Welt, es kommen auch Konflikte auf die Tagesordnung. Doch wir merken einfach, dass sich hier zwei Menschen gefunden haben, die sich auch gegenseitig brauchen, um den nächsten Schritt im Leben zu gehen.
Fazit "Hypericum" hat mich absolut positiv überrascht mit einer ansprechenden Liebesgeschichte mitten im chaotischen Berlin.
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Handlung Teresas Leben folgte bislang einer geraden Linie. So erreicht sie alle Ziele scheinbar mühelos und es ist keine Überraschung, dass sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die große Ausstellung des Tutanchamun-Schatzes in Berlin ausgewählt wird. Ruben, einem jungen, launischen, italienischen Künstler, fehlt es hingegen an Geradlinigkeit. Für ihn ist das Berlin der späten 1990er Jahre eine riesige Spielwiese. Ein magisches Labyrinth voller Möglichkeiten, in dem es leicht ist, sich zu verirren und Spaß zu haben.
Die intime Liebesgeschichte von Ruben und Teresa wird parallel mit der Geschichte Howard Carters erzählt, dem Entdecker des Grabes von Tutanchamun, und entfaltet sich zwischen dem Tal der Könige und dem rasanten Leben im Berlin der Nachwendezeit.BewertungDas Comic ist wie beschrieben in zwei Teile unterteilt, die durch eine Suche verbunden ist. Der eine sucht ein Grab, die andere sucht etwas in Berlin, was sie noch nicht so genau weiß. Durch eine Beziehung weiß sie, was sie sucht: Sie sucht einen festen Halt. Und es ist die Liebesgeschichte die von Manuele Fior sehr einfühlsam und intensiv geschildert wird. Der Leser kann die Leidenschaft zwischen den beiden spüren. Es ist eine zufällige Begegnung, wie soll es in der Liebe auch anders sein, die alles verändert. Und plötzlich trifft Struktur auf das Berliner Chaos. Es geht in Clubs oder an bekannte Plätze.
Es geht aber auch ins Bett und hier nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund. Eine FSK-18 Einstufung ist hier geboten, weil hier explizit auf den Akt eingegangen wird. Es sind aber wohldosierte, schöne Aufnahmen, die die Beziehung der beiden eher unterstreichen, anstatt auf die pornografische Schiene abzudriften.
Das komplette Comic setzt auch mit den Zeichnungen und Farben auf Romantik. Dabei ist nicht immer heile Welt, es kommen auch Konflikte auf die Tagesordnung. Doch wir merken einfach, dass sich hier zwei Menschen gefunden haben, die sich auch gegenseitig brauchen, um den nächsten Schritt im Leben zu gehen.
Fazit "Hypericum" hat mich absolut positiv überrascht mit einer ansprechenden Liebesgeschichte mitten im chaotischen Berlin.