Filme - Science Fiction

I Am Mother

Veröffentlicht am 30.11.-0001
I Am Mother
I Am MotherFilme - Science Fiction | mit: Grant Sputore; mit Clara Rugaard, Hillary SwankBewertung:★★★★★ Wenn es ein Genre gibt, bei dem ich sofort ins Kino renne oder mir direkt den Film für Zuhause besorgen will, dann ist es Sci-Fi. Aber um ganz ehrlich zu sein: Das Genre bringt auch viel Grütze hervor. Zum Glück ist das bei I Am Mother nicht der Fall. Handlung Ein Teenager-Mädchen, genannt „Tochter“, lebt in einem unterirdischen Hochsicherheitsbunker und wird von einem humanoiden Roboter namens „Mutter“ aufgezogen. Der Androide wurde entwickelt, um die Erde nach der Auslöschung der Menschheit neu zu besiedeln. Die besondere Beziehung zwischen den beiden wird bedroht, als unerwartet eine blutüberströmte fremde Frau vor der Luftschleuse des Bunkers auftaucht und völlig aufgelöst um Hilfe schreit. Die bloße Existenz dieser Fremden stellt „Tochters“ komplette Welt auf den Kopf, und nach und nach beginnt sie, ihr einziges Elternteil als potenzielle Gefahr zu betrachten. In einem atemberaubenden Finale muss sich „Tochter“ der „Mutter“ von Angesicht zu Angesicht stellen, um die Wahrheit über ihre Welt und ihre wahre Mission herauszufinden. Trailer BewertungI Am Mother ist eine Mischung aus Thriller und Science-Fiction, eine Kombination, die mich den ganzen Film über sehr gut gefallen hat. Die „Tochter“ ist hin- und hergerissen zwischen den anderen beiden Figuren, die versuchen, sie jeweils gegen die andere auszuspielen. Als Zuschauender ist man sich nie wirklich sicher, wen man genau vertrauen kann. Diese Spannung bleibt nach bis zum Ende erhalten, was meiner Meinung nach zum einen an der hervorragenden schauspielerischen Leistung liegt und zum anderen an der sehr gelungenen Inszenierung.
Die beiden Darstellerinnen Clara Rudgaard und Hillary Swank spielen ihre Rollen sehr überzeugend, vor allem Rudgaard als intelligente und neugierige junge Frau, die mit ihrem Leben im Bunker eigentlich zufrieden ist, aber immer mehr Fragen hat, die ihre „Mutter“ nicht beantworten kann/will. Auch Swank liefert eine gute Leistung in I Am Mother. Man weiß wirklich nicht, ob sie die Wahrheit sagt oder ob sie lügt. Aber die meiner Meinung nach beste Figur im Film ist der Android „Mutter“. Gespielt wird sie von Luke Hawker gespielt – der auch an der Entwicklung des Anzugs beteiligt war –, die Stimme stammt von der australischen Schauspielerin Rose Byrne. Ihre Stimme ist so sanft und schön, dass man sehr schnell vergisst, dass „Mutter“ ein Roboter ist. Nur die äußere Erscheinung und die Bewegungen bleiben sehr roboterhaft. Das ist auch bei der Mimik des Roboters die ganze Zeit über sehr wechselhaft. Obwohl „Mutter“ nur ein Kreis in der Mitte des Kopfs hat, das als Auge fungiert und darunter zwei Knöpfe, die sich zusammen oder auseinander ziehen und den Mund darstellen sollen, versteht man ihre Gesichtsausdrücke sehr gut.
Mir gefällt es sehr gut, dass der Film fast vollständig innerhalb eines geschlossenen Raums spielt. Dieser ist zwar relativ groß, aber durch Türen, die verschlossen werden können und den labyrinthartigen Grundriss des Bunkers können die Figuren sich gut voreinander verstecken. Die rasanten Kamerafahrten und die schnellen Schnitten erzeugen in den richtigen Momenten eine hektische Atmosphäre, die sich gut mit den ruhigeren Passagen abwechseln. Aber auch die ruhigeren Kameramomente sind nicht für den Zuschauenden eine Erholung, denn oft sind diese genauso spannungsgeladen wie die hektischen Momente. Da entfaltet sich die Spannung eher durch die Dialoge und Interaktionen zwischen den Figuren, vor allem am Ende.
Der eine Sternabzug liegt aber leider an der Bluray, die sehr rudimentär ausgestattet ist. Es gibt ein Featurette mit Interviews der Darstellerinnen und der Crew, mehr ist aber nicht zu haben. Noch nicht einmal englische Untertitel sind auf der Bluray vorhanden. Ich hätte sehr gerne etwas mehr über die Entstehung des Roboter-Anzugs und über die Vermischung von praktischen Effekten und CGI erfahren. So muss ich ganz ehrlich sagen, dass sich die Bluray wenig lohnt, da kann man sich auch die VoD-Version des Films anschaffen.
Fazit Ich finde I Am Mother ist ein gelungener Sci-Fi-Thriller, der mit einer spannenden Inszenierung in einem geschlossenen Raum punktet und den Schauspielerinnen viel Raum gibt. Nur die Bluray lohnt sich nicht allzu sehr, da die Ausstattung sehr dürftig ist.
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