Comic - Krimi
Ich, der Verrückte
Ich, der VerrückteComic - Krimi | mit: Antonio Altarriba, KekoBewertung:★★★★★ Autor Antonio Altarriba und Zeichner Keko führen ihre kleine "Ich-Reihe" fort, denn nach "Ich, der Mörder" kommt nun "Ich, der Verrückte". Der Auftagsband wurde im Übrigen in der Sélection Polar des Festivals von Angoulême als „Bester Krimi” nominiert. Literaturprofessor Altarriba kann also schreiben. Das der Comic auf der optischen Ebene funktioniert, dafür sorgt dann Keko, der mit einem unverkennbaren schwarz-/ weiß-Stil dafür sorgt, dass eine tolle Atmosphäre aufkeimt. Handlung Ángel Molinos, Doktor für Psychologie und gescheiterter Schriftsteller, arbeitet in einer Klinik für psychische Störungen, die mit einem bekannten internationalen Pharmaunternehmen kooperiert. Seine Arbeit besteht aus der Identifizierung und Erschaffung neuer „pathologisierbarer” psychologischer Kategorien, aus denen neue Krankheitsbilder entstehen sollen, um den Konsum der Medikamente zu fördern. Er hat Alpträume und flüchtet sich in die Erforschung der Psyche anderer, um seine eigene zu exorzieren und seine schmerzliche Vergangenheit aufzuarbeiten.
Als jedoch ein Freund verschwindet, der sich entschieden hat, als Whistleblower zu agieren und die Praktiken der Pharmaindustrie aufzudecken, wird er in eine Verschwörung hineingezogen. Haben sich seine Arbeitgeber entschieden, ihn loszuwerden? Wird der Erfinder des falschen Wahnsinns am Ende selbst verrückt werden? BewertungZunächst fällt die tolle Aufmachung auf. Ja, klar, ein Hardcover haben wir alle schon in den Händen gehalten und ist an sich schon eine gute Sache. Doch dieses kommt dank der einprägsamen schwarz-/ weiß Färbung mit ein wenig gelblichen Ton eindrucksvoll daher, es fällt sofort auf. Gleichermaßen überraschen uns die Panels sofort positiv. Dazu muss man sagen, dass ich auf solche klaren Darstellungen in beschriebener Gestaltung schon immer fasziniert haben. Thriller so aufzubauen, also gute alte Old-School-Krimis, hat schon etwas und erinnert an die Hochzeiten des Fernsehens. Aber keine Angst, hier laufen nicht viele Personen mit einem Hut rum... Ein wenig gelb gibt es dann doch noch, denn Blut wird zum Beispiel so dargestellt. Wirkt somit supergut.
Inhaltlich konnte "Ich, der verrückte" schon alleine überzeugen, weil es um die Machenschaften eines Pharmagiganten geht. Dieser erfindet immer neue Krankheiten, um immer mehr Profit zu generieren. Die große Krankheit Kapitalismus steht daher über allem und Ángel Molinos befindet sich schnell in einem Wirtschaftsthriller. Dabei lernen wir einige Fremdwörter kennen und können sogar behaupten, dass wir uns intellektuell weitergebildet haben, zumindest wenn es um die Psychologie und deren Medikamente geht.
Der Spannungsbogen ist recht ansprechend, obwohl das Ende dann nicht mehr ganz überraschend kommt. Es ist gut, es ist konsequent, doch es haut uns nicht mehr aus den Socken, sodass aber immer noch gute vier von fünf Geek Whisper Sternen übrig bleiben. Das liegt auch daran, dass die Hauptfigur in "Ich, der Verrückte" gut ausgearbeitet ist. Alle Fakten seines Lebens spielen eine Rolle und seine Albträume zeigen uns seine Vergangenheit und erklären seinen Zustand. Fazit "Ich, der Verrückte" ist ein toller Krimi, der inhaltlich einiges zu bieten hat, aber optisch mit einem ultrascharfen schwarz-/ weiß Bild daher kommt.
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Als jedoch ein Freund verschwindet, der sich entschieden hat, als Whistleblower zu agieren und die Praktiken der Pharmaindustrie aufzudecken, wird er in eine Verschwörung hineingezogen. Haben sich seine Arbeitgeber entschieden, ihn loszuwerden? Wird der Erfinder des falschen Wahnsinns am Ende selbst verrückt werden? BewertungZunächst fällt die tolle Aufmachung auf. Ja, klar, ein Hardcover haben wir alle schon in den Händen gehalten und ist an sich schon eine gute Sache. Doch dieses kommt dank der einprägsamen schwarz-/ weiß Färbung mit ein wenig gelblichen Ton eindrucksvoll daher, es fällt sofort auf. Gleichermaßen überraschen uns die Panels sofort positiv. Dazu muss man sagen, dass ich auf solche klaren Darstellungen in beschriebener Gestaltung schon immer fasziniert haben. Thriller so aufzubauen, also gute alte Old-School-Krimis, hat schon etwas und erinnert an die Hochzeiten des Fernsehens. Aber keine Angst, hier laufen nicht viele Personen mit einem Hut rum... Ein wenig gelb gibt es dann doch noch, denn Blut wird zum Beispiel so dargestellt. Wirkt somit supergut.
Inhaltlich konnte "Ich, der verrückte" schon alleine überzeugen, weil es um die Machenschaften eines Pharmagiganten geht. Dieser erfindet immer neue Krankheiten, um immer mehr Profit zu generieren. Die große Krankheit Kapitalismus steht daher über allem und Ángel Molinos befindet sich schnell in einem Wirtschaftsthriller. Dabei lernen wir einige Fremdwörter kennen und können sogar behaupten, dass wir uns intellektuell weitergebildet haben, zumindest wenn es um die Psychologie und deren Medikamente geht.
Der Spannungsbogen ist recht ansprechend, obwohl das Ende dann nicht mehr ganz überraschend kommt. Es ist gut, es ist konsequent, doch es haut uns nicht mehr aus den Socken, sodass aber immer noch gute vier von fünf Geek Whisper Sternen übrig bleiben. Das liegt auch daran, dass die Hauptfigur in "Ich, der Verrückte" gut ausgearbeitet ist. Alle Fakten seines Lebens spielen eine Rolle und seine Albträume zeigen uns seine Vergangenheit und erklären seinen Zustand. Fazit "Ich, der Verrückte" ist ein toller Krimi, der inhaltlich einiges zu bieten hat, aber optisch mit einem ultrascharfen schwarz-/ weiß Bild daher kommt.