Filme - Kriegsfilm

Im Westen nichts Neues (2022)

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Im Westen nichts Neues (2022)
Im Westen nichts Neues (2022) Filme - Kriegsfilm | mit: Brühl, Daniel , Striesow, Devid , Hilmer, AaronBewertung:★★★★★ Da ist das Ding, so würde es Oliver Kahn berufen. Insgesamt gingen vier Goldjungen Richtung Deutschland und Erster Weltkrieg. Der Streifen wurde in folgenden Kategorien ausgezeichnet: Bester internationaler Film, Auszeichnung für die Beste Kamera (James Friend), Auszeichnung für die Beste Filmmusik (Volker Bertelmann) und Auszeichnung für das Beste Szenenbild (Christian M. Goldbeck und Ernestine Hipper). Er war aber auch für den besten Film nominiert. Das ist schon eine beeindruckende Liste und damit ist er zumindest im Oscar-Universum der beste Film aus Deutschland. Das wieder einmal mit der deutschen Geschichte Erfolge gefeiert werden können, wie soll es auch anders sein. Abzuwarten bleibt in der Zukunft, ob ein Projekt aus dem deutschsprachigen Raum einen Preis in L.A. abräumt eben ohne Krieg oder das Aufarbeiten einer Diktatur. Handlung Im Westen nichts Neues erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Paul (Felix Kammerer) und seine Kameraden erleben am eigenen Leib, wie sich die anfängliche Kriegseuphorie in Schrecken, Leid und Angst umkehrt, während sie in den Schützengräben verzweifelt um ihr Leben kämpfen. Der Film von Regisseur Edward Berger basiert auf der berühmten gleichnamigen Buchvorlage von Erich Maria Remarque. Trailer BewertungDer Erste Weltkrieg hat die große Besonderheit, dass Kriegsverbrechen nicht auf der Tagesordnung stehen, zumindest werden sie von Historikern nicht so ausgeschlachtet. Es geht eher um das sinnlose Sterben in den Schützengräben und das die Soldaten kaum Landgewinne dabei erzielen. Die neue Version von "Im Westen nichts Neues" kann durch Bilder überzeugen. Farblose Tristesse begegnet uns, die uns schon die Gleichgültigkeit widerspiegelt, wenn es um die Punkte Menschlichkeit geht. Keiner rechnet damit, dass ein Freud die Schlacht überlebt. Außer natürlich die jungen Burschen aus der Schule, die von ihrem Lehrer noch zum Dienst an der Waffe animiert werden. Vaterlandsliebe usw sind dabei die Stichwörter.

Im Schützengraben selbst geht es ums nackte Überleben. Wobei das Schicksal des einfachen Mannes nicht zählt. Was noch einmal ganz zum Schluss deutlich wird, als ein General die Niederlage nicht verdaut und lieber seine Männer noch einmal in den Tod schickt. Deserteure werden hingerichtet. Ob gerade dieser Passus eine historische Korrektheit besitzt, ist zweifelhaft, dennoch verleiht gerade diese Szene die angesprochene Sinnlosigkeit die Grundlage.

Wegen dem Bild und dem Sound solltet ihr die heimische Anlage aufdrehen und einen guten Fernseher besitzen. Wenn nicht, dann geht zu einem Freund, denn die Bilder und der Kriegssound sollte nicht an einem iPad oder Co gesehen werden, dafür ist "Im Westen nichts Neues" nicht gemacht.

Und, wenn ihr den Film nicht nur bei Netflix sehen wollt, dann könnt ihr ab sofort auch das Mediabook kaufen, dass mit folgendem Inhalt aufwartet: Film auf UHD-Blu-ray und Blu-ray sowie einem 24-seitigen Booklet, Audiokommentar von Regisseur Edward Berger, Making-of, Kinotrailer und Teaser. Superschön für die Sammlung
Fazit "Im Westen nichts Neues" ist ein guter Film, der historisch vielleicht Abweichung enthält, jedoch den Zeigefinger erhebt und Zeugnis, wie seine Buchvorlage, über einen sinnlosen Krieg ablegt. Das Mediabook weiß zu gefallen und ist aktuell die einzige Möglichkeit außerhalb von Netflix den Film zu sehen.
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