Rezension
Inglourious Basterds
Inglourious BasterdsFilme - Kriegsfilm | mit: Brad Pitt, Christoph Waltz, Eli Roth, Diane Kruger, Til Schweiger, Michael FassbenderBewertung:★★★★★ "Inglourious Basterds" ist ein Kriegswesternmärchen aus der Feder von Kultregisseur Quentin Tarantino. Das Drehbuch entstand schon 1999, doch er musste warten, bis ihm ein passendes Ende einfiel. Handlung In einem von Nazis besetzten Frankreich kann die jüdische Shosanna Dreyfus (Melanie Laurent) gerade noch so dem Tod durch den SS-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) entkommen. Einige Jahre später, als sich der deutsche Kriegsheld Fredrick Zoller (Daniel Brühl) schnell für sie interessiert und eine illustre Filmpremiere in ihrem Kino veranstalten möchte, welches sie jetzt leitet, sieht sie ihre Chance auf Rache. Die Filmpremiere erregt die Aufmerksamkeit der "Basterds", eine Elitetruppe des amerikanischen OSS, die unter dem Kommando von Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) steht. Während die "Basterds" immer weiter vorrücken und die Pläne der jungen Kinobesitzerin in Bewegung gesetzt werden , kreuzen sich ihre Wege für einen schicksalhaften Abend der die Geschichte für immer verändern könnte. Trailer Bewertung"Once upon a Time... In Nazi-occupied France" ist das erste was wir als Zuschauer lesen, eine Anspielung auf Sergio Leones Spaghetti-Western Meisterwerk "Once upon a Time... In the West" - bei uns "Spiel mir das Lied vom Tod". Der gesamte Tonfall des Titels deutet an, dass hier jemand vorhat, einen nicht ganz so ernst gemeinten Film zu zeigen, der zwischen Realität und Fiktion springt.
Dass es sich quasi um einen Spaghetti-Western und um keinen Kriegsfilm handelt, zeigt sich schon in der ersten Szene:
Ein Auto fährt irgendwo in Frankreich zu einer Hütte, der SS-Oberst Hans Landa steigt aus und verhört den Vater der Familie LaPadite - wobei verhört ist nicht ganz richtig, eher verhöhnt den Vater und die unter den Dielen liegende jüdische Familie. Diese halbe Stunde andauernde Eröffnungssequenz erinnert stark an die Eröffnung von "Spiel mir das Lied vom Tod", und auch bei "Inglourious Basterds" endet es in einem Massaker, das nur die Tochter Shosanna überlebt. Tarantino benutzt in seinem sechsten Film mehr, als jemals zuvor die Dialoge um Macht auszudrücken, bzw. sie auszuspielen. In dieser Szene zum Beispiel hat Landa die Macht über den Vater LaPadite und die jüdische Familie unter den Dielen, weil diese kein deutsch sprechen, bzw. verstehen kann. Am Ende läuft der Film auf das Offensichtlichste hinaus: Hitler, Göring, Goebbels und Bormann - weil Bormann wahrscheinlich der unbekanntste der vier Nazis ist, umkreist Tarantino seinen Kopf und schreibt seinen Namen dazu - sterben, nur nicht so wie es in unseren Geschichtsbüchern steht. Shosanna führt ihr geplant Attentat aus und lässt ihr Filmlager mit den Rollen aus brennbarem Nitrofilm in die Luft gehen, während die "Basterds" die Nazi-Oberhäupter in die Luft sprengen. Hitler und Co. so zutöten ist ein schönes Spektakel und ein cleverer Kniff, da fragt man sich doch, wieso da vorher niemand drauf gekommen ist. Die Tötung Hitlers ist, wenn man es so will der Triumph des Kinos über die Realität, der Triumph der Fiktion über die Wirklichkeit - wie schon Christoph Waltz es Mal in einem Interview so schön sagte. Fazit "Inglourious Basterds" ist ein dialoglastiger Spaghetti-Western, aufgemacht als Kriegsfilm. Nur kommt in diesem (Kriegs-)Film nicht einmal der besagte Krieg vor - außer in dem extra für die Kinoszene gedrehten Film "Der Stolz der Nation" von Eli Roth. Gerade in der Mitte haben die "Basterds" mit leichten Handlungslücken zu kämpfen, aber das ist meckern auf ganz hohem Niveau, aber trotzdem ist er absolutes Pflichtprogramm für jeden Tarantino-Fan.
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Dass es sich quasi um einen Spaghetti-Western und um keinen Kriegsfilm handelt, zeigt sich schon in der ersten Szene:
Ein Auto fährt irgendwo in Frankreich zu einer Hütte, der SS-Oberst Hans Landa steigt aus und verhört den Vater der Familie LaPadite - wobei verhört ist nicht ganz richtig, eher verhöhnt den Vater und die unter den Dielen liegende jüdische Familie. Diese halbe Stunde andauernde Eröffnungssequenz erinnert stark an die Eröffnung von "Spiel mir das Lied vom Tod", und auch bei "Inglourious Basterds" endet es in einem Massaker, das nur die Tochter Shosanna überlebt. Tarantino benutzt in seinem sechsten Film mehr, als jemals zuvor die Dialoge um Macht auszudrücken, bzw. sie auszuspielen. In dieser Szene zum Beispiel hat Landa die Macht über den Vater LaPadite und die jüdische Familie unter den Dielen, weil diese kein deutsch sprechen, bzw. verstehen kann. Am Ende läuft der Film auf das Offensichtlichste hinaus: Hitler, Göring, Goebbels und Bormann - weil Bormann wahrscheinlich der unbekanntste der vier Nazis ist, umkreist Tarantino seinen Kopf und schreibt seinen Namen dazu - sterben, nur nicht so wie es in unseren Geschichtsbüchern steht. Shosanna führt ihr geplant Attentat aus und lässt ihr Filmlager mit den Rollen aus brennbarem Nitrofilm in die Luft gehen, während die "Basterds" die Nazi-Oberhäupter in die Luft sprengen. Hitler und Co. so zutöten ist ein schönes Spektakel und ein cleverer Kniff, da fragt man sich doch, wieso da vorher niemand drauf gekommen ist. Die Tötung Hitlers ist, wenn man es so will der Triumph des Kinos über die Realität, der Triumph der Fiktion über die Wirklichkeit - wie schon Christoph Waltz es Mal in einem Interview so schön sagte. Fazit "Inglourious Basterds" ist ein dialoglastiger Spaghetti-Western, aufgemacht als Kriegsfilm. Nur kommt in diesem (Kriegs-)Film nicht einmal der besagte Krieg vor - außer in dem extra für die Kinoszene gedrehten Film "Der Stolz der Nation" von Eli Roth. Gerade in der Mitte haben die "Basterds" mit leichten Handlungslücken zu kämpfen, aber das ist meckern auf ganz hohem Niveau, aber trotzdem ist er absolutes Pflichtprogramm für jeden Tarantino-Fan.