Comic - Marvel

Iron Man - Der Eiserne #1 Neue Wege, alte Fehler

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Iron Man - Der Eiserne #1 Neue Wege, alte Fehler
Iron Man - Der Eiserne #1 Neue Wege, alte FehlerComic - Marvel | mit: Christopher Cantwell (Autor), Cafu (Autor), Alexander Rösch (Übersetzer)Bewertung:★★★★★ Das Wort Neustart lieben oder hassen die Comic-Fans sicherlich. Gerade, wenn es um Heldenkost geht, steht nach einem großen Finale wieder ein Neustart an. Einige Parameter sind dann anders, gegebenenfalls wird der eben noch tote Held wieder geboren oder schlüpft in einen neuen Körper. Irgendwann verliert man da doch den Überblick, wenn nicht alle Hefte vom besagten Helden gekauft werden. Sicherlich können Neueinsteiger immer gut reinkommen, dennoch ist es für Langleser stets eine Herausforderung die neuen Facetten einer Figur lieben zu lernen. Dennoch verfolge ich den Stählernden schon seit Jahren und bin ziemlich fit in seiner (jüngsten) Historie. Besonders rührselig schaue ich immer auf die letzte Panini-Heft-Serie zurück und hoffe jedes Mal, dass diese zurückkehren wird, da ich sie liebte. Der italienische Verlag veröffentlicht aber seit geraumer Zeit „nur“ noch die Paperbacks. Handlung ALLER NEUANFANG IST SCHWER Tony Stark braucht einen Neustart! Ohne stressige Riesenfirma im Rücken und mit einer schlanken Rüstung am Leib, will Tony als Iron Man wieder einfach nur Gutes tun. Doch er ist eben auch der arrogante, berühmte Mr. Stark. Lässt sich das vereinen? Zudem stehen viele alte Feinde sowie ein kosmischer Gegner bereit, Tony das neue Leben schwer zu machen. Dafür kämpft die Superheldin Hellcat an der Seite des Eisernen.BewertungObwohl ich beim Einstieg bewusst kritisch mit der modernen Superheldenthematik umgegangen bin, habe ich die neue Ausgabe gleich schätzen gelernt. Endlich mal ein solides Basic-Programm, dass uns nicht in irgendeine Traumwelt führt und die mich sogar vergessen lässt, dass der Tony, den wir kennen, nicht mehr so da ist. Das Ende in, ich glaube es war „Civil War 2“, war ein Schocker aber der Erbe hat für mich nicht gepasst. So dümpelt einer meiner Lieblinge in einem neuen Körper herum. Der Gedanke gefällt mir nicht und ich stand deswegen auch kurz vor dem Bruch mit dem Eisernen.

Der Auftakt der neuen Serie hat mich dann aber doch überzeugt. Nicht nur, dass Tony eine neue Frau an seiner Seite gestellt bekommen hat, nein er lässt Ruhm und Firma hinter sich und findet sich selbst. Zugegeben sind Selbstfindungstripps nichts Neues, aber da er eher schmal und dezent transportiert wird, wird er vom Leser als ganz angenehm empfunden. Auch der Gegner weiß zu überzeugen und tritt nicht wie der allglatte Superbösewicht auf, sondern bringt Atmosphäre mit. Spannung und Action sind da, sie sind aber nicht der Hauptgang, im Fokus steht nämlich Tony mit einer neuen Frau an seiner Seite.

Weil es eher wenige Dialoge gibt, ist das Paperback schnell durchgelesen und daher ist es um so doofer, dass Fans sich nun bis Dezember gedulden müssen, bis die neue Ausgabe in den Handel kommt. Das ist immer ein Kritikpunkt, der ganz in der Sache der Natur steckt, doch lässt er mich irgendwie Richtung Amerika schauen und verleitet mich doch dazu wieder ein US-Marvel-Comic zu kaufen, obwohl ich das schon seit geraumer Zeit nicht mehr gemacht habe. Fazit „Iron Man Der Eiserne #1 Neue Wege, alte Fehler“ weiß zu gefallen und hat mich doch in seiner Gesamtheit positiv überrascht.
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