Comic - Fantasy

Isola #1

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Isola #1
Isola #1Comic - Fantasy | mit: Brenden Fletcher und Karl Kerschl Bewertung:★★★★★ Brenden Fletcher hat den Plot zur gefeierten Flash-Story in den Wednesday-Comics beigetragen, die mit dem Eisner- und Harvey Award ausgezeichnet wurde. Der Katzenliebhaber und Einwohner von New York kreiert zusammen mit seinem langjährigen Freund und Eisner-Gewinner Karl Kerschl den Comic „Isola“, der bereits beim ersten Durchblättern sehr bildgewaltig daherkommt. Der Verlag „Cross Cult“ hat sich mit „Isola“ eine schöne Perle von „Image“ an Land gezogen. Handlung Die Königin und Herrscherin von Maar wird mit einem Fluch belegt. Sie steckt seitdem in dem Körper eines Tigers fest. Dabei wirkt sie nicht so spritzig und bissig, wie man es an dieser Stelle vermuten könnte, sondern sie ist eher alt und zerbrechlich. Die Flucht mit ihrer treuen Soldatin Rook aus der königlichen Garde ist beschwerlich für sie. Sie muss die Reise aber auf sich nehmen, denn ein bevorstehender Krieg muss verhindert werden. Captain Rook bleibt also keine andere Wahl, als ihr Oberhaupt sicher nach Isola zu bringen. Denn auf besagter Insel, dem Land der Toten, liegt ihre letzte Hoffnung.BewertungWas ins Auge fällt, ist das gewaltige Artwork. Der Leser spürt vom ersten Panel an, dass hier mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Es ist eine Mischung aus Anime-Filmen, Manga und einem modernen Walt Disney Stil. Das besagte Liebe auch mit einem gewaltigen Zeitaufwand daher kommt, ist in diesem Fall sogar sehr begrüßenswert. Brenden Fletcher und Karl Kerschl kennen sich nämlich schon seit dem 10. Lebensjahr und wollten schon immer ein großes, gemeinsames Projekt starten. Ein unveröffentlichter Comic lag auch bereits in der Schublade. Doch andere Auftragsarbeiten, die relativ erfolgreich liefen, hatten Vorrang. Aber eben aus besagter Vorlage entstand nun „Isola“. Die US-Erstveröffentlichung war dann endlich am 04.04.2018. Dabei hat sich das Kreativteam wieder einmal etwas ausgedacht und so erscheinen in den USA zu jeder Ausgabe zwei Cover. Cover A zeigt immer die Hauptfigur des Hefts und Cover B eine Szene, die die Stimmung einfängt.

„Isola“ baut sein eigenes Universum auf. Hat ein paar neue Elemente, doch (natürlich) auch vieles Bekanntes. Das Rad wird also nicht gänzlich neu erfunden. Dennoch ist es die epische Story, die sehr verwoben daherkommt, die etwas Magisches ausstrahlt. Fiktion, das Totenreich und die Realität vermischen sich oftmals, was an manchen Stellen zu leichten Irritationen führen kann. Der Leser muss vollkommen konzentriert zu Werke gehen, ansonsten kann man schon mal den Überblick verlieren. Das ist auch mein größter Kritikpunkt. Die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet und gerade der Prolog, der erst am Ende präsentiert wird, liefert uns den nötigen Hintergrundstoff. Denn wir werden ziemlich jungfräulich in die Handlung hineingeworfen. Es dauert schon eine Weile, bis die Fassade eingerissen wird. An Action, Spannung und Fantasy-Elementen mangelt es in diesem Abschnitt allerdings nicht, sodass ich von der ersten Seite neugierig war.

Die Mischung aus Superhelden, in „Isola“ eindeutig die tapfere Rook, der Abenteuergeist und ein bunter Blumenstrauß an Fantasy ist gelungen. Es ist aber auch die Charakterentwicklung von Rook – sie hat eindeutig den größten Anteil zugesprochen bekommen – ist tiefsinnig aufgebaut. Sie hadert mit sich selbst und muss ihren Platz in der neuen Situation erst einmal finden. Ständig ist etwas los, ähnlich wie bei „The Walking Dead“, wo auch immer und überall etwas lauern könnte, passiert einfach super viel in „Isola“. Die vielen Ereignisse lassen den Puls vom Leser spürbar höherschlagen.
Fazit „Isola“ schafft sein eigenes Universum und kommt mit einem tollen Genregemisch daher. Darüber hinaus ist die Hauptfigur interessant inszeniert und in der Handlung kommt es zu vielen Ereignissen, sodass eine ständige Spannung Wegbegleiter ist.
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