Comic - Drama
Jahr Null
Jahr NullComic - Drama | mit: Frenk MeeuwsenBewertung:★★★★★ Eltern werden, Eltern sein, ein Wunder hautnah miterleben, eines der besten Geschenke auf dieser Welt. Frenk Meeuwsen erzählt von seinem ersten Jahr des Vater Werdens. Seine Geschichte setzt da ein, wo ihn ihm der Entschluss reift, dass er nun bereit ist die Verantwortung zu übernehmen. Für Meeuwsen ist "Jahr Null" der zweite Comic nach "Zen ohne Meister", indem er seine Zeit in Tokyo verarbeitet. Im vorliegenden Comic geht es noch persönlicher zu und er berichtet uns ganz ausführlich über seine Erlebnisse und lässt uns Teil an seinen Emotionen haben. Ganz großes Kino, auch weil er einen malerischen, verträumten Stil an den Tag legt, der zur Wohlfühlstimmung passt. Handlung Frenk Meeuwsen, niederländischer Comic-Zeichner, lebt und arbeitet in Amsterdam und eigentlich wollte er nie Vater werden. Zunächst lehnt er den Kinderwunsch seiner Lebenspartnerin Zaza, wie auch zuvor in anderen Beziehungen, kategorisch ab ... Aber die Vorstellung mit Zaza zusammen ein Kind zu haben lässt ihn schließlich nicht mehr los, vor allem weil es ihr viel zu bedeuten scheint. Wir begleiten das Paar von Frenks Entscheidung für das Vatersein ein Jahr lang bis nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes. Ein Jahr zwischen Zweifeln und Zuversicht. Ein Jahr, das von Schwangerschaft, lästigen Verwandten, der Geburt und den ersten Monaten mit Baby handelt.Bewertung"Jahr Null" funktioniert auf sehr vielen Ebenen. Zunächst ist es einfach wunderschön zu lesen. Es ist leicht, sanft und sofort strahlt uns eine liebevolle Romantik entgegen. Die Beziehung von Frenk und Zaza ist echt. Sie gehen liebevoll miteinander um, haben Verständnis und lassen sich Freiräume. Weichen dann aber gefühlt nicht von der Seite und erleben die Kontraste dieser Welt zusammen. Aus dieser Verbindung heraus zeigt in Frenk der Wunsch doch noch ein Kind zu bekommen. Autobiographisch setzt sich der Autor mit seinem Entscheidungsprozess auseinander. Er berichtet davon, dass es für ihn zunächst keinen Kinderwunsch gab. Es lag dann wohl an Zaza, dass sich das änderte. Danach tauchen wir ganz tief in die Gefühlswelt ein. Frenk berichtet schonungslos von seiner Freunde und von seinen Ängsten. Insbesondere die Ängste haben es ihm angetan und er macht sich desöfteren einen Kopf. Ist das Kind gesund, wird es gut aufwachsen, was wird aus ihm und und und. Es sind Gedanken, die sich Eltern nun einmal machen, wenn sie ein Kind in diese Welt setzen.
Wir erfahren von den Stationen der Schwangerschaft. Soll heißen, wir sind mit dabei, wenn es zum Ultraschall geht, wenn die Hebamme sich vorstellt oder wenn die Übelkeit einsetzt. Drastisch und hochemotional geht es zu, wenn von den Schattenseiten berichtet wird. Frenk bekommt mit, dass andere Paare, die ein Kind erwarten, nicht so viel Glück haben. Es sind zwei Szenen dabei die traurig machen, die einem den Atem entreißen. Schicksalsschläge, die vorkommen, aber so grausam sind, dass sie nicht wahr sein dürfen. Neben den genannten Problemen ist "Jahr Null" aber ein Wohlfühlcomic. Es ist liebevoll geschrieben und gezeichnet. Viele warme Farben strahlen uns entgegen. Den Stil kann man ebenfalls als romantisch verliebt bezeichnen. Unterschiedliche Situationen werden zudem in anderen Farben ausgedrückt. Ein Traum in ganz dunkel, der OP in grün und das Winterwetter, indem der kleine Sprössling im Kinderwagen spazieren gefahren wird, entsprechend hell. Weiß wie die Unschuld, das grün steht für die OP-Kittel und die dunklen Farben stehen für das Unbekannte der Nacht. Hier hat sich Frenk tolle Gedanken gemacht, wie er seine Story dem Leser optisch näher bringt. Fazit "Jahr Null" ist einer der besten "Ich werde Vater" Geschichten, die ich jemals gelesen habe. Alle Eltern sollten einen Blick in das Comic werfen und welche die es werden wollen, sollten auch nicht zögern...
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Wir erfahren von den Stationen der Schwangerschaft. Soll heißen, wir sind mit dabei, wenn es zum Ultraschall geht, wenn die Hebamme sich vorstellt oder wenn die Übelkeit einsetzt. Drastisch und hochemotional geht es zu, wenn von den Schattenseiten berichtet wird. Frenk bekommt mit, dass andere Paare, die ein Kind erwarten, nicht so viel Glück haben. Es sind zwei Szenen dabei die traurig machen, die einem den Atem entreißen. Schicksalsschläge, die vorkommen, aber so grausam sind, dass sie nicht wahr sein dürfen. Neben den genannten Problemen ist "Jahr Null" aber ein Wohlfühlcomic. Es ist liebevoll geschrieben und gezeichnet. Viele warme Farben strahlen uns entgegen. Den Stil kann man ebenfalls als romantisch verliebt bezeichnen. Unterschiedliche Situationen werden zudem in anderen Farben ausgedrückt. Ein Traum in ganz dunkel, der OP in grün und das Winterwetter, indem der kleine Sprössling im Kinderwagen spazieren gefahren wird, entsprechend hell. Weiß wie die Unschuld, das grün steht für die OP-Kittel und die dunklen Farben stehen für das Unbekannte der Nacht. Hier hat sich Frenk tolle Gedanken gemacht, wie er seine Story dem Leser optisch näher bringt. Fazit "Jahr Null" ist einer der besten "Ich werde Vater" Geschichten, die ich jemals gelesen habe. Alle Eltern sollten einen Blick in das Comic werfen und welche die es werden wollen, sollten auch nicht zögern...