Comic - Drama
Jakob Neyder
Jakob NeyderComic - Drama | mit: Franz SuessBewertung:★★★★★ Autor und Zeichner Franz Suess hat gerade beim „avant-Verlag“ schon ein paar positive Eindrücke hinterlassen. Ein Beispiel dafür ist sicherlich „Drei oder vier Bagatellen“, das seinen Stil – also seine Erzählungen über menschliche Sehnsüchte, Hoffnungen und Abgründe – wieder gekonnt aufzeigt. In *Jakob Neyder* schlägt Suess wieder in eine ähnliche Kerbe. Und das sehr erfolgreich, was ihm sogar den Preis der Berthold Leibinger Stiftung einbrachte.
„Jakob Neyder“ kommt mit 184 Seiten daher, wurde im September 2025 veröffentlicht und hat einen Comicbindungspreis von 29,00 Euro. Handlung Im neuen Buch von Franz Suess geht es um den jugendlichen Außenseiter Jakob, der versucht, seiner Verantwortung für eine Straftat zu entkommen. Ein Verbrechen ohne Not, das in ihm Schuldgefühle auslöst.
Die Wochen nach dem schrecklichen Ereignis dehnen sich endlos. Die ständige Angst vor dem Entdecktwerden führt zu immer mehr Lügen und strapaziert zunehmend seine psychische Verfassung. Jakob findet keinen Halt mehr in seiner Clique und gerät mehr und mehr in einen Strudel aus Antriebs- und Sinnlosigkeit. Und jetzt soll er auch noch die Sommerferien mit seinem kranken Hund Bruno und seinem Kumpel Tim in der Provinz verbringen.BewertungZunächst sind es wie so oft die Zeichnungen, die ein Stimmungsbild vermitteln. In *Jakob Neyder* bekommt der Leser sofort ein düsteres vor Augen geführt. Wir werden scheinbar in etwas Schreckliches, tief Schwarzes gezogen. Das ist sofort klar. Aber das anfängliche Verbrechen ist es nicht – es ist die Tiefe der Traurigkeit. Zwar sollten wir nicht vergessen, dass die Hauptfigur immer noch in der Täterrolle ist, aber dennoch verläuft sein Leben nicht so, dass man zumindest von Glück sprechen könnte.
Gerade sein Hund, der besonders im Fokus steht, macht betroffen. Man wünscht dem Antihelden einfach nur, dass er aus der Situation wieder herauskommt. Doch er scheint zu tief drin zu stecken. Der Schrei nach einem zufriedenen Leben – er ist überall hörbar. Erreichbar vielleicht in der Buchmitte. Dort geht es auf einmal farbenprächtiger daher. Hier scheint es eine offensichtliche Wendung zu geben. Einfach mal raus aus dem Alltag. Dafür fahren wir alle in den Urlaub. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Am Ende bekommen wir wieder dunkle Bilder zu sehen. Hier wird es wieder dramatisch, und die harte Realität hat uns wieder.
Fazit *Jakob Neyder* ist ein Comic, das nachdenklich macht. Es berichtet von einer Tat, die nicht kleingeredet werden soll, dennoch steht ein trauriges Leben im Vordergrund, das einfach betroffen macht.
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„Jakob Neyder“ kommt mit 184 Seiten daher, wurde im September 2025 veröffentlicht und hat einen Comicbindungspreis von 29,00 Euro. Handlung Im neuen Buch von Franz Suess geht es um den jugendlichen Außenseiter Jakob, der versucht, seiner Verantwortung für eine Straftat zu entkommen. Ein Verbrechen ohne Not, das in ihm Schuldgefühle auslöst.
Die Wochen nach dem schrecklichen Ereignis dehnen sich endlos. Die ständige Angst vor dem Entdecktwerden führt zu immer mehr Lügen und strapaziert zunehmend seine psychische Verfassung. Jakob findet keinen Halt mehr in seiner Clique und gerät mehr und mehr in einen Strudel aus Antriebs- und Sinnlosigkeit. Und jetzt soll er auch noch die Sommerferien mit seinem kranken Hund Bruno und seinem Kumpel Tim in der Provinz verbringen.BewertungZunächst sind es wie so oft die Zeichnungen, die ein Stimmungsbild vermitteln. In *Jakob Neyder* bekommt der Leser sofort ein düsteres vor Augen geführt. Wir werden scheinbar in etwas Schreckliches, tief Schwarzes gezogen. Das ist sofort klar. Aber das anfängliche Verbrechen ist es nicht – es ist die Tiefe der Traurigkeit. Zwar sollten wir nicht vergessen, dass die Hauptfigur immer noch in der Täterrolle ist, aber dennoch verläuft sein Leben nicht so, dass man zumindest von Glück sprechen könnte.
Gerade sein Hund, der besonders im Fokus steht, macht betroffen. Man wünscht dem Antihelden einfach nur, dass er aus der Situation wieder herauskommt. Doch er scheint zu tief drin zu stecken. Der Schrei nach einem zufriedenen Leben – er ist überall hörbar. Erreichbar vielleicht in der Buchmitte. Dort geht es auf einmal farbenprächtiger daher. Hier scheint es eine offensichtliche Wendung zu geben. Einfach mal raus aus dem Alltag. Dafür fahren wir alle in den Urlaub. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Am Ende bekommen wir wieder dunkle Bilder zu sehen. Hier wird es wieder dramatisch, und die harte Realität hat uns wieder.
Fazit *Jakob Neyder* ist ein Comic, das nachdenklich macht. Es berichtet von einer Tat, die nicht kleingeredet werden soll, dennoch steht ein trauriges Leben im Vordergrund, das einfach betroffen macht.