Comic - Horror

Joe Hill – Ein Korb voller Köpfe

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Joe Hill – Ein Korb voller Köpfe
Joe Hill – Ein Korb voller KöpfeComic - Horror | mit: Joe Hill Bewertung:★★★★★ Joe Hill ist bekanntlich der Sohn von Horror-Legende Stephen King. Weil er nicht auf die Erfolgswelle seines Vaters aufspringen, sondern ein eigenständiges Autoren-Leben führen möchte, hat er sich den Künstlernamen Joe Hill gegeben. Das es dem Sohnemann ebenfalls an wundervollen Ideen, die in Punkto Quantität und Qualität dem Vater in nichts nachstehen, beweist die Zusammenarbeit mit dem Panini-Verlag, dort erscheinen unter anderen „Das „Puppenhaus“, „Wraith“ oder „Im tiefen, tiefen Wald“ um nur die jüngsten Werke zu nennen. Ein besonderes Augenmerk sollten Fans auf die Hardcover legen, denn diese sind auf 333 Stück limitiert. Die eigenständigen Storys erscheinen im Übrigen beim „DC Black Label“, die wiederum einen Vertrag mit „Hill House Comics“ geschlossen haben. Ein Erfolgsrezept! Handlung June und Liam genießen 1983 auf Brody Island in Maine den Sommer. Doch dann türmen mehrere verurteilte Straftäter, und alles ändert sich. June muss sogar mit einer verfluchten Wikinger-Axt um ihr Leben kämpfen, und da werden die Dinge so richtig finster und verrückt! Zudem kommen dunkle Geheimnisse über die Inselbewohner ans Licht.BewertungHorror mit einer Prise Sci-Fi, das ist in Ordnung, gerade, wenn man die Fantasy-Elemente nicht sonderlich auf die Spitze treibt, sondern wohldosiert unters Volk mischt. So gefällt es zumindest mir. Darüber hinaus kann das Oldschool Image einige Punkte einhamstern. Die typische Drohkulisse der 80er Jahre wird von Joe Hill aufgebaut: Wir haben eine Insel, die nur über eine Brücke erreichbar ist, einen Sturm und Gefangene, die gerade beim Arbeitseinsatz ausgebrochen sind. Eine Mischung, die jeden Fan des berühmten Horror-Jahrzehnt gefallen sollte.

Dabei wirkt die Handlung gar nicht eingestaubt oder in die Jahre gekommen. Das liegt in erste Linie an der frechen Hauptdarstellerin, die mit flotten Sprüchen auf sich aufmerksam macht. Sie hat sich Hals über Kopf in ihren Aushilfspolizisten verliebt, eine junge Beziehung, die aber nicht nur eine Sommerliebe ist. Dabei geht es ordentlich zur Sache. Die junge Dame spielt ganz offen mit ihrem guten Aussehen und provoziert erotische Gefühle bei ihrem Schatz und beim Leser.

Die Zeichnungen habe ich als nicht ganz so gut empfunden. Das lag einfach an den tollen Cover, die uns präsentiert werden. Nüchtern betrachtet, sind diese nämlich obermegaaffengeil und damit fallen die Panels leider etwas ab - im Verhältnis. Doch dem Grunde nach, hat Zeichner Leomacs einen guten Job gemacht, wobei einzelne Szenen, gerade in der Mimik, nicht sonderlich glücklich machen. Das Problem taucht immer mal wieder auf, besonders zu erkennen bei June, die in besagten Szenen ihr Sexappeal verliert. Sicherlich ist das Meckern auf hohem Niveau, aber gesagt haben möchte ich es dann schon einmal. Fazit Joe Hill überzeugt mit einer tollen 80er Jahre-Horror-Story und bekommt die Note gut!
ZURÜCK INS ARCHIV