Comic - Drama

Judas

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Judas
JudasComic - Drama | mit: Jeff Loveness (Autor), Jakub Rebelka (Illustrator)Bewertung:★★★★★ Wenn ich das Wort bzw. den Namen Judas höre, dann schrecke ich auf. Ich frage mich: Moment, ist hier irgendwas antisemintisches gemeint oder geht es um eine biblische Geschichte? Oder was ist hier los!? Der Verrat steht über allem. Der angebliche jüdische Verrat und so weiter. Hier kann man das Thema mit großer Sicherheit endlos lange weiterführen. An dieser Stelle geht es um die Person Judas und die Situation, wie er Jesus verraten hat und was es für ihn bedeutet hat. Ein wirklich sehr beeindruckender Einblick in die Geschehnisse. Handlung Jede Geschichte braucht einen Bösewicht Judas Iskariot ist vermutlich eine der wohl tragischsten Figuren der Bibel – ein Gefolgsmann, ein Verräter, ein Schurke. Aber ohne Judas ... würde die Geschichte von Jesus nicht funktionieren. Bevor er geboren wurde, war er einzig ein Sklave der Geschichte. So reist Judas Iskariot durch Leben und Tod und ringt mit seiner Rolle in der „größten Geschichte aller Zeiten“. In einer Religion, die auf Erlösung und Vergebung basiert, musste sich ein Mann für alle Menschen opfern ... und das war nicht Jesus. Geschrieben von dem für den Emmy und den WGA Award nominierten Jeff Loveness (Nova) und illustriert von Jakub Rebelka (Namesake, ORIGIN), ist JUDAS eine visuell beeindruckende Odyssee der Spiritualität und Fantasie, die Judas Iskariot durch die Tiefen der Hölle folgt, während er sich mit seinem Platz in der „größten Geschichte aller Zeiten“ auseinandersetzen muss und sich Prüfungen und Schwierigkeiten stellt, die zwischen den Zeilen der Bibel stehen.BewertungEtwas kurzweilig, ich habe es auf dem Weg zur Arbeit gelesen. In einem Zug, im Zug. Ich fahre 23 Minuten. Diesmal hat der Zug etwas 28 Minuten benötigt. Also eine halbe Stunde und ich war durch. Ein kurzes Vergnügen für schlappe 30 Minuten. Ich meckere gerne und stelle die Zeit gerne in Geldwert um. Doch "Judas" regte in mir etwas an. Er brachte mir etwas Erleuchtung und er brachte mich zum Nachdenken. Wenn ich diese Zeit mit in meine Kostenleistungsrechung mit einfließen lassen, dann lohnt sich "Judas" und die besagten 30 Euro allemal.

Denn welche Rolle hat Judas in der Jesus-Geschichte gespielt. Braucht es nicht immer einen Bösen, der dem Helden zu dem macht, was er ist. Wenn ein Held, ein Rockstar früh von uns geht, bekommt er ganz automatisch einen anderen Status, als ein Rentner, der sein Schwert, seine Gitarre oder was auch immer neben sein Bett im Altersheim stellt und den Löffel abgibt. Das macht eben eine Story interessant, der frühe Heldentod. Die Aufgabe des eigenen Lebens für alle gegen das Böse. Judas hat so seinen Stempel bekommen, sein Name wird ihn noch tausende Jahre, wenn wir unsere Welt bis dahin nicht zerstört haben, verachtet sein. Dennoch spielt er eine größere Rolle, als gedacht.

Was seine Geschichte mit der von Isaaks zu tun hat, erfahrt ihr in der Auseinandersetzung mit Lucifer. Die Verlockung ist groß, der Weg ist grau und die Dämonen, so wie in der Offenbarung beschrieben, sind da. Es ist ein Ringen mit sich selbst. Hass oder Liebe. In jedem Fall öffnet dieses Comic einige Augen und bringt Opfermythos auf ein anders Level. Fazit „Judas“ ist eine Bibelstunde, die Spaß macht.
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