Comic - DC
Justice League Dark 1
Justice League Dark 1Comic - DC | mit: Autor: James Tynion IV, Zeichnungen: Alvaro Martínez Bueno, Emanuela Lupacchino, Jesús MerinoBewertung:★★★★★ Zum Auftakt der neuen Justice-League-Dark-Reihe bringt Panini das komplette Crossover „Hexenstunde“ als ersten Band. Die insgesamt acht enthaltenen Einzelbände der US-Serien Wonder Woman und Justice League Dark füllen über 200 Seiten und machen die deutsche Ausgabe Justice Leauge Dark 1 so zu einem umfangreichen Leseerlebnis. Aber kann der Band auch inhaltlich überzeugen? Handlung Hat die letzte Stunde der Magie geschlagen? Die magischen Energien sind aus dem Lot und selbst erfahrene Zauberinnen wie Zatanna können nur noch unkontrolliert Chaos und Finsternis beschwören. Dahinter steckt ein Rachefeldzug der Göttin der Magie gegen die Magie selbst. Sie will einen Neustart und dazu alles vernichten, was ihrer Meinung nach der Magie Schande gebracht hat. Und das betrifft im Grunde auch die Menschheit. Wonder Woman beabsichtigt das zu verhindern und versammelt ein neues, dunkles Team aus Zatanna, Detective Chimp, Man-Bat und Swamp Thing. Aber auch weitere magienahe Helden und Anti-Helden sind mit dabei. Und dann ist da noch ein Geheimnis um Wonder Woman, über das nicht einmal sie selbst so wirklich die Wahrheit weiß. BewertungEigentlich ist Justice League Dark 1 gar nicht so düster. Die Vielfalt der Charaktere und das Thema der Magie sorgen vor allem im Coloring für eine große Abwechslung, die vor Lichteffekten und Farbvielfalt keinen Halt macht. Der Comic hat eine echt coole Optik, die schon beim Cover beginnt. Dennoch wird die mystische, etwas depressive und manchmal etwas brutale Stimmung, die sich auch im Text wiederfindet, gut getroffen. Die Zeichnungen im Band passen sehr gut zusammen, obwohl in den US-Einzelheften mehrere Zeichnerinnen und Zeichner Hand anlegen durften.
Das „Dark“ (deutsch: dunkel) in Justice League Dark bezieht sich eher auf die Charaktere. Das von Wonder Woman zusammengestellte Team besteht aus ehemaligen Bösewichten, wie Man-Bat, die sich geläutert geben und Wiedergutmachung leisten wollen oder zum Beispiel aus Swamp Thing, der einfach rein optisch nicht gerade den Prototypen eines „Guten“ abgibt. Aber diese Vorurteile beiseite geräumt: Hier ist ein ebenso aufopferungsvolles Team am Start, wie wenn die originale Justice League loszieht. Nur ist die leider verhindert, bzw. von der Magiegöttin Hekate aus dem Spiel genommen. Ihren kurzen Auftritt bekommen die Helden Superman, Batman, Flash und Co. somit aber dennoch. An Vielfalt an Charakteren mangelt es Justice League Dark 1 wahrlich nicht. Das ist schon ziemlich cool, da ein wilder Rundumschlag durchs DC-Universum geboten wird und verschiedene Charaktere spannend miteinander interagieren und sich teils alte bekannte wiedertreffen. Das führt aber auch zu einigen Lücken in der Erzählung, die sich nur durch ein umfangreiches Hintergrundwissen über die DC-Comics schließen lassen. Gerade für Neueinsteiger dürfte das eine ziemliche hohe Einstiegshürde sein.
Die Story selbst sorgt für gelegentliche Darstellungsschwierigkeiten. Wie setzt man „Magie jenseits des Vorstellbaren“ um? Der Definition nach, kann man es ja schlicht nicht abbilden. Dadurch entstehen teilweise Differenzen zwischen dem (pompösen, großen) Gesagten und dem (wesentlich unspektulärer) Dargestellten. Nichtsdestotrotz findet die Story einen starken Mittelweg zwischen Action, Mystik und Spannung, Vergangenheit und Gegenwart. Alle Charaktere tragen ihren Teil dazu bei, dass die Geschichte vielfältig bleibt und doch im Großen und Ganzen nicht zu unübersichtlich wird. Fazit Justice League Dark 1 macht großen Spaß. Das gewählte Thema der Magie bereitet hier und da der zeichnerischen Darstellung Schwierigkeiten und wer kein DC-Genie ist, wird definitiv über ein paar Charaktere stolpern und erklärende Hintergrundinformationen vermissen. Perfekt ist der Comic also nicht. Aber spannend. Und der Cliffhanger zum Ende macht Bock auf Band 2.
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Das „Dark“ (deutsch: dunkel) in Justice League Dark bezieht sich eher auf die Charaktere. Das von Wonder Woman zusammengestellte Team besteht aus ehemaligen Bösewichten, wie Man-Bat, die sich geläutert geben und Wiedergutmachung leisten wollen oder zum Beispiel aus Swamp Thing, der einfach rein optisch nicht gerade den Prototypen eines „Guten“ abgibt. Aber diese Vorurteile beiseite geräumt: Hier ist ein ebenso aufopferungsvolles Team am Start, wie wenn die originale Justice League loszieht. Nur ist die leider verhindert, bzw. von der Magiegöttin Hekate aus dem Spiel genommen. Ihren kurzen Auftritt bekommen die Helden Superman, Batman, Flash und Co. somit aber dennoch. An Vielfalt an Charakteren mangelt es Justice League Dark 1 wahrlich nicht. Das ist schon ziemlich cool, da ein wilder Rundumschlag durchs DC-Universum geboten wird und verschiedene Charaktere spannend miteinander interagieren und sich teils alte bekannte wiedertreffen. Das führt aber auch zu einigen Lücken in der Erzählung, die sich nur durch ein umfangreiches Hintergrundwissen über die DC-Comics schließen lassen. Gerade für Neueinsteiger dürfte das eine ziemliche hohe Einstiegshürde sein.
Die Story selbst sorgt für gelegentliche Darstellungsschwierigkeiten. Wie setzt man „Magie jenseits des Vorstellbaren“ um? Der Definition nach, kann man es ja schlicht nicht abbilden. Dadurch entstehen teilweise Differenzen zwischen dem (pompösen, großen) Gesagten und dem (wesentlich unspektulärer) Dargestellten. Nichtsdestotrotz findet die Story einen starken Mittelweg zwischen Action, Mystik und Spannung, Vergangenheit und Gegenwart. Alle Charaktere tragen ihren Teil dazu bei, dass die Geschichte vielfältig bleibt und doch im Großen und Ganzen nicht zu unübersichtlich wird. Fazit Justice League Dark 1 macht großen Spaß. Das gewählte Thema der Magie bereitet hier und da der zeichnerischen Darstellung Schwierigkeiten und wer kein DC-Genie ist, wird definitiv über ein paar Charaktere stolpern und erklärende Hintergrundinformationen vermissen. Perfekt ist der Comic also nicht. Aber spannend. Und der Cliffhanger zum Ende macht Bock auf Band 2.